Vier Autos kollidieren in Hoogstede, 31-Jährige lebensgefährlich verletzt

Symbolbild: Blaulicht auf dem Dach eines Einsatzfahrzeugs
Symbolbild Feuerwehreinsatz

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Bei einem Auffahrunfall in Hoogstede im Landkreis Grafschaft Bentheim sind am Donnerstagnachmittag, 22. Oktober 2026, drei Menschen verletzt worden. Eine 31-jährige Autofahrerin erlitt lebensgefährliche Verletzungen, eine 56-Jährige wurde schwer und ein 52-Jähriger leicht verletzt. Insgesamt waren vier Autos an dem Unfall auf dem Haftenkamper Diek beteiligt. Nach dem ersten Zusammenstoß geriet ein Wagen in den Gegenverkehr und prallte dort gegen ein weiteres Fahrzeug. Während der Rettungsarbeiten war die Straße vollständig gesperrt.

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Auffahrunfall auf dem Haftenkamper Diek

Der Auffahrunfall in Hoogstede ereignete sich nach Polizeiangaben gegen 16.45 Uhr. Drei Fahrzeuge fuhren auf dem Haftenkamper Diek in Richtung Emlichheim. Als sie wegen der Verkehrssituation abbremsten, kam es innerhalb dieser Fahrzeuggruppe zu einer Kollision. Nach dem bisher bekannten Ablauf fuhr ein 52 Jahre alter Mann mit einem grauen Volkswagen auf den schwarzen Opel einer 31-Jährigen auf.

Die Wucht des Zusammenstoßes schob den Opel gegen einen schwarzen Mercedes, an dessen Steuer ein 54-Jähriger saß. Damit endete die Kollision allerdings nicht. Der Opel wurde anschließend auf die Gegenfahrbahn gedrückt. Dort stieß er mit dem schwarzen Fiat einer 56-jährigen Autofahrerin zusammen, die aus der anderen Richtung kam. Aus dem ursprünglichen Auffahrunfall entwickelte sich somit ein Unfall mit insgesamt vier beteiligten Autos und einer zusätzlichen Kollision mit dem Gegenverkehr.

Zwei Frauen schwer verletzt, eine davon lebensgefährlich

Die schwersten Verletzungen erlitt die 31-jährige Fahrerin des Opel. Ihr Zustand wurde von der Polizei am Freitag als lebensgefährlich beschrieben. Die 56 Jahre alte Fiat-Fahrerin zog sich schwere Verletzungen zu. Der 52-jährige VW-Fahrer wurde leicht verletzt. Der 54-Jährige am Steuer des Mercedes blieb nach den veröffentlichten Angaben unverletzt.

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Damit bestätigte die Polizei insgesamt drei Verletzte. Auch die eingesetzte Feuerwehr gab diese Zahl an. Die Polizeiinspektion Emsland/Grafschaft Bentheim veröffentlichte ihre Mitteilung am Freitagvormittag mit dem ausdrücklichen Hinweis, dass der Verletzungsgrad korrigiert worden sei. Genauere Angaben zu den Verletzungen und zum weiteren Gesundheitszustand der beiden Frauen lagen zunächst nicht vor. Ob sich ihr Zustand seit der Erstversorgung verändert hat, blieb zunächst offen.

Feuerwehr musste eine Autofahrerin aus ihrem Wagen befreien

Die Ortsfeuerwehren Hoogstede und Emlichheim wurden nach eigenen Angaben gegen 17 Uhr alarmiert. Ihr Einsatzort lag auf dem Haftenkamper Diek in Höhe des Hoogsteder Ortsteils Tinnholt. Eine Autofahrerin war in ihrem Wagen eingeklemmt und konnte ihn nicht ohne technische Hilfe verlassen.

Die Feuerwehr setzte schweres Rettungsgerät ein, um sie möglichst schonend zu befreien. Dafür entfernten die Einsatzkräfte auch Teile des Autodaches. Nach der Befreiung übergaben sie die verletzte Frau an den Rettungsdienst. Parallel sicherten Feuerwehrkräfte die Unfallstelle und unterstützten die polizeiliche Aufnahme des Geschehens. Welche Krankenhäuser die Verletzten aufnahmen und wie lange ihre Behandlung dauern könnte, wurde nicht mitgeteilt.

Straße während des Einsatzes vollständig gesperrt

Der Haftenkamper Diek war für die Dauer des Einsatzes vollständig gesperrt. Das bestätigte die Feuerwehr in ihrem Einsatzbericht. Damit war die Straße im betroffenen Bereich vorübergehend in beiden Fahrtrichtungen nicht befahrbar. Eine genaue Uhrzeit für die Aufhebung der Sperrung wurde zunächst nicht genannt. Ebenso lagen keine bestätigten Angaben dazu vor, ob eine ausgeschilderte Umleitung eingerichtet wurde oder wie viele Fahrzeuge von der Sperrung betroffen waren.

Die Polizei schätzte den entstandenen Sachschaden auf einen mittleren fünfstelligen Eurobetrag. Eine genauere Summe gab sie nicht an. Noch ungeklärt war zunächst, weshalb es zu der ersten Kollision kam. Angaben etwa zur Geschwindigkeit der Fahrzeuge oder zu möglichen weiteren Einflussfaktoren machte die Polizei nicht. Eine abschließende Bewertung des Unfallablaufs lag damit nicht vor.

Schwere Verkehrsunfälle bleiben ein Thema in Niedersachsen

Hoogstede liegt im Landkreis Grafschaft Bentheim im Südwesten Niedersachsens nahe der niederländischen Grenze. Zuständig für die polizeiliche Unfallaufnahme ist die Polizeiinspektion Emsland/Grafschaft Bentheim. Ihr Bereich umfasst zwei Landkreise, für die sie regelmäßig die Verkehrsunfallzahlen veröffentlicht.

Nach ihrer Statistik ereigneten sich in diesem Zuständigkeitsbereich im Jahr 2025 insgesamt 8.942 Verkehrsunfälle. Bei 333 schweren Unfällen starben 23 Menschen, weitere 354 wurden schwer verletzt. Diese Werte beziehen sich ausdrücklich auf das gesamte Emsland und die Grafschaft Bentheim, nicht allein auf Hoogstede oder die Straße, auf der sich der aktuelle Unfall ereignete.

Landesweit verzeichnete die Polizei in Niedersachsen 2025 insgesamt 208.720 Verkehrsunfälle. Dabei kamen 372 Menschen ums Leben, nach 347 im Jahr davor. Die Zahl der Schwerverletzten ging im selben Zeitraum um 2,1 Prozent auf 4.857 zurück. Nach Angaben des niedersächsischen Innenministeriums gehörten unter anderem nicht angepasste Geschwindigkeit und zu geringer Abstand zu den maßgeblichen Ursachen schwerer beziehungsweise tödlicher Verkehrsunfälle.

Welche Umstände im konkreten Fall von Hoogstede zu der Abfolge der Zusammenstöße führten, war am Freitag noch nicht abschließend geklärt. Insbesondere zu den Ursachen der ersten Kollision und zum weiteren Gesundheitszustand der lebensgefährlich verletzten 31-Jährigen lagen zunächst keine zusätzlichen gesicherten Angaben vor.

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