
Am Montag, 19. Oktober 2026, zeigt das ZDF um 20:15 Uhr den Fernsehfilm „Das verschwundene Kind“ erstmals im Fernsehen. Im Mittelpunkt steht das Verschwinden eines zwölfjährigen Jungen, das die Lebensgemeinschaft zweier befreundeter Familien erschüttert. Julia Koschitz, Mark Waschke, Anna Schudt und Hans Löw übernehmen die Hauptrollen in dem rund 90-minütigen Drama. Der Film basiert auf Motiven eines Romans von Kristina Hauff und ist bereits im Streamingangebot des ZDF verfügbar.
Die Handlung spielt im Wendland, wo sich zwei Familien einen gemeinsamen Lebensentwurf geschaffen haben. Sophie und Thies Buchholz leben mit ihren Freunden Inga Volkmann und Bodo Herzog auf einem Hof inmitten der Elbtalaue. Die Erwachsenen möchten ihre Kinder gemeinsam großziehen, Verantwortung teilen und möglichst naturverbunden leben. Was als enge Freundschaft begonnen hat, ist allerdings längst von Spannungen geprägt.
Besonders der zwölfjährige Aaron Buchholz stellt die Gemeinschaft vor Herausforderungen. Der Sohn von Sophie und Thies hat Schwierigkeiten in der Schule, gerät wiederholt in Konflikte und zieht sich zugleich von seinem Umfeld zurück. Seine Eltern versuchen, mit der Situation umzugehen. Gleichzeitig wachsen die Belastungen im Zusammenleben mit der anderen Familie. Auch deren Kinder Lasse und Jella sind von den Auseinandersetzungen betroffen.
Nach einem Vorfall in der Schule kehrt Aaron eines Tages nicht nach Hause zurück. Die Familien beginnen nach ihm zu suchen und müssen befürchten, dass der Junge im Wasser verunglückt sein könnte. Während die Sorge um Aaron wächst, treten bisher unausgesprochene Konflikte deutlicher hervor. Die Erwachsenen stellen zunehmend infrage, wie viel Vertrauen zwischen ihnen tatsächlich noch besteht.
Der Fernsehfilm verbindet die Suche nach dem vermissten Jungen mit einem Familiendrama. Dabei geht es um die Verantwortung der Erwachsenen, unterschiedliche Vorstellungen von Erziehung und die Frage, wie belastbar ein gemeinschaftliches Lebensmodell unter schwierigen Bedingungen ist. Was mit Aaron geschehen ist, gehört zur weiteren Handlung des Films.
Die Rolle der Sophie Buchholz übernimmt Julia Koschitz. Sie spielt Aarons Mutter, die sich mit der angespannten Situation innerhalb ihrer Familie und schließlich mit dem Verschwinden ihres Sohnes auseinandersetzen muss. Mark Waschke verkörpert ihren Partner Thies Buchholz. Gemeinsam bilden sie eines der beiden Elternpaare der Hofgemeinschaft.
Anna Schudt ist als Inga Volkmann zu sehen, während Hans Löw Bodo Herzog spielt. Die beiden verkörpern die zweite Familie, deren Verhältnis zu Sophie und Thies zunehmend belastet wird. Sammy Schrein übernimmt die Rolle des zwölfjährigen Aaron, um dessen Verschwinden sich die Geschichte entwickelt.
Weitere wichtige Rollen spielen Jona Levin Nicolai als Lasse Herzog und Cäcilia Kirchner als Jella Herzog. Ulrike Johannson verkörpert Edith Volkmann, Oliver Törner spielt Ulrich Volkmann. Petra Hartung ist als Polizistin Klara Kaschube zu sehen. Zum weiteren Ensemble gehören unter anderem Jesse Hansen als Finn Walter, Maju Margrit Sartorius als Susanne Walter sowie Harald Burmeister als Bruno Hertel.
Der Film ist als abgeschlossene Einzelproduktion angelegt. Entsprechend gibt es keine Staffelnummer oder fortlaufende Episodennummer. Auch ein Darstellerwechsel innerhalb einer laufenden Filmreihe steht nicht im Zusammenhang mit der heutigen Ausstrahlung.
Die Geschichte orientiert sich an Motiven des Romans Unter Wasser Nacht von Kristina Hauff. Das Drehbuch schrieb Silke Zertz, die den literarischen Stoff für das Fernsehen bearbeitete. Regie führte Sabine Bernardi. Für die Kameraarbeit war Moritz Schultheiß verantwortlich, den Schnitt übernahm Nicola Undritz. Die Filmmusik stammt von Richard Ruzicka.
Produziert wurde „Das verschwundene Kind“ von der Relevant Film Produktion GmbH im Auftrag des ZDF. Produzentin ist Heike Wiehle-Timm. Die verantwortliche ZDF-Redaktion lag bei Solveig Cornelisen. Während der Herstellung trug der Film zeitweise den Arbeitstitel „Der Blick in die Sonne“.
Die Dreharbeiten fanden vom 23. Mai bis zum 21. Juni 2024 statt. Als Drehregionen dienten das Wendland in Niedersachsen sowie Hamburg und das Hamburger Umland. Zu den konkreten Aufnahmeorten gehörte die Gemeinde Neversdorf in Schleswig-Holstein. Die ländliche Umgebung bildet den Schauplatz für das Zusammenleben der beiden Familien und ihre zunehmenden Auseinandersetzungen.
Noch vor der Fernsehpremiere war die Produktion auf Filmfestivals vertreten. Ihre öffentliche Uraufführung feierte sie am 1. Juli 2025 beim Filmfest München. Außerdem wurde der Fernsehfilm für den Bernd Burgemeister Preis 2025 nominiert und bei den Biberacher Filmfestspielen präsentiert. Der Fernsehstart im Oktober 2026 erfolgt damit deutlich nach der ersten Festivalaufführung.
Das ZDF zeigt „Das verschwundene Kind“ am Montag, 19. Oktober 2026, im Rahmen des Sendeplatzes „Fernsehfilm der Woche“. Die Ausstrahlung beginnt um 20:15 Uhr und endet planmäßig um 21:45 Uhr. Die tatsächliche Filmlaufzeit liegt bei 89 Minuten. Der Fernsehfilm wird mit Untertiteln und Audiodeskription angeboten.
Wer die Fernsehausstrahlung nicht verfolgen kann, hat bereits jetzt eine weitere Möglichkeit. Der Film steht seit Samstag, 10. Oktober 2026, um 10 Uhr im Streamingangebot des ZDF bereit. Nach den veröffentlichten Angaben des Senders bleibt er dort bis zum 9. Oktober 2027 verfügbar. Damit können Zuschauer die Geschichte unabhängig vom festen Sendetermin ansehen.
Mit dem Fernsehfilm setzt das ZDF am Montagabend auf ein Drama, das einen Vermisstenfall als Ausgangspunkt für die Auseinandersetzung mit familiären Beziehungen nutzt. Nicht allein die Suche nach Aaron steht im Mittelpunkt, sondern auch das Zusammenleben der Erwachsenen und Kinder auf dem gemeinsamen Hof. Die Frage, ob die langjährige Freundschaft der beiden Familien den Belastungen standhält, prägt die Geschichte ebenso wie die Ungewissheit über das Schicksal des Jungen.
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