
Bei einem schweren Verkehrsunfall in Kleve ist am Dienstag ein 59 Jahre alter Radfahrer ums Leben gekommen. Der Mann wurde auf der Bundesstraße 220 im Stadtteil Kellen von einem Lastwagen erfasst und erlitt schwerste Verletzungen. Er starb noch an der Unfallstelle. Die Polizei untersucht den genauen Ablauf der Kollision. Die B220 war wegen der Unfallaufnahme mehrere Stunden gesperrt, ist inzwischen aber wieder für den Verkehr freigegeben.
Der tödliche Verkehrsunfall in Kleve ereignete sich nach Angaben der Kreispolizeibehörde gegen 13:20 Uhr auf der Emmericher Straße, die in diesem Abschnitt zur B220 gehört. Unfallstelle war die Ampelkreuzung mit dem Postdeich im Stadtteil Kellen.
Ein 24 Jahre alter Lastwagenfahrer war mit einer Zugmaschine und Anhänger auf der Emmericher Straße in Richtung Kleve unterwegs. An der Kreuzung wollte er nach rechts in den Postdeich abbiegen. Gleichzeitig fuhr der 59-jährige Radfahrer nach Angaben der Polizei in derselben Richtung und querte die Einmündung zum Postdeich.
Dabei kam es aus bislang ungeklärter Ursache zum Zusammenstoß. Der Radfahrer wurde von dem Lastwagen erfasst und so schwer verletzt, dass er noch an der Unfallstelle starb. Der Mann stammte aus Kleve.
Wie genau es zu der Kollision kam und welche Faktoren dabei eine Rolle spielten, war am Dienstagabend noch nicht abschließend geklärt. Die Polizei machte zunächst keine weitergehenden Angaben etwa zu Ampelschaltungen, Sichtverhältnissen oder dem genauen Bewegungsablauf unmittelbar vor dem Zusammenstoß.
Für die Untersuchung des Unfallhergangs setzte die Kreispolizeibehörde ihr Verkehrsunfallaufnahme-Team ein. Solche spezialisierten Einsatzkräfte dokumentieren schwere Unfallstellen detailliert und sichern Spuren, die später zur Rekonstruktion des Geschehens herangezogen werden können.
Der beteiligte Lastwagen wurde auf Anordnung der Staatsanwaltschaft sichergestellt. Diese Maßnahme bedeutet für sich genommen keine Feststellung zur Verantwortlichkeit für den Unfall. Sie ermöglicht unter anderem weitere technische Untersuchungen des Fahrzeugs im Zuge der Ermittlungen.
Der 24-jährige Fahrer blieb nach Polizeiangaben körperlich unverletzt. Für ihn sowie für Augenzeugen wurden Betreuungskräfte hinzugezogen. Auch Angehörige des verstorbenen Radfahrers wurden von Einsatzkräften der Polizei betreut.
Zu möglichen strafrechtlichen Konsequenzen oder einem konkreten Tatvorwurf gegen den Lkw-Fahrer lagen am Dienstagabend keine Angaben vor. Die genaue Unfallursache blieb zunächst offen.
Bereits um 14 Uhr hatte die Polizei über die umfangreichen Verkehrsmaßnahmen informiert. Die Emmericher Straße war ab dem Klever Ring in Richtung Emmerich gesperrt. Fahrzeuge aus Richtung Emmerich wurden auf Höhe des Postdeichs über die Wilhelmstraße abgeleitet. Autofahrer sollten den Bereich während der Unfallaufnahme nach Möglichkeit umfahren.
In der späteren ausführlichen Unfallmeldung erklärte die Polizei, dass die B220 zwischen Postdeich und Klever Ring für die Dauer der Arbeiten an der Unfallstelle gesperrt blieb. Die Sicherung von Spuren und die Dokumentation eines tödlichen Verkehrsunfalls können mehrere Stunden in Anspruch nehmen.
Am frühen Abend folgte schließlich die Entwarnung für den Verkehr. Nach Angaben der Kreispolizeibehörde wurde die Sperrung kurz nach 18 Uhr aufgehoben. Zu diesem Zeitpunkt waren auch die Maßnahmen unmittelbar an der Unfallstelle beendet.
Damit war die B220 am Dienstagabend wieder befahrbar. Weitere aktuelle Sperrungen im Zusammenhang mit diesem Unfall wurden von der Polizei zunächst nicht mitgeteilt.
Im Mittelpunkt der weiteren Ermittlungen steht nun die Rekonstruktion des Zusammenstoßes an der Kreuzung. Fest steht bislang, dass Lastwagen und Radfahrer in derselben Richtung unterwegs waren und sich die Kollision während des Abbiegevorgangs des Lastwagens ereignete. Warum es dabei zum Zusammenstoß kam, ist noch nicht geklärt.
Die Sicherstellung des Lastwagens und die detaillierte Aufnahme der Unfallstelle liefern den Ermittlern Grundlagen für die weitere Auswertung. Ob weitere Zeugen vernommen werden, technische Untersuchungen zusätzliche Erkenntnisse liefern oder sich der bisher bekannte Ablauf noch verändert, war am Dienstagabend offen.
Der Unfall ereignete sich auf einer Bundesstraße im Stadtgebiet von Kleve nahe der niederländischen Grenze. Für den überregionalen Verkehr hatte vor allem die mehrstündige Sperrung der B220 Auswirkungen. Diese Einschränkung bestand am Abend nicht mehr.
Weitere Erkenntnisse zur Ursache des Zusammenstoßes lagen bis zum Stand vom Dienstagabend nicht vor.
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