Helgoland und Cuxhaven: Stürmischer Samstag mit Fährausfällen

Ein Schild zeigt Warnung
Symbolbild mit KI erstellt

Teilen:

An der Nordsee bleibt es am Samstag, 24. Oktober 2026, windig bis stürmisch. Besonders auf Helgoland und rund um Cuxhaven prägen kräftige Böen und zeitweiliger Regen das Wetter. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) rechnet nach einer vorübergehenden Abschwächung des Windes im Tagesverlauf erneut mit Sturmböen an den Küsten. Schon vor dem Wochenende haben mehrere Reedereien Verbindungen nach Helgoland gestrichen oder Abfahrtszeiten verändert. Auch für die Parkflächen am Fährhafen Cuxhaven gibt es einen Hinweis auf ungewöhnlich hohe Wasserstände.

Anzeige

Sturmtief bestimmt das Wetter am Samstag

Ein Sturmtief zieht nach Angaben des DWD vom Ärmelkanal über die Niederlande zur Deutschen Bucht und verlagert sich am Samstag unter Abschwächung in Richtung Dänemark. In der Nacht zum Samstag erreicht der Wind zunächst einen ersten Höhepunkt. Am Morgen dreht er von Südost auf Südwest bis West, lässt vorübergehend etwas nach und frischt anschließend wieder auf. Besonders am Nachmittag sind an der Nordsee erneut Sturmböen möglich.

Der bundesweite Warnlagebericht des DWD vom Freitag, 23. Oktober, 10:58 Uhr, nennt für Samstag steife bis stürmische Böen mit Geschwindigkeiten bis etwa 70 Kilometern pro Stunde. An der Nordsee werden örtlich Sturmböen bis etwa 85 Kilometer pro Stunde erwartet. Die Werte gelten für die betroffenen Regionen, nicht als exakte Windprognose für jede Straße oder jeden Hafen. Auch auf Norderney und im Bereich von List auf Sylt weist die ortsbezogene DWD-Vorhersage für Samstag Sturmböen aus.

DWD-Warnungen für Helgoland und den Kreis Cuxhaven

Für die Insel Helgoland gilt eine amtliche markante Wetterwarnung vor Sturmböen von Freitag, 23. Oktober, 17 Uhr, bis Samstag, 24. Oktober, 4 Uhr. Der DWD nennt Böen zwischen 55 und 65 Kilometern pro Stunde aus Südost. In Schauernähe und an exponierten Stellen sind nach dem Warntext auch bis zu 75 Kilometer pro Stunde möglich.

Anzeige

Für das Binnenland des Landkreises Cuxhaven besteht ebenfalls eine markante Wetterwarnung vor Sturmböen, gültig von Freitag, 22 Uhr, bis Samstag, 4 Uhr. Für den Küstenbereich des Kreises ist dagegen im selben Zeitraum eine amtliche Wetterwarnung vor Windböen ausgewiesen. Das ist eine niedrigere Warnstufe, auch wenn dort in exponierten Lagen stärkere Böen auftreten können.

Weitere markante Wetterwarnungen vor Sturmböen gelten in dieser Nacht für die Hansestadt Bremen und die Binnenlandbereiche der Landkreise Friesland und Wesermarsch, ebenfalls von Freitag, 22 Uhr, bis Samstag, 4 Uhr. Für die Küstenbereiche von Friesland und Wesermarsch liegen Wetterwarnungen vor Windböen vor, für Wesermarsch von 22 Uhr bis 4 Uhr und für Friesland bereits seit Freitag, 12 Uhr, bis Samstag, 4 Uhr. Stand dieser Warnangaben ist Freitagabend, 23. Oktober. Die für den Samstagnachmittag erwartete erneute Windzunahme reicht über die Gültigkeit der genannten nächtlichen Einzelwarnungen hinaus.

