
Die Weihnachtsbaumsaison 2026 wird für Verbraucher voraussichtlich teurer. Besonders bei der beliebten Nordmanntanne erwarten die Erzeuger einen Preisanstieg. Nach Angaben der Branchenverbände sollen Weihnachtsbäume 2026 je nach Baumart zwischen 14 und 33 Euro pro laufendem Meter kosten. Verantwortlich sind höhere Produktionskosten, steigende Ausgaben für Personal und Transporte sowie ein rückläufiges Angebot.
Die Preisprognose für Nordmanntannen liegt in diesem Jahr bei 25 bis 33 Euro pro Meter. Im vergangenen Jahr bewegte sich die Spanne noch zwischen 23 und 30 Euro. Damit steigen sowohl die unteren als auch die oberen Richtwerte um mehrere Euro. Die Nordmanntanne ist nach Angaben des Bundesverbands der Weihnachtsbaumerzeuger mit einem Marktanteil von knapp 80 Prozent die beliebteste Weihnachtsbaumart in Deutschland.
Günstiger sollen andere Nadelbäume bleiben. Für Blaufichten rechnen die Verbände mit Preisen zwischen 17 und 22 Euro pro Meter. Rotfichten werden voraussichtlich 14 bis 19 Euro pro Meter kosten. Die tatsächlichen Verkaufspreise hängen allerdings von der Region, der Größe, der Qualität und der Verkaufsstelle ab. Es handelt sich um Erwartungen der Erzeuger und nicht um verbindliche Endpreise.
Für die erwarteten Preissteigerungen nennt der Bundesverband der Weihnachtsbaumerzeuger mehrere Ursachen. Betriebe müssen unter anderem mehr Geld für Maschinen, Energie, Pflanzenschutz und weitere Betriebsmittel aufbringen. Hinzu kommen höhere Lohnkosten und steigende Ausgaben für den Transport der Bäume.
Die Produktion ist besonders arbeitsintensiv. Zahlreiche Tätigkeiten, darunter der Formschnitt und die Pflege der Kulturen, werden weiterhin von Hand erledigt. Gleichzeitig müssen Erzeuger zusätzliche organisatorische und gesetzliche Anforderungen berücksichtigen.
Auch das Angebot entwickelt sich rückläufig. Nach Angaben der Verbände verkleinern einige Betriebe ihre Anbauflächen, während andere die Weihnachtsbaumproduktion vollständig einstellen. Gründe sind neben steigenden Kosten auch fehlende Betriebsnachfolger und wirtschaftlich attraktivere Nutzungsmöglichkeiten für landwirtschaftliche Flächen.
Auch das Wetter beeinflusst die Weihnachtsbaumproduktion. Der trockene Sommer 2026 hat regional unterschiedliche Schäden verursacht. Besonders in Süddeutschland litten junge Anpflanzungen unter der Trockenheit. Nach Angaben des Christbaumverbands Baden-Württemberg kam es teilweise zu vollständigen Ausfällen bei neu gepflanzten Bäumen.
Für das diesjährige Weihnachtsgeschäft sind diese Schäden allerdings nur begrenzt relevant. Die Folgen könnten sich vor allem in acht bis neun Jahren bemerkbar machen, wenn die betroffenen Jahrgänge eigentlich verkauft werden sollten.
Weihnachtsbäume benötigen mehrere Jahre, bis sie die übliche Verkaufsgröße erreichen. Nordmanntannen sind nach Angaben des Verbands natürlicher Weihnachtsbaum nach etwa acht bis zwölf Jahren verkaufsfertig. Wetterbedingte Ausfälle können deshalb langfristige Auswirkungen auf das Angebot haben.
In Deutschland werden nach Angaben des Verbands natürlicher Weihnachtsbaum jährlich rund 16 Millionen natürliche Weihnachtsbäume verkauft. Etwa 80 Prozent der hierzulande aufgestellten Bäume stammen aus deutscher Produktion. Zu den wichtigsten Importen gehören Nordmanntannen aus Dänemark.
Trotz der rückläufigen heimischen Produktion rechnen die Branchenverbände für Weihnachten 2026 nicht mit grundsätzlichen Versorgungsengpässen. Verbraucher sollen weiterhin zwischen unterschiedlichen Größen, Baumarten und Qualitätsstufen wählen können.
Allerdings verändert sich das Kaufverhalten. Nach Beobachtungen des Verbands greifen Verbraucher zunehmend zu kleineren Bäumen zwischen 1,50 und zwei Metern. Daneben werden Weihnachtsbäume teilweise früher gekauft. Auch zusätzliche Bäume für Gärten und Terrassen spielen eine Rolle.
Die Haupternte der Weihnachtsbäume beginnt nach Angaben des Verbands natürlicher Weihnachtsbaum üblicherweise Mitte November. Einzelne größere Bäume werden bereits vorher gefällt, beispielsweise für die Weihnachtsdekoration von Städten und Gemeinden.
Für Verbraucher stehen damit die ersten Verkaufstermine in den kommenden Wochen bevor. Wie stark die Preise an einzelnen Verkaufsständen tatsächlich steigen, hängt von den jeweiligen Anbietern und den angebotenen Bäumen ab.
Fest steht bereits, dass die Weihnachtsbaumerzeuger für die Saison 2026 mit höheren durchschnittlichen Verkaufspreisen rechnen. Trotz der angespannten Kostenlage erwarten die Verbände weiterhin ein ausreichendes Angebot für das Weihnachtsgeschäft.
Texte werden mit Unterstützung von KI-Tools erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Mehr dazu