A3 bei Montabaur nach tödlichem Unfall gesperrt

Symbolbild: Blaulicht auf dem Dach eines Einsatzfahrzeugs
Symbolbild Feuerwehreinsatz

Teilen:

Ein tödlicher Unfall auf der A3 bei Montabaur hat am frühen Donnerstagmorgen zu einer Sperrung in Fahrtrichtung Frankfurt geführt. Nach Angaben der Polizei meldeten mehrere Verkehrsteilnehmer gegen 2.45 Uhr eine Person auf der Autobahn. Trotz unmittelbar eingeleiteter Maßnahmen zur Verkehrssicherung wurde der Mensch anschließend von mehreren Fahrzeugen erfasst und tödlich verletzt. Die Hintergründe waren am Morgen noch ungeklärt.

Anzeige

Unfall ereignete sich in Fahrtrichtung Frankfurt

Der Vorfall ereignete sich nach Angaben der Verkehrsdirektion Koblenz auf der A3 auf Höhe von Montabaur in Fahrtrichtung Frankfurt am Main. Einen noch genaueren Unfallort, etwa einen Autobahnkilometer oder die Lage zwischen zwei bestimmten Anschlussstellen, nannte die Polizei in ihrer ersten Mitteilung nicht.

Damit war zunächst auch nicht amtlich bestätigt, ob sich der Unfall unmittelbar zwischen der Anschlussstelle Montabaur und einer der südlich gelegenen Anschlussstellen ereignete. Für eine genauere Ortsangabe lagen zunächst keine gesicherten Angaben vor.

Mehrere Fahrzeuge erfassten die Person nach derzeitigem Ermittlungsstand. Wie viele Fahrzeuge konkret beteiligt waren und um welche Fahrzeugarten es sich handelte, teilte die Polizei zunächst nicht mit. Auch Alter und Geschlecht des getöteten Menschen wurden nicht veröffentlicht. Weitere Verletzte waren in der ersten Polizeimeldung nicht genannt.

Anzeige

Gutachter soll Unfallhergang rekonstruieren

Warum sich die Person auf der Autobahn befand, war am Donnerstagmorgen offen. Auch zu möglichen vorausgegangenen Ereignissen machte die Polizei zunächst keine Angaben. Die genauen Umstände sind Gegenstand der weiteren Ermittlungen.

Zur Rekonstruktion des Geschehens wurde ein Gutachter beauftragt. Solche Untersuchungen können unter anderem Aufschluss über Fahrspuren, Kollisionspunkte und die Abfolge mehrerer Zusammenstöße geben.

Nicht offiziell bestätigt waren zunächst Angaben darüber, welche einzelnen Rettungsorganisationen neben Polizei und weiteren Einsatzkräften vor Ort waren. Ebenso lagen zunächst keine gesicherten Angaben dazu vor, ob ein Rettungshubschrauber angefordert oder eingesetzt wurde.

A3 Richtung Frankfurt blieb gesperrt

Die Richtungsfahrbahn Frankfurt war am Donnerstagmorgen wegen der Unfallaufnahme weiterhin gesperrt. Die Polizei begründete dies mit den laufenden Untersuchungen und der Rekonstruktion des Unfalls durch den Gutachter.

Eine verbindliche Uhrzeit für die vollständige Freigabe wurde in der ersten Meldung nicht genannt. Auch zur Länge eines möglichen Rückstaus lagen zunächst keine amtlich bestätigten Angaben vor. Autofahrer mussten deshalb im morgendlichen Verkehr mit erheblichen Behinderungen rechnen.

292 Menschen starben 2025 auf deutschen Autobahnen

Unfälle auf Autobahnen machen nur einen Teil der tödlichen Verkehrsunfälle in Deutschland aus. Nach den endgültigen Zahlen des Statistischen Bundesamtes kamen 2025 insgesamt 2.832 Menschen im deutschen Straßenverkehr ums Leben. 292 von ihnen starben bei Unfällen auf Autobahnen. Das entsprach rund zehn Prozent aller Verkehrstoten.

Besonders häufig spielen hohe oder nicht an die Situation angepasste Geschwindigkeiten bei schweren Autobahnunfällen eine Rolle. 2025 kamen nach Angaben des Statistischen Bundesamtes 124 Menschen bei Geschwindigkeitsunfällen auf Autobahnen ums Leben. Das waren 42 Prozent aller dort Getöteten. Auch zu geringer Abstand zählt generell zu den häufig erfassten Fehlverhalten bei Unfällen mit Personenschaden.

Der Unfall bei Montabaur lässt daraus jedoch keine Rückschlüsse auf eine konkrete Ursache zu. Ob Geschwindigkeit, Abstand oder andere Faktoren eine Rolle spielten, war zunächst nicht festgestellt.

Fahrbahn auf Autobahnen nur im Notfall betreten

Eine Autobahnfahrbahn zu betreten, ist wegen der hohen Geschwindigkeiten besonders gefährlich. Kommt es zu einer Panne oder einem Unfall, sollte das Fahrzeug nach Möglichkeit auf dem Standstreifen oder möglichst weit rechts zum Stillstand gebracht und die Warnblinkanlage eingeschaltet werden.

Vor dem Aussteigen sollte eine Warnweste angezogen werden. Mitfahrer verlassen das Fahrzeug möglichst auf der vom Verkehr abgewandten Seite. Anschließend sollten sich die Insassen in sicherem Abstand hinter einer Schutzplanke aufhalten. Der Aufenthalt auf dem Standstreifen oder unmittelbar neben der Fahrbahn sollte möglichst vermieden werden.

Zum Absichern einer Unfall- oder Pannenstelle gehört außerdem das Warndreieck. Auf Autobahnen sollte der Weg zum Aufstellen nach Möglichkeit hinter der Schutzplanke zurückgelegt werden. Der ADAC empfiehlt zudem, Mobiltelefon und notwendige Ausrüstung beim Verlassen des Fahrzeugs mitzunehmen.

Eine Warnweste und ein Warndreieck gehören in Deutschland zur vorgeschriebenen Sicherheitsausstattung von Pkw. Entscheidend ist im Ernstfall jedoch vor allem, die Fahrbahn schnellstmöglich zu verlassen und sich außerhalb des unmittelbaren Verkehrsraums in Sicherheit zu bringen.

Teilen:

Münster Map
Zum Aktivieren tippen
Route anzeigen

Mehr Beiträge:

Texte werden mit Unterstützung von KI-Tools erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Mehr dazu