Zwei Schwerverletzte nach Verpuffung auf Kirwa in Marktredwitz

Symbolbild: Blaulicht auf dem Dach eines Einsatzfahrzeugs
Symbolbild Feuerwehreinsatz

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Bei einer Verpuffung auf der Kirwa in Marktredwitz sind am Sonntagnachmittag ein 41 Jahre alter Mann und sein zehnjähriger Sohn schwer verletzt worden. Der Zwischenfall ereignete sich an einem Holzkohlegrill in einer Grillhütte im Marktredwitzer Ortsteil Brand. Beide Verletzten mussten nach der Erstversorgung mit Rettungshubschraubern in Kliniken gebracht werden. Das Kirchweihfest wurde anschließend vorzeitig beendet.

Mehrere Notrufe gegen 16.30 Uhr

Nach Angaben des Polizeipräsidiums Oberfranken gingen gegen 16.30 Uhr mehrere Notrufe bei der Integrierten Leitstelle und der Polizei ein. Schauplatz war die Kirwa in der Schloßstraße im Ortsteil Brand im oberfränkischen Marktredwitz, das zum Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge gehört.

In einer Grillhütte war es an einem Holzkohlegrill zu einer Verpuffung gekommen. Der 41-Jährige und sein zehnjähriger Sohn besuchten die Veranstaltung und hielten sich zum Zeitpunkt des Vorfalls unmittelbar vor der Grillhütte auf. Beide erlitten schwere Verletzungen. Weitere Angaben zur Art der Verletzungen oder zum aktuellen Gesundheitszustand machte die Polizei zunächst nicht.

Rettungskräfte und Notärzte versorgten Vater und Sohn zunächst auf dem Festgelände. Anschließend wurden beide mit jeweils einem Rettungshubschrauber in Kliniken gebracht. Damit waren zwei Hubschrauber für den Transport der Schwerverletzten im Einsatz. In welche Krankenhäuser die beiden kamen, wurde nicht mitgeteilt.

Kein offener Brand nach der Verpuffung

Trotz der Verpuffung entwickelte sich nach Polizeiangaben kein offenes Feuer. Das ist für die Einordnung des Geschehens relevant, weil es sich nach den bislang veröffentlichten Angaben nicht um einen fortdauernden Brand der Grillhütte handelte.

Nach dem Zwischenfall wurde die Kirwa im Einvernehmen mit dem Veranstalter beendet. Die Veranstaltung fand an diesem Wochenende im Marktredwitzer Ortsteil Brand statt. Der Sonntag war der letzte Tag des mehrtägigen Kirchweihfestes.

Kirchweihfeste werden in Teilen Frankens und der Oberpfalz regional als Kirwa oder Kerwa bezeichnet. Sie gehören vielerorts zum traditionellen Veranstaltungskalender der Gemeinden und Ortsteile. Der Begriff bezeichnet dabei die örtliche Kirchweih und nicht eine besondere Form des Grillfestes.

Kriminalpolizei Hof untersucht die Ursache

Die Ursache der Verpuffung war am Sonntagabend noch nicht geklärt. Die Kriminalpolizei Hof übernahm die Ermittlungen und war am Einsatzort. Für die weiteren Untersuchungen wurde die Grillhütte sichergestellt.

Damit soll geklärt werden, wie es an dem Holzkohlegrill zu dem plötzlichen Ereignis kommen konnte. Zu möglichen technischen Problemen, verwendeten Anzündmitteln oder anderen konkreten Auslösern lagen zunächst keine gesicherten Angaben vor.

Auch Hinweise auf ein Fehlverhalten einer bestimmten Person veröffentlichte die Polizei nicht. Die genauen Hintergründe blieben zunächst offen.

Brandbeschleuniger als Ursache bislang nicht bestätigt

Bei Grillunfällen können Verpuffungen grundsätzlich unterschiedliche Ursachen haben. Flüssige Brandbeschleuniger können beispielsweise gefährliche Dampf-Luft-Gemische bilden, die sich schlagartig entzünden. Für den Vorfall in Marktredwitz gibt es bislang jedoch keinen bestätigten Hinweis, dass ein solches Mittel verwendet wurde.

Entsprechende allgemeine Sicherheitshinweise dürfen deshalb nicht mit der konkreten Unfallursache gleichgesetzt werden. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei sollen gerade klären, welche Umstände in der Grillhütte tatsächlich zu der Verpuffung führten.

Vater und Sohn waren Besucher der Veranstaltung

Nach dem bisherigen Ermittlungsstand waren Vater und Sohn Besucher der Kirwa. Beide befanden sich vor der Grillhütte, als es zu der Verpuffung kam. Damit ist auch nicht belegt, dass einer der Verletzten den Grill bedient oder das Feuer entzündet hatte. Angaben, die ihnen eine konkrete Handlung am Grill zuschreiben würden, veröffentlichte die Polizei zunächst nicht.

Die Polizei machte am Sonntagabend ebenfalls keine Angaben darüber, ob weitere Menschen unmittelbar gefährdet oder verletzt wurden. Bestätigt waren zwei Schwerverletzte.

Der Einsatz konzentrierte sich nach dem Unfall auf die medizinische Versorgung der beiden Betroffenen und die Sicherung des Bereichs für die kriminalpolizeilichen Untersuchungen.

Ermittlungen dauern an

Mit der Sicherstellung der Grillhütte begann die technische und kriminalpolizeiliche Untersuchung des Unfallortes. Ob dafür unter anderem der Grill selbst, Brennstoffe oder andere Gegenstände untersucht werden, wurde zunächst nicht näher mitgeteilt.

Offiziell bestätigt war am Sonntagabend damit: Gegen 16.30 Uhr kam es auf der Kirwa im Marktredwitzer Ortsteil Brand zu einer Verpuffung an einem Holzkohlegrill. Ein 41-jähriger Vater und sein zehnjähriger Sohn wurden schwer verletzt und mit zwei Rettungshubschraubern in Kliniken gebracht. Ein offener Brand entstand nicht. Das Fest wurde beendet, und die Kriminalpolizei Hof übernahm die Ermittlungen zur bislang ungeklärten Ursache.

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