
In Neumünster ist es am Samstagnachmittag erneut zu einer Brandentwicklung in einer Lagerhalle im Industriegebiet Süd gekommen. Nach Angaben der Feuerwehr wurde die Leitstelle um 14.22 Uhr über eine Rauchentwicklung an jener Einsatzstelle informiert, an der bereits am vergangenen Montag ein Großbrand gelöscht worden war. Der Brand Lagerhalle Neumünster führte zu einem größeren Feuerwehreinsatz mit rund 80 Kräften. Ein Feuerwehrmann wurde im Verlauf des Einsatzes leicht verletzt und nach einer Erstversorgung zur weiteren Untersuchung in ein Krankenhaus gebracht.
Zunächst rückte der Löschzug der Berufsfeuerwehr mit dem Einsatzstichwort „Feuer Standard“ zur betroffenen Lagerhalle aus. Bereits auf der Anfahrt ließ der Lagedienstführer das Einsatzstichwort aufgrund der Erfahrungen vom Brand am Montag erhöhen. Dadurch wurde zusätzlich die Freiwillige Feuerwehr Neumünster-Wittorf alarmiert. Nach dem Eintreffen der ersten Kräfte bestätigte sich eine erneute Brandentwicklung innerhalb des betroffenen Hallenbereichs. Anschließend wurde das Einsatzstichwort weiter auf „Feuer 2“ erhöht.
Im weiteren Verlauf wurden die Freiwillige Feuerwehr Neumünster-Gadeland sowie Atemschutzgeräteträger der Freiwilligen Feuerwehren im gesamten Stadtgebiet alarmiert. Die Einsatzkräfte begannen umgehend mit der Brandbekämpfung. Parallel wurden betroffene Bereiche geöffnet, kontrolliert und fortlaufend gekühlt. Ziel war es, verbliebene Wärmequellen gezielt abzulöschen und eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Die Feuerwehr überwachte die Bereiche dabei kontinuierlich mit Wärmebildkameras. In der Spitze waren rund 80 Kräfte von Berufsfeuerwehr, Freiwilligen Feuerwehren, Regieeinheit und Deutschem Roten Kreuz im Einsatz.
Bereits beim Großbrand am vergangenen Montag befanden sich in der Lagerhalle unter anderem Akkumulatoren und Elektroartikel. Die Feuerwehr weist darauf hin, dass es insbesondere bei brandgeschädigten Akkumulatoren auch nach längerer Zeit erneut zu Wärmeentwicklungen oder Wiederentzündungen kommen kann. Deshalb werden betroffene Bereiche nach solchen Bränden regelmäßig kontrolliert und überwacht. Die genaue Ursache der erneuten Brandentwicklung Neumünster ist Gegenstand weiterer Untersuchungen.
Die hochsommerlichen Temperaturen stellten für die Einsatzkräfte eine zusätzliche Belastung dar. Besonders die Arbeiten unter Atemschutz sowie die umfangreichen Kontroll- und Nachlöscharbeiten waren nach Angaben der Feuerwehr kräftezehrend. Die Regieeinheit Betreuung, die Technik- und Logistikgruppe der Regieeinheit sowie Kräfte des Deutschen Roten Kreuzes unterstützten den Einsatz. Sie übernahmen unter anderem die Versorgung der Einsatzkräfte und logistische Aufgaben. Beim Brand Lagerhalle Neumünster wurde ein Feuerwehrmann leicht verletzt. Weitere Personen kamen nicht zu Schaden.
Quelle: Feuerwehr Neumünster
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