Waldbrand bei Illingen: Feuer auf sechs Hektar unter Kontrolle

Symbolbild: Blaulicht auf dem Dach eines Einsatzfahrzeugs
Symbolbild Feuerwehreinsatz

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Der Waldbrand bei Hüttigweiler in der saarländischen Gemeinde Illingen hat am Sonntag einen Großeinsatz ausgelöst. Nach Angaben des saarländischen Innenministeriums waren nach Vermessungen mit einer Drohne rund sechs Hektar Wald betroffen. Rund 400 Einsatzkräfte waren zeitweise mit der Brandbekämpfung beschäftigt. Am Abend meldete die Feuerwehr das Feuer unter Kontrolle.

Feuer breitet sich auf rund sechs Hektar aus

Der Brand war am Sonntagmittag in dem Waldgebiet zwischen den Illinger Ortsteilen Wustweiler, Hirzweiler und Hüttigweiler ausgebrochen. Die Feuerwehr bezifferte die betroffene Fläche zunächst auf rund 3,5 Hektar. Im Laufe des Nachmittags wuchs sie nach ihren Angaben auf etwa 5,7 Hektar. Das Innenministerium gab später auf Grundlage einer Drohnenvermessung eine Fläche von rund sechs Hektar an.

Die Löscharbeiten waren nach Angaben des Innenministeriums vor allem wegen des schwierigen Geländes und der aufwendigen Versorgung mit Löschwasser anspruchsvoll. Die Feuerwehr musste sich in Teilen des Waldgebiets Zugang schaffen. Am Abend teilte sie mit, dass sich der Brand nicht mehr unkontrolliert ausbreite und unter Kontrolle sei. Die Arbeiten an der Einsatzstelle dauerten weiter an.

Rund 400 Einsatzkräfte und Spezialzüge vor Ort

Nach Angaben des Innenministeriums waren rund 400 Einsatzkräfte beteiligt. Am Abend wurde aus dem Einsatz heraus von mehr als 400 Kräften berichtet. Neben der Feuerwehr waren Polizei, Rettungsdienst, Technisches Hilfswerk, Katastrophenschutz und Deutsches Rotes Kreuz eingebunden. Auch SaarForst unterstützte die Arbeiten im Wald.

Die Feuerwehr hatte mehrere Löschbezirke sowie die Fachzüge Wasserförderung und Waldbrandbekämpfung des Landkreises Neunkirchen eingesetzt. Weitere Einheiten aus mehreren Landkreisen wurden zur Verstärkung hinzugezogen. Eine abschließende Zahl oder vollständige amtliche Aufstellung aller beteiligten Feuerwehren wurde zunächst nicht veröffentlicht. Im Landkreis Neunkirchen bestehen neben den kommunalen Feuerwehren unter anderem spezielle Strukturen für Waldbrandbekämpfung und Wasserförderung.

Löschhubschrauber unterstützt Feuerwehr aus der Luft

Das saarländische Innenministerium bestätigte Unterstützung aus der Luft durch einen Löschhubschrauber. Die Feuerwehr hatte zuvor einen Löschhubschrauber aus Hessen zur Verstärkung angefordert. Damit sollte insbesondere die Brandbekämpfung in Bereichen unterstützt werden, die für Einsatzfahrzeuge nur schwer erreichbar waren.

Ein Einsatz von Löschflugzeugen war in den amtlich bestätigten Angaben zum Brand bei Hüttigweiler zunächst nicht genannt. Auch über den Einsatz weiterer Luftfahrzeuge lagen zunächst keine ausreichend konkreten amtlichen Angaben vor.

Keine Evakuierung der angrenzenden Ortsteile

Eine Räumung von Wustweiler, Hirzweiler oder Hüttigweiler war nach Angaben der Feuerwehr nicht erforderlich. Die angrenzenden Ortschaften seien am Abend nicht durch das Feuer gefährdet gewesen. Zeitweise bewegte sich der Brand allerdings in Richtung eines nahe gelegenen Hofes. Dort wurden nach Angaben der Feuerwehr vorsorglich mehrere Pferde in Sicherheit gebracht. Einsatzkräfte sicherten das Gelände gegen ein Übergreifen der Flammen.

