
Bei einem Zusammenstoß zwischen einem Regionalzug der AKN und einem Kleintransporter sind am Dienstag, 3. November 2026, im Kreis Pinneberg in Schleswig-Holstein mindestens sechs Menschen verletzt worden. Der Unfall ereignete sich mittags an einem Bahnübergang bei Klein Offenseth-Sparrieshoop unweit von Elmshorn. Der Fahrer des Transporters erlitt schwere Verletzungen und musste von Rettungskräften aus seinem Fahrzeug befreit werden. Die Bahnstrecke war mehrere Stunden gesperrt, konnte am Nachmittag jedoch wieder freigegeben werden.
Der Zusammenstoß ereignete sich an einem Bahnübergang im Bereich der Waldstraße und des Offenauer Weges. Dort kreuzt die Straße die Bahnstrecke der AKN zwischen Elmshorn und Sparrieshoop. Am Dienstagmittag erfasste ein Zug einen Kleintransporter, der sich im Bereich des Übergangs befand.
Der Fahrer konnte das beschädigte Fahrzeug nach dem Zusammenstoß nicht selbstständig verlassen. Feuerwehr und Rettungsdienst rückten zur Unfallstelle aus und befreiten den Mann. Anschließend wurde er mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht.
Nach Angaben des Kreisfeuerwehrverbands Pinneberg erlitt der Fahrer schwere Verletzungen. Anfangs bestand die Befürchtung, dass sein Zustand lebensbedrohlich sein könnte. Eine abschließende Bestätigung für eine akute Lebensgefahr lag zunächst nicht vor.
Die genaue Abfolge der Ereignisse am Bahnübergang war am Dienstagnachmittag noch nicht geklärt. Auch dazu, aus welchem Grund sich der Transporter im Gleisbereich befand, gab es zunächst keine gesicherten Angaben.
Neben dem Transporterfahrer wurden mehrere Menschen im Zug verletzt. Nach Angaben des Kreisfeuerwehrverbands Pinneberg befanden sich zum Unfallzeitpunkt insgesamt 64 Personen einschließlich des Triebfahrzeugführers in der Bahn.
Fünf Fahrgäste erlitten demnach leichte Verletzungen. Zwei von ihnen wurden zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Die übrigen Verletzten mussten nach den vorliegenden Angaben nicht stationär aufgenommen werden.
Damit erhöhte sich die Zahl der bekannten Verletzten auf mindestens sechs. Die Polizei hatte zunächst vier verletzte Zugpassagiere bestätigt. Die späteren Angaben des Kreisfeuerwehrverbands umfassten fünf leicht verletzte Fahrgäste sowie den schwer verletzten Transporterfahrer.
Ein Sachverständiger wurde hinzugezogen, um die Kollision und ihre möglichen Ursachen zu untersuchen. Über die Höhe des entstandenen Sachschadens lagen zunächst keine gesicherten Angaben vor.
Der Zugunfall bei Elmshorn hatte unmittelbare Auswirkungen auf den regionalen Bahnverkehr. Nach der Kollision musste der betroffene Streckenabschnitt zwischen Elmshorn und Sparrieshoop gesperrt werden.
Die AKN Eisenbahn GmbH organisierte einen Schienenersatzverkehr mit Bussen. Außerdem fielen nach den Betriebsinformationen des Unternehmens einzelne Zugverbindungen im Abschnitt zwischen Barmstedt und Elmshorn ersatzlos aus.
Die Einschränkungen dauerten bis zum Nachmittag an. Anschließend konnte die Bahnstrecke wieder freigegeben werden. Nach Angaben der AKN, die der NDR veröffentlichte, wurde der Zugverkehr um 16.09 Uhr wieder aufgenommen.
Die Linie A3 verbindet Elmshorn über Barmstedt mit Ulzburg Süd. Damit stellt sie eine regionale Schienenverbindung zwischen mehreren Orten in den Kreisen Pinneberg und Segeberg her. Der gesperrte Abschnitt liegt im westlichen Teil dieser Verbindung.
Im Mittelpunkt der weiteren Untersuchungen steht die Frage, wie der Transporter und der Zug am Bahnübergang zusammenstoßen konnten. Ein Gutachter soll das Unfallgeschehen rekonstruieren.
