
Thailand ändert seine Einreisebestimmungen für Touristen deutlich. Ab dem 15. September 2026 dürfen Reisende aus Deutschland ohne vorher beantragtes Visum nur noch bis zu 30 Tage im Land bleiben. Damit wird die bislang mögliche visumfreie Aufenthaltsdauer von bis zu 60 Tagen halbiert. Die neue Thailand Einreise ohne Visum gilt für deutsche Staatsangehörige ebenso wie für Reisende aus zahlreichen weiteren Staaten.
Die neuen Bestimmungen wurden nach Angaben des thailändischen Außenministeriums am 31. August im offiziellen Gesetzblatt veröffentlicht und treten am 15. September in Kraft. Die bisherige Regelung für einen visumfreien Aufenthalt von bis zu 60 Tagen wird aufgehoben. Stattdessen können Staatsangehörige von insgesamt 60 Ländern und Gebieten für touristische Aufenthalte bis zu 30 Tage ohne Visum einreisen.
Deutschland steht ausdrücklich auf der von der Königlich Thailändischen Botschaft in Berlin veröffentlichten Liste. Zu den weiteren erfassten Staaten gehören unter anderem Österreich, Frankreich, Italien, Spanien, die Niederlande, die Schweiz, das Vereinigte Königreich, die USA, Kanada, Australien und Japan. Damit betrifft die neue Thailand Visum Regel 2026 einen großen Teil der internationalen Urlauber, die bislang von der längeren Aufenthaltsdauer profitieren konnten.
Für Reisende, die bereits vor Inkrafttreten der neuen Regelung nach Thailand einreisen, gibt es Bestandsschutz. Wer vor dem 15. September 2026 unter den bislang geltenden Bestimmungen ins Land kommt, darf bis zu dem Datum bleiben, das bei der Einreise als zulässige Aufenthaltsdauer festgelegt wurde. Die Verkürzung erfolgt also nicht rückwirkend für bereits gewährte Aufenthalte.
Entscheidend ist damit der Zeitpunkt der Einreise. Die Thailand Einreise ab 15. September unterliegt für deutsche Touristen grundsätzlich der neuen Grenze von 30 Tagen.
Das Auswärtige Amt führte in seinen am 2. September veröffentlichten Reisehinweisen noch eine visumfreie Aufenthaltsdauer von maximal 60 Tagen auf. Diese Angabe beschreibt die derzeit noch bis zum 14. September geltende Regelung. Die thailändischen Behörden haben die anschließende Änderung inzwischen offiziell veröffentlicht.
Ein Aufenthalt über die ersten 30 Tage hinaus ist nicht grundsätzlich ausgeschlossen. Nach Angaben der thailändischen Botschaft können Reisende bei der zuständigen Einwanderungsbehörde einmalig eine Verlängerung um maximal weitere 30 Tage beantragen. Ein automatischer Anspruch auf diese zusätzlichen Tage besteht damit nicht durch die visumfreie Einreise selbst.
Wer bereits vor Reisebeginn einen längeren Aufenthalt plant, kann außerdem ein passendes Visum beantragen. Thailand verweist dafür unter anderem auf sein elektronisches e-Visa-System. Andere Visakategorien werden durch die jetzt beschlossene Neuregelung nicht grundsätzlich abgeschafft oder geändert.
Die längere visumfreie Aufenthaltsdauer von 60 Tagen war 2024 eingeführt worden. Im Mai 2026 beschloss das thailändische Kabinett eine erneute Überarbeitung der Visa- und Einreiseregeln. Als Kriterien nannte die Regierung unter anderem Sicherheitsfragen, wirtschaftliche und touristische Interessen, Gegenseitigkeit bei Visaerleichterungen sowie eine Vereinfachung der unterschiedlichen Regelungen.
Die endgültig veröffentlichte Fassung sieht nun 60 Länder und Gebiete vor, deren Staatsangehörige touristisch bis zu 30 Tage visumfrei bleiben können. Zusätzlich führt Thailand für zwei Länder beziehungsweise Gebiete eine eigene 15-Tage-Regel ein. Die Liste der Staaten mit Visa on Arrival wird auf drei reduziert.
Für deutsche Urlauber ist vor allem die Thailand visumfrei 30 Tage Regel relevant. Bei Reisen von höchstens einem Monat ändert sich damit wenig. Wer mehrere Wochen länger im Land verbringen möchte, muss dagegen künftig wieder eine Verlängerung beantragen oder bereits vor der Reise eine passende Visumlösung wählen.
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