Nach Angaben der Feuerwehr wurde bei dem Einsatz eine Einsatzkraft verletzt und zur weiteren Versorgung in ein Krankenhaus gebracht. Zu Art und Schwere der Verletzung lagen zunächst keine amtlichen Angaben vor. Weitere Verletzte wurden von den zuständigen Stellen zunächst nicht gemeldet.

Feuerwehr warnt Anwohner wegen starken Rauchs

Die Feuerwehr forderte die Bevölkerung auf, das Waldgebiet zu meiden und die Zufahrten für Einsatzfahrzeuge freizuhalten. Der betroffene Wald wurde gesperrt. Wegen der starken Rauchentwicklung sollten Anwohner rund um Illingen Fenster und Türen geschlossen halten. Über dem Einsatzgebiet galt zudem ein Verbot für Drohnen, damit die Luftunterstützung nicht gefährdet wurde.

Eine speziell diesem Waldbrand zugeordnete Auslösung von Cell Broadcast war zunächst nicht amtlich bestätigt. Auch eine ausdrücklich dem Feuer bei Hüttigweiler zugeordnete NINA Warnmeldung war zunächst nicht veröffentlicht. Bereits am Vortag hatte es allerdings eine saarlandweite Bevölkerungsschutzwarnung wegen Rauch aus einem Brandereignis in Belgien gegeben. Diese Meldung gehörte nicht zum Waldbrand bei Illingen.

Waldgebiet gesperrt, Zufahrten müssen frei bleiben

Die Feuerwehr sperrte das betroffene Waldgebiet und appellierte an die Bevölkerung, die Zufahrtswege nicht zu blockieren. Eine namentlich bezeichnete Vollsperrung einer öffentlichen Straße im Zusammenhang mit dem Waldbrand wurde in den amtlichen Einsatzangaben zunächst nicht genannt.

Die Sperrmaßnahmen dienten insbesondere dazu, den zahlreichen nachrückenden Einsatzfahrzeugen den Zugang zum schwer erreichbaren Brandgebiet zu ermöglichen. Die Bevölkerung sollte den gesamten Bereich zwischen den betroffenen Illinger Ortsteilen meiden.

Im Saarland herrscht hohe Waldbrandgefahr

Die Feuerwehren im Saarland warnten in diesen Tagen vor einer hohen Waldbrandgefahr. Unter anderem gab die Feuerwehr Nalbach unter Bezug auf den Waldbrandgefahrenindex des Deutschen Wetterdienstes für das Saarland Stufe 4 von 5 an. Stufe 4 steht für eine hohe witterungsbedingte Waldbrandgefahr.

Der Deutsche Wetterdienst berechnet den Waldbrandgefahrenindex täglich während der Waldbrandsaison. Die Skala reicht von 1 für eine sehr geringe bis 5 für eine sehr hohe Gefahr. Der Index beschreibt das meteorologische Potenzial für Waldbrände. Die tatsächliche örtliche Gefährdung kann nach Angaben des DWD davon abweichen.

Mehrere Waldbrände beschäftigen Einsatzkräfte in der Region

Der Einsatz bei Illingen ist nicht der einzige größere Vegetationsbrand im Saarland in diesen Tagen. Erst wenige Tage zuvor hatte ein Waldbrand bei Ottweiler im selben Landkreis einen umfangreichen Feuerwehreinsatz ausgelöst. Weitere Wald und Flächenbrände wurden unter anderem aus anderen Teilen des Saarlands gemeldet.

Auch überregional ist die Lage angespannt. Im Hürtgenwald in der Eifel meldeten die Behörden am Sonntag Fortschritte und schließlich, dass der große Waldbrand dort unter Kontrolle sei. Gleichzeitig kämpften Einsatzkräfte im grenznahen belgischen Hohen Venn gegen einen großflächigen Waldbrand. Die belgischen Behörden forderten dafür am Sonntag auch Unterstützung aus Deutschland an. Zusätzlich hatte der Bevölkerungsschutz im Saarland bereits am Samstag wegen Rauch aus Belgien zum Schließen von Fenstern und Türen geraten.

Zur Ursache des Waldbrands bei Hüttigweiler lagen am Sonntagabend zunächst keine amtlichen Angaben vor.

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