
Auf der Hamburger U-Bahn-Linie U3 müssen Fahrgäste seit Montag, 19. Oktober 2026, auf einem wichtigen Innenstadtabschnitt auf andere Verkehrsmittel ausweichen. Zwischen St. Pauli und Rathaus fahren wegen umfangreicher Bauarbeiten bis einschließlich Donnerstag, 29. Oktober, keine U-Bahnen. Die Sperrung gilt in beiden Richtungen und dauert vom Betriebsbeginn am ersten bis zum Betriebsschluss am letzten Tag. Als Alternative wird unter anderem die Metrobus-Linie 17 umgeleitet. Ein gesonderter Schienenersatzverkehr ist für diesen Abschnitt nicht eingerichtet.
Die Hamburger Hochbahn nutzt die Herbstferien für die Erneuerung der Gleisinfrastruktur. Betroffen ist ein Streckenabschnitt entlang der Elbe, der neben dem alltäglichen Nahverkehr auch für die Erreichbarkeit bekannter Hamburger Sehenswürdigkeiten von Bedeutung ist. Die Arbeiten gehören zu einem größeren Modernisierungsprogramm, das im November weitere Einschränkungen auf der U3 mit sich bringt.
Die U3-Sperrung in Hamburg unterbricht die Verbindung zwischen den Haltestellen St. Pauli und Rathaus. Dazwischen liegen die Stationen Landungsbrücken, Baumwall (Elbphilharmonie) und Rödingsmarkt. Diese drei Haltestellen können während der Bauarbeiten nicht mit der U3 erreicht werden. Eine durchgehende Fahrt auf der Ringlinie durch den gesperrten Abschnitt ist damit vorübergehend nicht möglich. Die Einschränkung begann am 19. Oktober mit dem regulären Betriebsbeginn und soll am 29. Oktober mit dem Betriebsschluss enden.
Nach der aktuellen Planung der Hochbahn kann der reguläre Verkehr auf dem betroffenen Abschnitt ab Freitag, 30. Oktober, wieder aufgenommen werden. Eine gesonderte Uhrzeit für die Wiederaufnahme wurde nicht genannt. Die Arbeiten finden bewusst während der Hamburger Herbstferien statt, weil die Hochbahn in diesem Zeitraum mit weniger Fahrgästen rechnet. Während der Sperrung müssen insbesondere Reisende, die zwischen St. Pauli, den Landungsbrücken und der Innenstadt unterwegs sind, ihre bisherigen Verbindungen anpassen.
Um die ausfallenden U-Bahn-Verbindungen teilweise aufzufangen, wird die bestehende Metrobus-Linie 17 umgeleitet. Sie bedient während der Sperrung zusätzlich die Bereiche Landungsbrücken, Baumwall und Rödingsmarkt. Dadurch bleiben die betroffenen Stationen mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. Ein eigener Schienenersatzverkehr mit gesonderten Ersatzbussen wird für die U3-Sperrung zwischen St. Pauli und Rathaus allerdings nicht angeboten.
Daneben können Fahrgäste auf andere Buslinien und die S-Bahn ausweichen. Nach Angaben des NDR bietet sich beispielsweise die Buslinie 3 ab der U-Bahnstation Feldstraße als Alternative an. Allerdings bedient sie nicht sämtliche von der Sperrung betroffenen U3-Haltestellen. Für Fahrten mit der S-Bahn können zusätzliche Fußwege erforderlich werden. Zwischen der U-Bahnstation St. Pauli und der S-Bahnstation Reeperbahn liegen rund 750 Meter. Von der S-Bahnstation Stadthausbrücke bis zur U3-Haltestelle Rödingsmarkt sind es etwa 150 Meter.
Auch die Landungsbrücken verfügen über einen S-Bahn-Anschluss. Damit bleibt dieser Bereich während der Gleisarbeiten weiterhin auf der Schiene erreichbar, allerdings nicht mit der U3. Welche Kombination aus Bus, S-Bahn und Fußweg im Einzelfall am besten geeignet ist, hängt vom Ausgangspunkt und dem Reiseziel ab. Die Hochbahn empfiehlt, die Verbindung vor Fahrtantritt über die hvv-App, die hvv switch App oder die elektronische Fahrplanauskunft des Verkehrsverbunds zu prüfen. Dort lassen sich auch die jeweiligen Abfahrtszeiten und die für eine Fahrt vorgesehenen Haltestellen nachvollziehen.
