
Am Offenbacher Kreuz in Hessen wird die A3 in Fahrtrichtung Köln am Samstagabend, 24. Oktober 2026, vollständig gesperrt. Ab 20 Uhr können Fahrzeuge den betroffenen Abschnitt für voraussichtlich 24 Stunden nicht durchfahren. Die Freigabe ist für Sonntag, 25. Oktober, gegen 20 Uhr geplant. Für den Verkehr bestehen ausgeschilderte Umleitungen über andere Autobahnen. Schon am darauffolgenden Wochenende sind erneut Bauarbeiten mit einer Vollsperrung vorgesehen.
Die A3-Sperrung am Offenbacher Kreuz umfasst nach Angaben der Deutschen Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH, kurz DEGES, die Richtungsfahrbahn Köln, die zugehörige Parallelfahrbahn und die nördlichen Schleifenrampen des Autobahnkreuzes. Die Verbindungen liegen am Kreuzungspunkt der A3 mit der A661 südöstlich von Offenbach. Die Gegenrichtung Würzburg ist von dieser konkret angekündigten Wochenendsperrung nicht betroffen.
In den veröffentlichten Autobahn-Verkehrsdaten ist die Sperrstelle auf der A3 zwischen 1,2 Kilometern hinter Hainbach und 5,4 Kilometern vor der Anschlussstelle Frankfurt am Main-Süd verzeichnet. Der Bauabschnitt liegt damit auf der aus Richtung Würzburg kommenden Fahrbahn Richtung Frankfurt und Köln. Eine konkrete Gesamtlänge der gesperrten Fahrbahn wird dabei nicht angegeben.
Der Verkehr wird am Offenbacher Kreuz über die A661 in Richtung Bad Homburg geführt. Am Bad Homburger Kreuz geht es auf die A5 weiter bis zum Frankfurter Kreuz. Dort gelangen Fahrzeuge wieder auf die A3 in Fahrtrichtung Köln. Diese Streckenführung ist von der DEGES ausdrücklich als Umleitung vorgesehen. Elektronische Hinweistafeln entlang der Strecke sollen den Verkehr entsprechend leiten.
Für eine frühere Umfahrung nennt die DEGES außerdem das Seligenstädter Dreieck. Bereits dort können Fahrzeuge auf die A45 in nördlicher Richtung ausweichen. Damit gibt es sowohl eine großräumige Möglichkeit vor dem gesperrten Autobahnkreuz als auch eine Verkehrsführung direkt ab dem Offenbacher Kreuz.
Nicht sämtliche Verbindungen am Offenbacher Kreuz werden unterbrochen. Von der A3 in Fahrtrichtung Köln bleibt die Ausfahrt über den Geißfeldkreisel nach Frankfurt, Offenbach und Neu-Isenburg geöffnet. Auch der Wechsel von der A3 Richtung Köln auf die A661 in Fahrtrichtung Oberursel ist weiterhin möglich. Ebenso kann der Verkehr von der A661 aus Richtung Egelsbach auf die A3 in Richtung Köln wechseln.
Die A661 selbst soll während der beiden angekündigten Sperrwochenenden durchgehend befahrbar bleiben. Die Einschränkung konzentriert sich auf die bezeichneten Fahrbahnen und Rampen der A3. Für die Orientierung vor Ort verweist die DEGES auf die vorhandenen LED-Anzeigen, mit denen die Umleitungen ausgewiesen werden.
Der Grund für die erste Sperrung sind Arbeiten am Ersatzneubau des Hauptkreuzungsbauwerks. Am Wochenende vom 24. auf den 25. Oktober werden nördliche Brückenlängsträger eingehoben. Nach Angaben des Hessischen Rundfunks wurden die Bauteile zuvor montiert. Sie sollen mit Schwerlastkränen an ihre Einbauposition transportiert und dort angehoben werden.
Die Arbeiten gehören zur schrittweisen Erneuerung der Brücken, über die der Verkehr der A661 das Autobahnkreuz passiert. Das bestehende Hauptkreuzungsbauwerk hat nach Angaben der DEGES seine Restnutzungsdauer erreicht. Deshalb begann im Sommer 2025 der vorgezogene Ersatzneubau, während die Planung für den umfassenderen Umbau des gesamten Autobahnkreuzes weiterläuft.
Die zweite angekündigte Sperrung beginnt am Samstag, 31. Oktober 2026, um 20 Uhr und dauert voraussichtlich bis Sonntag, 1. November, um 11 Uhr. Betroffen sind erneut die Richtungsfahrbahn Köln, die Parallelfahrbahn und die nördlichen Schleifenrampen am Offenbacher Kreuz. Bei diesem Bauabschnitt sollen Schalungen angebracht werden, die für die weiteren Brückenarbeiten benötigt werden.
Damit ist die Sperrphase am letzten Oktoberwochenende nicht abgeschlossen. Die DEGES kündigt zudem für November weitere Arbeiten an den Brücken an. Dann sollen voraussichtlich auch die Fahrtrichtung Würzburg sowie erneut die Fahrtrichtung Köln zeitweise gesperrt werden. Genaue Termine und Uhrzeiten für diese zusätzlichen Eingriffe sind noch nicht benannt.
Die neue Sperrung ist Teil eines länger laufenden Bauprojekts. Bereits im März 2026 hatte die DEGES den Abbruch der ersten beiden Teilbauwerke abgeschlossen. Dabei wurden zwei Brücken beseitigt, die zuvor den Verkehr der A661 nach Norden aufgenommen hatten. Die Bauwerke waren rund 70 Meter lang und 12 beziehungsweise 25 Meter breit. Insgesamt wurden bei dem Abbruch mehr als 4.000 Tonnen Material abgetragen und abtransportiert.
Für diese Abbrucharbeiten musste die A3 bereits an zwei Wochenenden gesperrt werden. Während der weiteren Bauphasen wird der Verkehr der A661 über vorhandene westliche Teilbauwerke und eine Behelfsbrücke geführt. Bis Mitte 2027 sollen neue Teilbauwerke nach der bisherigen Planung so weit vorangeschritten sein, dass Verkehr auf sie verlegt werden kann.
Die Bedeutung der Baustelle reicht über Offenbach hinaus: Nach Angaben der DEGES passieren rund 160.000 Fahrzeuge täglich das Autobahnkreuz. Für das Jahr 2030 prognostiziert die Projektgesellschaft auf der A3 eine Belastung von 181.000 Fahrzeugen pro Tag, auf der A661 von 117.000. Die langfristige Planung sieht veränderte Rampenführungen vor, um die Verkehrsströme besser zu ordnen. Das zentrale Hauptkreuzungsbauwerk soll nach bisherigem Zeitplan 2029 vollständig erneuert sein.
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