
Ein tödlicher Unfall in Rees hat am Montagabend, 2. November 2026, einem 24 Jahre alten Autofahrer das Leben gekostet. Der Mann war auf der Halderner Straße unterwegs, als sein Wagen von der Fahrbahn abkam und frontal mit einem Straßenbaum kollidierte. Rettungskräfte befreiten den Fahrer aus dem Auto, konnten ihm jedoch nicht mehr helfen. Warum es zu dem Unfall kam, war am Dienstagmorgen noch ungeklärt.
Nach Angaben der Kreispolizeibehörde Kleve ereignete sich der Zusammenstoß gegen 18.15 Uhr auf der Landesstraße 459. Der 24-Jährige fuhr mit einem weißen Mercedes aus Richtung Haldern nach Rees-Empel. Im Bereich der Einmündung Herkener Weg kam das Fahrzeug schließlich von der Fahrbahn ab.
Zum Verlauf unmittelbar davor liegt der Polizei eine Zeugenaussage vor. Demnach geriet das Fahrzeug zunächst auf die Gegenfahrbahn. Anschließend fuhr es nach rechts über den Fahrbahnrand hinaus und prallte neben der Straße gegen einen Baum. Diese Reihenfolge ist für die Rekonstruktion des Geschehens von Bedeutung. Sie erklärt allerdings noch nicht, weshalb das Auto seine Fahrspur verließ.
Der von der Polizei beschriebene Ablauf macht deutlich, dass der Wagen nicht unmittelbar von seinem ursprünglichen Fahrstreifen nach rechts abkam. Was den vorherigen Wechsel auf die Gegenfahrbahn auslöste und ob beide Bewegungen dieselbe Ursache hatten, ist nicht bekannt. Die Ermittlungen müssen erst klären, wie es zu dem Fahrverlauf kam.
Nach dem Zusammenstoß rückten Rettungskräfte zur Halderner Straße aus. Sie befreiten den 24-Jährigen aus dem beschädigten Fahrzeug. Vor Ort konnte nur noch sein Tod festgestellt werden. Nähere Angaben zu den Verletzungen des Fahrers veröffentlichte die Polizei nicht.
Die Kreispolizeibehörde informierte auch über die Betreuung der Angehörigen. Der polizeiliche Opferschutz übernahm demnach die Benachrichtigung und begleitete die Familie. Persönliche Einzelheiten zum Verstorbenen oder seinem Umfeld wurden nicht bekannt gegeben.
Für die Aufnahme des schweren Unfalls wurde die Landesstraße im betroffenen Abschnitt vollständig gesperrt. Die Sperrung dauerte bis etwa 21.50 Uhr. Damit blieb der Straßenabschnitt zwischen Haldern und Rees-Empel nach dem Unfall rund dreieinhalb Stunden unpassierbar. Anschließend wurde die Straße wieder freigegeben.
Zur Untersuchung der Unfallstelle wurde ein Verkehrsunfallaufnahmeteam hinzugezogen. Solche Teams dokumentieren bei schweren Verkehrsunfällen die Spurenlage und den räumlichen Verlauf des Geschehens. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse können helfen, die Bewegungen eines Fahrzeugs vor einer Kollision nachzuvollziehen.
Im vorliegenden Fall ist weiterhin offen, weshalb der Mercedes zunächst auf die andere Fahrspur geriet und anschließend nach rechts von der Straße abkam. Welche Ergebnisse die Untersuchungen bislang erbracht haben, teilte die Polizei zunächst nicht mit.
Auch zur Geschwindigkeit des Wagens, zu möglichen technischen Auffälligkeiten oder zu gesundheitlichen Umständen des Fahrers gab es keine gesicherten Angaben. Daraus lassen sich weder Rückschlüsse auf eine Ursache noch auf ein mögliches Fehlverhalten ziehen.
Der WDR berichtete unter Berufung auf einen Polizeisprecher, die Fahrbahn sei am Unfallabend leicht feucht gewesen. Stellenweise hätten Blätter auf der Straße gelegen. Ob diese Bedingungen beim Unfall eine Rolle spielten, war ausdrücklich offen. Ein Zusammenhang zwischen der Beschaffenheit der Straße und dem Tod des Fahrers ist damit nicht belegt.
Der Aufprall gegen einen Straßenbaum lenkt den Blick auf ein überregionales Problem im Straßenverkehr. Außerhalb geschlossener Ortschaften können seitlich stehende Bäume bei einem Abkommen von der Fahrbahn zu besonders schweren Unfallfolgen beitragen. Daraus lässt sich allerdings nicht ableiten, warum der Autofahrer in Rees die Kontrolle über seinen Fahrweg verlor.
Wie groß die Bedeutung von Landstraßen für die Verkehrssicherheit ist, zeigen Zahlen des Statistischen Bundesamtes. Im Jahr 2025 starben deutschlandweit 2.832 Menschen bei Straßenverkehrsunfällen. Davon kamen 1.580 Menschen auf Landstraßen ums Leben. Das entsprach 56 Prozent aller Verkehrstoten. Insgesamt lagen die Zahlen der Getöteten und Verletzten über denen des Vorjahres.
Das Bundesamt nennt für Landstraßen mehrere allgemeine Risikofaktoren. Dazu gehören höhere Fahrgeschwindigkeiten außerhalb von Ortschaften, fehlende bauliche Trennungen zwischen den Fahrtrichtungen und feste Hindernisse am Fahrbahnrand.
Diese statistischen Erkenntnisse erlauben jedoch keine Aussage darüber, was am Montagabend auf der L459 geschah. Die konkrete Ursache des Unfalls in Rees bleibt Gegenstand der polizeilichen Untersuchung.
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