Bombe fährt bei Kartoffelernte bis auf das Förderband

Ein Schild zeigt Warnung
Symbolbild mit KI erstellt

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Eine Weltkriegsbombe in Ankum im Landkreis Osnabrück ist bei der Kartoffelernte offenbar unbemerkt aufgenommen und bis zu einem landwirtschaftlichen Betrieb transportiert worden. Dort fiel der etwa 40 Zentimeter lange Sprengkörper zwischen den Kartoffeln auf einem Förderband auf. Beschäftigte verständigten den Notruf. Der Kampfmittelräumdienst rückte an und sprengte die Bombe später kontrolliert. Für den Einsatz wurde ein Sicherheitsbereich eingerichtet, außerdem mussten einige Bewohner ihre Häuser vorübergehend verlassen.

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Der Vorfall ereignete sich bereits am Mittwoch, 26. August 2026.

Sprengkörper gelangt mit Kartoffeln in den Betrieb

Nach dem bislang bestätigten Ablauf wurde die Bombe während der Kartoffelernte von einer Erntemaschine aufgenommen. Zusammen mit der Ernte gelangte der Gegenstand anschließend zu einem landwirtschaftlichen Betrieb in Ankum. Dort wurde der rostige Metallkörper schließlich zwischen den Kartoffeln auf einem Förderband entdeckt.

Dass der Sprengkörper zuvor auch eine Sortier- und Waschanlage durchlaufen hatte, geht auf Angaben des eingesetzten Sprengmeisters zurück. Die Polizei bestätigte den grundsätzlichen Ablauf des Einsatzes. Beschäftigte stellten nach der Entdeckung die Arbeiten ein und alarmierten die Einsatzkräfte.

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Bei dem Fund handelte es sich nach den vorliegenden Angaben um eine rund 40 Zentimeter große Splitterbombe aus dem Zweiten Weltkrieg. Eine weitergehende technische Beschreibung des Sprengkörpers oder Angaben zum genauen Herstellungsjahr lagen zunächst nicht vor. Auch die Herkunft des Kampfmittels ist nicht durch eine eigenständige behördliche Veröffentlichung näher dokumentiert worden.

Kampfmittelräumdienst richtet Sicherheitsbereich ein

Nach der Alarmierung übernahm der Kampfmittelräumdienst den weiteren Umgang mit der Bombe. Für die Maßnahmen wurde nach Angaben der Polizei ein Sicherheitsradius von 300 Metern eingerichtet. Eine Straße wurde vorübergehend gesperrt. Häuser innerhalb des betroffenen Bereichs mussten geräumt werden. Nach Polizeiangaben waren davon nur wenige Menschen betroffen.

Die Einsatzkräfte brachten den Sprengkörper anschließend auf ein nahegelegenes Feld. Dort wurde die Bombe kontrolliert gesprengt. Hinweise auf Verletzte oder Schäden infolge dieser Sprengung lagen zunächst nicht vor. Damit war die unmittelbare Gefahrenlage nach Abschluss der Arbeiten beendet.

Die Weltkriegsbombe in Ankum war damit nicht wie bei vielen anderen Kampfmittelfunden bei Bauarbeiten oder einer gezielten Sondierung entdeckt worden. Stattdessen wurde sie im Zusammenhang mit landwirtschaftlichen Arbeiten aus dem Boden aufgenommen und zunächst nicht als Kampfmittel erkannt.

Fund wurde erst nach dem Transport bemerkt

Der ungewöhnliche Ablauf erklärt, weshalb der Einsatz überregional Aufmerksamkeit erhielt. Der Sprengkörper wurde nicht unmittelbar auf dem Acker gemeldet, sondern gelangte mit den geernteten Kartoffeln zunächst in den landwirtschaftlichen Betrieb. Erst dort wurde der metallische Gegenstand bemerkt und der Notruf gewählt.

Unklar blieb zunächst, an welcher konkreten Stelle des Ackers die Bombe gelegen hatte und wie lange sie sich dort befand. Behördliche Angaben dazu lagen zunächst nicht vor. Ebenso ist nicht öffentlich dokumentiert, ob das betreffende Gelände nach dem Fund noch einmal gezielt auf weitere Kampfmittel untersucht wurde.

Auch zur Zahl der eingesetzten Polizeikräfte sowie zur Dauer der Straßensperrung waren zunächst keine belastbaren Angaben veröffentlicht. Gesichert ist dagegen, dass der Kampfmittelräumdienst den Sprengkörper übernahm und kontrolliert beseitigte.

Kampfmittel aus dem Zweiten Weltkrieg werden weiter gefunden

Auch mehr als acht Jahrzehnte nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs werden in Deutschland regelmäßig Bomben, Granaten und andere Kampfmittel entdeckt. Häufig treten solche Funde bei Bauarbeiten, Erdarbeiten oder gezielten Untersuchungen ehemaliger Bombardierungsgebiete zutage. Auch landwirtschaftlich genutzte Flächen können betroffen sein.

Wie groß der notwendige Sicherheitsbereich bei einem Fund ausfällt und ob ein Sprengkörper entschärft, abtransportiert oder kontrolliert gesprengt wird, entscheiden die zuständigen Fachkräfte anhand des konkreten Kampfmittels und seines Zustands. Beim Fund in Ankum wurde ein Radius von 300 Metern eingerichtet und die Bombe nach dem Transport auf ein Feld kontrolliert gesprengt.

Für Anwohner waren die Einschränkungen nach den bislang bestätigten Angaben begrenzt. Einige Häuser mussten vorübergehend verlassen werden und eine Straße wurde gesperrt. Eine größere Evakuierung wurde nicht gemeldet. Nach Abschluss der Sprengung lagen keine Berichte über Verletzte vor.

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