Tödliche Schüsse in Bad Dürkheim: Verdächtiger auf Festival festgenommen

74-Jähriger tötet seine Ex-Frau und anschließend sich selbst
Symbolbild: Caroline Muffert

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Nach einem Tötungsdelikt in Bad Dürkheim sitzt ein 43 Jahre alter Mann in Untersuchungshaft. Er soll am Freitagabend, 31. Juli 2026, in einem Mehrfamilienhaus auf einen 41-Jährigen geschossen haben. Das schwer verletzte Opfer starb später im Krankenhaus. Spezialkräfte nahmen den Tatverdächtigen rund zwei Tage später auf einem Festival im Hunsrück fest. Nach dem vorläufigen Ergebnis der Obduktion sei der 41-Jährige infolge einer Schussverletzung in den Oberkörper innerlich verblutet. Die Hintergründe und das Motiv sind weiterhin unklar.

Schüsse in Bad Dürkheim: 41-Jähriger stirbt im Krankenhaus

Nach bisherigen Erkenntnissen von Staatsanwaltschaft und Polizei soll der Tatverdächtige den 41-Jährigen gegen 22.30 Uhr in einem Mehrfamilienhaus mit einer Schusswaffe schwer verletzt haben. Zeugen fanden den Mann und alarmierten Polizei und Rettungsdienst. Einsatzkräfte versuchten, das Opfer zu reanimieren. Der aus dem Landkreis Bad Kreuznach stammende Mann erlag jedoch später im Krankenhaus seinen Verletzungen. Der mutmaßliche Schütze soll das Gebäude noch vor dem Eintreffen der Polizei verlassen haben. Daraufhin leiteten die Behörden eine umfangreiche Fahndung ein.

Tatverdächtiger auf Festival im Hunsrück festgenommen

An der Suche nach dem 43-Jährigen beteiligten sich starke Polizeikräfte und ein Hubschrauber. Zunächst gelang es den Einsatzkräften nicht, den Mann ausfindig zu machen. Im Laufe der Ermittlungen erhielten die Beamten jedoch Hinweise, wonach er sich auf einem Festival im Hunsrück aufhalten könnte. Spezialkräfte nahmen ihn dort am Sonntag, 2. August, gegen 3.30 Uhr widerstandslos fest. Eine Tatwaffe führte er bei seiner Festnahme nach Angaben der Polizei nicht mit sich. Wo sich die Waffe befindet, teilten die Ermittler bislang nicht mit.

43-Jähriger wegen Totschlags in Untersuchungshaft

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Frankenthal hatte ein Gericht bereits einen Untersuchungshaftbefehl wegen des dringenden Verdachts des Totschlags erlassen. Der 43-Jährige wurde am Sonntagabend einem Haftrichter des Amtsgerichts Frankenthal vorgeführt. Dieser setzte den Haftbefehl in Vollzug. Anschließend wurde der Beschuldigte in eine Justizvollzugsanstalt gebracht. Eine rechtskräftige Verurteilung liegt nicht vor. Für den Mann gilt bis zum Abschluss des Strafverfahrens die Unschuldsvermutung. Zu einer möglichen Aussage des Tatverdächtigen machten Staatsanwaltschaft und Polizei keine Angaben.

Obduktion bestätigt tödliche Schussverletzung

Der Leichnam des 41-Jährigen wurde am Montag im Institut für Rechtsmedizin der Universität Mainz untersucht. Nach dem vorläufigen Obduktionsergebnis nach dem Tötungsdelikt sei davon auszugehen, dass der Mann durch eine Schussverletzung in den Oberkörper innerlich verblutete. Weitere Einzelheiten zur Verletzung oder zur verwendeten Waffe veröffentlichten die Behörden nicht. Die Ermittlungen zum Tötungsdelikt in Bad Dürkheim dauern an. Polizei und Staatsanwaltschaft wollen insbesondere den genauen Ablauf, das Verhältnis zwischen den beiden Männern sowie das mögliche Tatmotiv klären.

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