Visite am 3. November 2026: Neue Herztherapie und Schutz vor Stürzen im NDR

Lecker aufs Land heute im SWR: Folge 104 aus dem Landkreis Rottweil
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Das NDR-Gesundheitsmagazin Visite beschäftigt sich am Dienstag, 3. November 2026, mit der Behandlung von Vorhofflimmern und Möglichkeiten zur Vorbeugung von Stürzen. Im Mittelpunkt steht ein Katheterverfahren, bei dem elektrische Impulse krankhafte elektrische Erregungswege im Herzen unterbrechen sollen. Die Sendung beginnt um 20:15 Uhr im NDR Fernsehen und dauert bis 21:15 Uhr. Moderiert wird die Ausgabe von Vera Cordes.

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Visite heute im NDR: Vorhofflimmern als Schwerpunkt

Die Visite am 3. November 2026 widmet sich einer Erkrankung, die in Deutschland Millionen Menschen betrifft. Nach Angaben des NDR leben hierzulande etwa 1,8 Millionen Menschen mit Vorhofflimmern. Damit gehört die Erkrankung zu den häufigsten behandlungsbedürftigen Herzrhythmusstörungen.

Vorhofflimmern entsteht durch ungeordnete elektrische Aktivitäten in den Herzvorhöfen. Das Herz schlägt dadurch häufig unregelmäßig und teilweise deutlich schneller als gewöhnlich. Typische Beschwerden sind Herzrasen, Schwindel, verminderte Belastbarkeit und Atemnot. Manche Betroffene bemerken dagegen zunächst keine Symptome.

Die Erkrankung kann zunächst in einzelnen Anfällen auftreten. Bei anderen Menschen hält die Rhythmusstörung länger an oder entwickelt sich zu einem dauerhaften Problem.

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Neben den unmittelbaren Beschwerden ist insbesondere das erhöhte Schlaganfallrisiko von Bedeutung. Vorhofflimmern kann die Bildung von Blutgerinnseln im Herzen begünstigen. Gelangen diese über den Blutkreislauf ins Gehirn, können sie dort ein Blutgefäß verschließen.

Die Behandlung richtet sich deshalb nicht ausschließlich darauf, einen regelmäßigen Herzschlag wiederherzustellen. Ebenso wichtig sind die individuelle Einschätzung des Schlaganfallrisikos und gegebenenfalls eine medikamentöse Gerinnungshemmung.

Pulsed-Field-Ablation nutzt elektrische Impulse gegen Herzrhythmusstörungen

Im Zentrum der Fernsehsendung steht die sogenannte Pulsed-Field-Ablation, kurz PFA. Das Verfahren gehört zu den neueren Entwicklungen bei der Katheterbehandlung von Vorhofflimmern.

Bei einer herkömmlichen Katheterablation werden bestimmte Bereiche des Herzgewebes durch Wärme oder Kälte behandelt. Ziel ist es, elektrische Störsignale zu unterbrechen, die das Vorhofflimmern auslösen oder aufrechterhalten können.

Die Pulsed-Field-Ablation arbeitet dagegen mit kurzen elektrischen Impulsen. Diese verändern die Zellmembranen im behandelten Gewebe und können die betreffenden Herzmuskelzellen dauerhaft schädigen. Dadurch lassen sich elektrische Erregungswege gezielt unterbrechen.

Ein wesentlicher Vorteil des Verfahrens liegt in der unterschiedlichen Empfindlichkeit verschiedener Gewebearten gegenüber den elektrischen Impulsen. Dadurch sollen umliegende Strukturen möglichst geschont werden.

Allerdings ist auch diese Behandlung nicht frei von Risiken. Zu den möglichen Komplikationen von Kathetereingriffen am Herzen zählen unter anderem Gefäßverletzungen, Blutungen und seltene schwerwiegende Ereignisse.

Studien vergleichen neue Ablation mit bisherigen Verfahren

Die wissenschaftliche Bewertung der Pulsed-Field-Ablation hat in den vergangenen Jahren Fortschritte gemacht.

In der international veröffentlichten ADVENT-Studie wurde die neue Methode mit etablierten Verfahren verglichen, die Wärme oder Kälte einsetzen. Untersucht wurden insgesamt 607 Patienten mit anfallsartigem Vorhofflimmern, bei denen eine medikamentöse Behandlung nicht ausreichend erfolgreich gewesen war.

Nach einem Jahr lag die geschätzte Erfolgswahrscheinlichkeit beim primären kombinierten Studienendpunkt in der Gruppe mit Pulsed-Field-Ablation bei 73,3 Prozent. Bei der herkömmlichen Ablation lag sie bei 71,3 Prozent.

