Zwei Verletzte und stundenlange Sperrung auf der A8 bei Merzig

Symbolbild: Blaulicht auf dem Dach eines Einsatzfahrzeugs
Symbolbild Feuerwehreinsatz

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Der Unfall auf der A8 bei Merzig hat am Sonntagnachmittag zwei Leichtverletzte gefordert. Nach dem bisherigen Ermittlungsstand der Polizei könnte dem Zusammenstoß ein verbotenes Kraftfahrzeugrennen vorausgegangen sein. Mehrere Fahrzeuge wurden beschlagnahmt, zudem wurde ein Gutachter hinzugezogen. Die Autobahn blieb in Fahrtrichtung Zweibrücken bis nach Mitternacht vollständig gesperrt.

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Unfall kurz hinter der Anschlussstelle Merzig

Der Unfall ereignete sich am Sonntag, 13. September 2026, gegen 16 Uhr auf der A8 in Fahrtrichtung Zweibrücken unmittelbar hinter der Anschlussstelle Merzig. Nach Angaben der Polizeiinspektion Saarlouis waren vier Fahrzeuge in das Unfallgeschehen einbezogen. Zwei Autofahrer im Alter von 23 und 63 Jahren erlitten leichte Verletzungen. Ein weiterer 62 Jahre alter Fahrer blieb unverletzt.

Nach dem bisherigen Stand der Ermittlungen soll der 23-Jährige mit einem Mercedes-Benz an einem nicht erlaubten Kraftfahrzeugrennen beteiligt gewesen sein. In einer langgezogenen Rechtskurve habe er die Kontrolle über den Wagen verloren. Anschließend sei der Mercedes mit dem Fahrzeug des 63-Jährigen und einem weiteren Auto zusammengestoßen, das von dem 62-Jährigen gefahren wurde.

Die drei Fahrzeuge schleuderten nach Angaben der Polizei über beide Fahrstreifen und kollidierten schließlich mit der Schutzplanke. Angaben dazu, mit welcher Geschwindigkeit die beteiligten Wagen unterwegs waren, machte die Polizei zunächst nicht. Auch zu einem abschließend geklärten Ablauf unmittelbar vor dem Kontrollverlust lagen zunächst keine Angaben vor. Die Ermittlungen zum genauen Unfallhergang dauern an.

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Lamborghini fährt nach dem Unfall weiter

Nach Darstellung der Polizei sollen neben dem Mercedes zwei weitere Sportwagen mit dem mutmaßlichen Renngeschehen in Verbindung stehen. Ein 22 Jahre alter Mann aus Saarlouis sei mit einem Lamborghini über Trümmerteile gefahren, die nach der Kollision auf der Fahrbahn lagen. Dabei sei ein Reifen des Sportwagens beschädigt worden. Der Fahrer habe seine Fahrt anschließend dennoch fortgesetzt.

Ein Porsche, den ein 20-Jähriger aus Wallerfangen gefahren habe, soll nach dem derzeitigen Ermittlungsstand ebenfalls an dem mutmaßlichen Kraftfahrzeugrennen beteiligt gewesen sein. Dieses Auto blieb laut Polizei unbeschädigt. Damit unterscheidet die Mitteilung zwischen den unmittelbar in das Unfallgeschehen verwickelten Fahrzeugen und einem weiteren Wagen, der nach Einschätzung der Ermittler mit dem vorausgegangenen Geschehen in Verbindung stehen könnte.

Ob und in welcher Form die drei Sportwagen tatsächlich ein verbotenes Rennen gefahren sind, ist Gegenstand des laufenden Verfahrens. Eine rechtskräftige Feststellung liegt nicht vor. Für die betroffenen Fahrer gilt die Unschuldsvermutung.

Polizei beschlagnahmt Fahrzeuge und weitere Beweismittel

Die Polizei stimmte das weitere Vorgehen nach eigenen Angaben mit der Staatsanwaltschaft Saarbrücken ab. Beteiligte Fahrzeuge sowie weitere für das Ermittlungsverfahren relevante Beweismittel wurden beschlagnahmt. Für die Aufnahme und Rekonstruktion des Unfalls wurde außerdem ein Gutachter hinzugezogen.

Welche konkreten Spuren und Daten nun ausgewertet werden und gegen wie viele Personen sich die weiteren Ermittlungen richten, teilten die Behörden zunächst nicht mit. Auch Angaben zu möglichen Geschwindigkeiten oder einem konkreten Beginn und Verlauf des mutmaßlichen Rennens lagen zunächst nicht vor.

Ein Bericht von NonstopNews bezeichnete die beiden anderen kollidierten Fahrzeuge als Peugeot und Kia und berichtete unter anderem über ein größeres Trümmerfeld. Diese weitergehenden Einzelheiten finden sich in der später veröffentlichten amtlichen Polizeimeldung jedoch nicht. Offiziell bestätigt sind bei den mutmaßlich beteiligten Sportwagen die Marken Mercedes-Benz, Lamborghini und Porsche.

A8 mehr als acht Stunden vollständig gesperrt

Die Folgen des Unfalls waren auch für den Verkehr erheblich. Die A8 wurde in Fahrtrichtung Zweibrücken für die Unfallaufnahme und die anschließenden Reinigungsarbeiten vollständig gesperrt. Erst gegen 0.15 Uhr in der Nacht zum Montag waren die Maßnahmen nach Polizeiangaben beendet. Damit dauerte die Sperrung rund acht Stunden. Die Polizei übernahm währenddessen die Verkehrsregelung.

Zur Länge möglicher Staus oder zu konkreten Verzögerungen infolge dieser Sperrung machte die Polizei keine Angaben. Am Montagmorgen war in der amtlichen Mitteilung keine fortdauernde unfallbedingte Sperrung mehr genannt.

Ermittlungen wegen möglichen verbotenen Kraftfahrzeugrennens

Verbotene Kraftfahrzeugrennen sind in Deutschland in Paragraf 315d des Strafgesetzbuchs geregelt. Strafbar macht sich unter anderem, wer als Fahrer an einem nicht erlaubten Kraftfahrzeugrennen teilnimmt. Der Grundtatbestand kann mit einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren geahndet werden. Werden Leib oder Leben anderer Menschen oder bedeutende fremde Sachwerte gefährdet, sieht das Gesetz unter bestimmten Voraussetzungen eine Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren oder eine Geldstrafe vor. Welche rechtliche Einordnung im Fall von Merzig letztlich vorgenommen wird, steht noch nicht fest.

Die Polizei sucht nun insbesondere nach Zeugen, die Beobachtungen zur Fahrweise der beteiligten Fahrzeuge gemacht haben. Auch Verkehrsteilnehmer, die möglicherweise durch deren Fahrweise gefährdet oder geschädigt wurden, sollen sich bei der Polizeiinspektion Saarlouis melden.

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