Der betroffene Übergang ist nicht mit Schranken ausgestattet, verfügt aber über eine Lichtzeichenanlage. Diese Sicherung wurde bereits in früheren Polizeimeldungen zu Unfällen an derselben Stelle beschrieben.
Ob und welche Signale zum Zeitpunkt des erneuten Zusammenstoßes angezeigt wurden, war zunächst nicht gesichert. Ebenso gab es keine bestätigten Angaben darüber, ob technische Umstände oder das Fahrverhalten eines Beteiligten eine Rolle spielten.
Die Ermittlungen müssen deshalb zunächst den konkreten Ablauf des Unfalls klären. Aus den bisher veröffentlichten Informationen ergibt sich keine gesicherte Feststellung zur Verantwortung einzelner Beteiligter.
Der Bahnübergang war bereits am 12. Januar 2026 Schauplatz eines vergleichbaren Unfalls. Damals stieß ebenfalls ein AKN-Zug mit einem Transporter zusammen.
Nach den damaligen Ermittlungen der Polizeidirektion Bad Segeberg war ein 30-jähriger Fahrer gegen 12.57 Uhr mit einem VW Crafter auf dem Offenauer Weg unterwegs. Wegen der winterlichen Straßenverhältnisse konnte er vermutlich nicht rechtzeitig vor dem Bahnübergang anhalten. Der Transporter geriet mit der Fahrzeugfront in den Gleisbereich.
Der Zugführer leitete eine Schnellbremsung ein, konnte den Zusammenstoß aber nicht mehr verhindern. Der Fahrer des Transporters erlitt leichte Verletzungen. Der Zugführer und die 40 Fahrgäste blieben unverletzt.
Bei der Unfallaufnahme stellte die Polizei zudem fest, dass die Reifen des Transporters nicht über die erforderliche Profiltiefe verfügten. Gegen den Fahrer wurden Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet, unter anderem wegen mangelhafter Bereifung und Missachtung einer Lichtzeichenanlage.
Die Strecke musste damals für ungefähr zwei Stunden gesperrt werden. Der entstandene Sachschaden wurde vorläufig auf einen hohen fünfstelligen Betrag geschätzt.
Bereits wenige Monate zuvor war es an dem Bahnübergang zu einer weiteren Kollision gekommen. Am Abend des 10. November 2025 stieß ein Auto mit einem AKN-Zug zusammen.
Nach Angaben der Polizei wollte ein 73-jähriger Autofahrer von der Waldstraße in den Offenauer Weg abbiegen. Dabei kam es am Bahnübergang zur Kollision mit einem Zug, der von Elmshorn in Richtung Barmstedt unterwegs war.
Ein 17-jähriger Beifahrer wurde leicht verletzt. Zunächst hatten die Einsatzkräfte schwerere Verletzungen befürchtet. Nach einer Untersuchung im Krankenhaus konnte jedoch eine lebensgefährliche Verletzung ausgeschlossen werden.
Auch bei diesem Unfall war die Bahnstrecke rund zwei Stunden gesperrt. Die Freigabe erfolgte damals um 20.49 Uhr.
Mit dem Unfall vom 3. November 2026 hat sich innerhalb von knapp zwölf Monaten mindestens dreimal ein Zusammenstoß zwischen einem Straßenfahrzeug und einem AKN-Zug an diesem Bahnübergang ereignet.
Die dokumentierten Vorfälle unterscheiden sich allerdings hinsichtlich ihrer bekannten Umstände und Folgen. Während beim Unfall im Januar winterliche Straßenverhältnisse eine Rolle gespielt haben sollen, standen die Ursachen der jüngsten Kollision zunächst noch nicht fest.
Der aktuelle Zusammenstoß hatte mit dem schwer verletzten Transporterfahrer und mehreren verletzten Zugpassagieren deutlich gravierendere unmittelbare Folgen als die beiden vorherigen Ereignisse.
Nachdem der Zugverkehr am Dienstagnachmittag wieder aufgenommen worden war, konzentrierte sich die weitere Aufklärung auf die Rekonstruktion des Unfalls. Welche Umstände zu der erneuten Kollision führten, blieb zunächst offen.
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