Damit konnte die Studie zeigen, dass die neue Methode hinsichtlich des untersuchten Behandlungserfolgs nicht unterlegen war. Eine generelle Überlegenheit gegenüber etablierten Verfahren wurde durch diese Ergebnisse jedoch nicht nachgewiesen.

Auch bei den untersuchten schwerwiegenden behandlungsbedingten Komplikationen wurde die Nichtunterlegenheit bestätigt.

Welche Methode im Einzelfall geeignet ist, hängt unter anderem von der Art des Vorhofflimmerns, bestehenden Erkrankungen und der bisherigen Behandlung ab.

Bei länger bestehendem Vorhofflimmern kommen weitere Eingriffe infrage

Die NDR-Ausgabe beschäftigt sich außerdem mit der Frage, welche Möglichkeiten bestehen, wenn Vorhofflimmern über längere Zeit anhält.

Bei bestimmten Patienten können neben klassischen Kathetereingriffen auch kombinierte Behandlungsverfahren infrage kommen.

Dabei werden elektrische Störsignale teilweise zusätzlich von der Außenseite des Herzens behandelt. Solche Verfahren verbinden minimalinvasive chirurgische Techniken mit einer Katheterablation.

Die europäischen Leitlinien zur Behandlung von Vorhofflimmern sehen entsprechende endoskopische oder kombinierte Verfahren insbesondere für ausgewählte Patienten vor, etwa wenn eine vorherige Katheterablation nicht erfolgreich war oder ein anhaltendes Vorhofflimmern trotz medikamentöser Behandlung besteht.

Ein Eingriff bedeutet jedoch nicht automatisch, dass die Erkrankung dauerhaft verschwindet. Auch nach einer erfolgreichen Ablation kann Vorhofflimmern erneut auftreten.

Zudem richtet sich die langfristige Einnahme gerinnungshemmender Medikamente nach dem individuellen Schlaganfallrisiko. Ein wiederhergestellter regelmäßiger Herzrhythmus allein ist kein ausreichender Grund, diese Medikamente abzusetzen.

Sturzprophylaxe als weiteres Gesundheitsthema

Neben der Herzmedizin greift das NDR-Gesundheitsmagazin am Dienstag auch die Vorbeugung von Stürzen auf. Dabei geht es um Möglichkeiten, das persönliche Sturzrisiko zu verringern.

Das Thema betrifft insbesondere ältere Menschen. Mit zunehmendem Alter können Veränderungen des Gleichgewichts, nachlassende Muskelkraft und bestimmte Erkrankungen dazu beitragen, dass Menschen häufiger stürzen.

Auch Medikamente können eine Rolle spielen. Dazu gehören beispielsweise bestimmte Schlafmittel, Beruhigungsmittel und blutdrucksenkende Arzneimittel.

Nach Informationen des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen können gezielte Bewegungsprogramme dabei helfen, Stürze zu verhindern.

Besonders relevant sind Übungen zur Verbesserung von Muskelkraft, Gleichgewicht und sicherem Gehen. Auch die Beseitigung von Stolperfallen in der Wohnung gehört zu den möglichen Vorbeugungsmaßnahmen.

Welche Maßnahmen geeignet sind, richtet sich nach den individuellen körperlichen Voraussetzungen. Medikamente sollten wegen eines möglichen Sturzrisikos nicht eigenständig abgesetzt werden.

Visite am 3. November 2026 mit Vera Cordes

Die Ausgabe des Gesundheitsmagazins wird am Dienstag, 3. November 2026, um 20:15 Uhr im NDR Fernsehen ausgestrahlt.

Die vorgesehene Sendedauer liegt bei 60 Minuten. Um 21:15 Uhr folgt das Reportageformat Panorama – Die Reporter.

In der NDR-Programmankündigung ist Vera Cordes als Moderatorin aufgeführt. Die Ausgabe ist in externen Episodenübersichten als Folge 33 des Jahres 2026 beziehungsweise als laufende Folge 1454 verzeichnet.

Für Freitag, 6. November 2026, hat der NDR zwei weitere Ausstrahlungen vorgesehen. Die erste beginnt um 1:05 Uhr, die zweite um 6:20 Uhr. Beide Sendetermine sind jeweils mit einer Stunde angesetzt.

Die Sendung gehört zum regelmäßigen Gesundheitsangebot des öffentlich-rechtlichen Fernsehens und verbindet Informationen über Erkrankungen mit Erläuterungen zu medizinischen Verfahren und Möglichkeiten der Prävention.

Gerade bei der Behandlung von Vorhofflimmern wird dabei deutlich, dass moderne Technik zwar zusätzliche Therapieoptionen eröffnet, die Entscheidung für einen Eingriff jedoch immer von der individuellen medizinischen Situation abhängt.

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