Hintergrund der Sperrung sind umfangreiche Erneuerungsarbeiten an der historischen U-Bahnstrecke. Auf dem Abschnitt zwischen St. Pauli und Rathaus werden nach Angaben der Hamburger Hochbahn rund 860 bisherige Holzschwellen gegen neue Kunststoffschwellen ausgetauscht. Diese sollen widerstandsfähiger sein und länger genutzt werden können. Darüber hinaus werden rund 300 Meter Fahrschiene sowie Teile der Fahrbahn erneuert.
Zusätzlich tauscht die Hochbahn vier sogenannte Schienenauszugsvorrichtungen aus. Solche Bauteile gleichen Längenveränderungen der Schienen aus, die durch Temperaturschwankungen entstehen. Sie sind damit ein Bestandteil der technischen Sicherung und Stabilisierung der Gleisanlagen. Mit den gebündelten Arbeiten soll die Infrastruktur langfristig zuverlässig nutzbar bleiben.
Die Maßnahmen betreffen einen besonders traditionsreichen Teil des Hamburger Schnellbahnnetzes. Am 7. Oktober 1906 begann in Hohenfelde mit dem ersten Spatenstich der Bau der ersten Hamburger U-Bahn. Die damalige Ringlinie wurde ab 1912 schrittweise in Betrieb genommen. Teile dieser frühen Strecke gehören noch heute zur U3. Entsprechend müssen bestehende Bauwerke und Gleisanlagen regelmäßig instand gehalten und modernisiert werden. Die Hochbahn hat die Arbeiten deshalb in größere Bauabschnitte zusammengefasst.
Mit dem Ende der aktuellen Bauarbeiten sind die Einschränkungen auf der Hamburger U3 noch nicht abgeschlossen. Vom 2. bis zum 27. November 2026 folgt eine weitere Bauphase zwischen Berliner Tor und Barmbek. Diese Sperrung betrifft nach Angaben der Hochbahn ausschließlich die Wochentage. Sie beginnt jeweils montags mit dem Betriebsbeginn und endet in den Nächten von Freitag auf Samstag gegen 1 Uhr. An den Wochenenden soll die U3 auf diesem Abschnitt regulär verkehren.
Betroffen sind dann die Haltestellen Lübecker Straße, Uhlandstraße, Mundsburg, Hamburger Straße und Dehnhaide. In diesem Streckenabschnitt sollen weitere 1.334 Holzschwellen durch Kunststoffschwellen ersetzt und rund 650 Meter Stromschiene erneuert werden. Für diese zweite Bauphase richtet die Hochbahn im Unterschied zur aktuellen Sperrung einen eigenen Ersatzverkehr mit Bussen ein. Außerdem empfiehlt sie die S1 zwischen Barmbek und Berliner Tor als Schnellbahn-Alternative. Der Aufzug an der U3-Haltestelle Hamburger Straße wird während der Novemberarbeiten außer Betrieb genommen. Als Ausweichmöglichkeit nennt die Hochbahn unter anderem die Buslinie 261.
Zusätzlich bestehen während der Herbstferien Einschränkungen im Hamburger S-Bahn-Netz, die auf eigenständige Bauarbeiten zurückgehen. So ist der Abschnitt zwischen Berliner Tor und Bergedorf bis zum 1. November gesperrt. Die S2 entfällt während dieser Maßnahme, die S7 verkehrt nur zwischen Bergedorf und Aumühle im 30-Minuten-Takt. Vom 23. bis einschließlich 25. Oktober ist außerdem die S1 zwischen Altona und Wedel betroffen. Für Fahrgäste, die während der U3-Sperrung auf andere Schnellbahnverbindungen wechseln möchten, sind deshalb die aktuellen Fahrpläne besonders wichtig.
Texte werden mit Unterstützung von KI-Tools erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Mehr dazu