Temperaturen und Regen in Helgoland und Cuxhaven

Für Helgoland erwartet der DWD am Samstag nach etwa 11 Grad am frühen Morgen eine Höchsttemperatur von 14 Grad. Für Cuxhaven nennt die amtliche Stationsvorhersage am Morgen etwa 10 Grad und im Tagesverlauf bis zu 13 Grad. In beiden Orten ist leichter Regen vorhergesagt. Die Vorhersage führt für beide Stationen sowohl in den frühen Stunden als auch im weiteren Tagesverlauf Sturmböen auf, ohne für die Stationen jeweils einen genauen Maximalwert in Kilometern pro Stunde auszuweisen.

Der Sturm auf Helgoland und in Cuxhaven ist Teil einer größeren windigen Wetterlage an Deutschlands Nordwestküste. Während die Temperaturwerte für Ende Oktober vergleichsweise mild ausfallen, bleibt das Zusammenspiel von Windrichtung, Böen und Regen für den Küstenbereich bestimmend. Konkrete Niederschlagsmengen für die beiden Orte enthalten die DWD-Stationsvorhersagen nicht.

Fähren fallen aus, MS „Helgoland“ fährt früher

Die Wetterlage hat bereits konkrete Auswirkungen auf die Verbindungen zwischen Festland und Insel. Die Reederei Cassen Eils sagt die Fahrten ihres Katamarans „Nordlicht“ für Freitag, Samstag und Sonntag ab. Als Ersatz ist für Samstag die MS „Helgoland“ vorgesehen. Deren Fahrplan wurde wegen der Wetterbedingungen deutlich vorgezogen: Die Abfahrt in Cuxhaven ist bereits für 8 Uhr vorgesehen, die Rückfahrt ab Helgoland für 12 Uhr. Die Reederei kündigt an, bestehende Buchungen für den ausgefallenen Katamaran auf die Ersatzverbindung umzubuchen.

Auch die Reederei FRS Helgoline hat die Fahrten des „Halunder Jet“ für Samstag, Sonntag und Montag abgesagt. Damit sind die regulären Fahrten dieses Katamarans auf der Strecke über Hamburg, Brunsbüttel und Cuxhaven nach Helgoland betroffen. Von Cuxhaven zur Insel Neuwerk fallen am Samstag und Sonntag zudem die Fahrten der MS „Flipper“ aus. Für die Verbindung von Büsum nach Helgoland hat Adler & Eils die Fahrten der MS „Funny Girl“ bis einschließlich Sonntag gestrichen.

Zusätzlich weist Cassen Eils für Samstag und Sonntag auf angekündigte sehr hohe Wasserstände in Cuxhaven hin. Teile der Parkflächen am Fährhafen könnten überspült werden. Für längere Aufenthalte auf Helgoland bietet die Reederei deshalb die Hinterlegung von Fahrzeugschlüsseln an, damit Autos bei Bedarf umgesetzt werden können. Eine bereits eingetretene Überflutung wird damit nicht gemeldet.

Am Sonntag droht eine weitere Sturmverschärfung

Mit dem Abzug des ersten Tiefs ist der windige Wetterabschnitt nicht beendet. Laut DWD folgt von Schottland ein weiteres Sturmtief. Schon am Samstagabend soll der Wind über der Nordsee wieder zunehmen und auf südliche Richtungen drehen. In der Nacht zum Sonntag erwartet der DWD an der Nordsee stellenweise schwere Sturmböen um 95 Kilometer pro Stunde. Für Helgoland und Nordfriesland hält er vereinzelt orkanartige Böen um 110 Kilometer pro Stunde für möglich. Auch über der offenen Nordsee besteht nach der regionalen DWD-Prognose dieses Potenzial.

Diese Werte beschreiben die prognostizierte Entwicklung für die folgende Nacht und den Sonntag. Für Samstag selbst bleibt der Schwerpunkt auf Helgoland und in Cuxhaven die wiederholte Windzunahme bei wechselhaftem Wetter, verbunden mit bereits feststehenden Änderungen im Inselverkehr.

Mit MS-Aktuell immer ohne Paywall lesen
Bei Google bevorzugen

Texte werden mit Unterstützung von KI-Tools erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Mehr dazu