Tödlicher Unfall auf A2 und schwere Kollisionen auf A9

Symbolbild: Blaulicht auf dem Dach eines Einsatzfahrzeugs
Symbolbild Feuerwehreinsatz

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Mehrere schwere Verkehrsunfälle haben auf den Autobahnen A2 und A9 in Sachsen-Anhalt innerhalb weniger Stunden für erhebliche Behinderungen gesorgt. Auf der A2 im Landkreis Börde kam ein Lkw-Fahrer ums Leben. Auf der A9 folgten mehrere voneinander unabhängige Kollisionen mit Verletzten und zeitweisen Vollsperrungen. Am Mittwochmorgen, 2. September, wurde die A9 bei Sandersdorf-Brehna erneut nach einem Unfall gesperrt.

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Lkw-Fahrer stirbt nach Auffahrunfall auf der A2

Der tödliche Unfall auf der A2 ereignete sich bereits am Dienstagnachmittag, 1. September, gegen 14.17 Uhr. Nach Angaben des Zentralen Verkehrs- und Autobahndienstes war ein 35 Jahre alter Lkw-Fahrer in Fahrtrichtung Hannover zwischen der Anschlussstelle Irxleben und der Rastanlage Börde-Nord unterwegs. Sein Lastwagen war mit Möbeln beladen.

Nach Darstellung der Polizei fuhr der Lkw am Ende eines Staus auf einen vorausfahrenden Lastwagen auf. Der 35-Jährige erlitt dabei tödliche Verletzungen und starb trotz eingeleiteter Rettungsmaßnahmen noch an der Unfallstelle. Der ebenfalls 35 Jahre alte Fahrer des vorausfahrenden Lastwagens wurde leicht verletzt.

Die genaue Unfallursache war zunächst nicht abschließend geklärt. Die Polizei leitete Ermittlungen ein. Für Rettung, Unfallaufnahme und Bergung mussten der rechte und der mittlere Fahrstreifen der dreispurigen A2 in Richtung Hannover gesperrt werden. Der Verkehr wurde über die verbliebene linke Spur geführt. Die Arbeiten dauerten bis in die späten Abendstunden. Auch auf den umliegenden Ausweichstrecken entstanden erhebliche Behinderungen.

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Mehrere Unfälle auf der A9 bei Dessau

Bereits am Dienstagabend kam es auch auf der A9 zu einer Serie voneinander unabhängiger Verkehrsunfälle. Betroffen war unter anderem der Abschnitt zwischen Dessau-Süd und Dessau-Ost.

Bei einer Kollision zwischen einem Pkw und einem Lkw in Fahrtrichtung Berlin wurde der Lastwagen über die Fahrbahn gelenkt und beschädigte die Mittelleitplanke. Eine Person wurde anschließend in ein Krankenhaus gebracht. Der andere beteiligte Fahrer blieb nach den vorliegenden Angaben unverletzt. Der Sachschaden wurde auf rund 250.000 Euro geschätzt.

Nur wenige Kilometer entfernt ereignete sich ein weiterer Unfall. Dort kollidierte ein Auto mit einer Leitplanke. Beide Insassen mussten zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus gebracht werden. Angaben zur Schwere ihrer Verletzungen lagen zunächst nicht vor.

Die Einsatzkräfte mussten die A9 für Bergungs-, Reinigungs- und Sicherungsarbeiten zeitweise in beiden Fahrtrichtungen vollständig sperren. Unter anderem mussten ausgelaufene Betriebsstoffe von der Fahrbahn beseitigt werden. Die Arbeiten zogen sich bis in die Nacht hinein.

Erneute Vollsperrung auf der A9 am Mittwochmorgen

Am Mittwochmorgen kam es auf der A9 bei Sandersdorf-Brehna im Landkreis Anhalt-Bitterfeld zu einem weiteren schweren Unfall. Nach Angaben der Autobahnpolizei fuhr ein Pkw in Fahrtrichtung Berlin kurz vor dem Rasthof Köckern auf einen Lastwagen auf, der sich auf dem Standstreifen befand.

Eine Person wurde schwer verletzt und mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus gebracht. Insgesamt waren laut Polizei zwei Hubschrauber im Einsatz. Ob der verletzte Fahrer mit dem Pkw oder dem Lastwagen unterwegs gewesen war, teilte die Polizei zunächst nicht mit.

Auch die Feuerwehr war an der Unfallstelle im Einsatz, unter anderem wegen ausgelaufener Betriebsstoffe. Die Richtungsfahrbahn nach Berlin wurde vollständig gesperrt. Eine Verkehrsmeldung der Landesmeldestelle wies am Vormittag zwischen Halle und der Raststätte Köckern Ost weiterhin eine gesperrte Richtungsfahrbahn aus. Als Umleitung wurde die U92 genannt.

A2 und A9 sind wichtige Fernverkehrsachsen

Die Unfallserie traf zwei der wichtigsten Ost-West- und Nord-Süd-Verbindungen in Mitteldeutschland. Die A2 verbindet unter anderem Berlin, Magdeburg, Hannover und das Ruhrgebiet. Die A9 führt von Berlin über den Raum Dessau, Halle und Leipzig weiter in Richtung Nürnberg und München.

Sperrungen auf beiden Autobahnen können deshalb weit über den unmittelbaren Unfallort hinaus Folgen für den Fernverkehr haben. Besonders bei Vollsperrungen verlagert sich ein Teil des Verkehrs auf Bundes-, Landes- und Ortsstraßen. Rund um Irxleben waren bereits nach dem A2-Unfall am Dienstag erhebliche Belastungen auf den Ausweichrouten registriert worden.

Für die Unfallursachen der einzelnen Kollisionen lagen teilweise noch keine abschließenden Erkenntnisse vor. Bei dem tödlichen Unfall auf der A2 dauern die Ermittlungen nach Angaben der Polizei an. Auch zu den genauen Umständen des schweren A9-Unfalls bei Sandersdorf-Brehna gab es zunächst keine weitergehenden gesicherten Angaben.

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