
Münster. Steuererklärung, Versicherungen, Bewerbungsgespräch oder gesunde Ernährung – Themen wie diese stehen im Mittelpunkt des Projekts „Fit For Life“. Ziel ist es, Schülerinnen und Schüler im Münsterland stärker auf das Leben nach der Schule vorzubereiten. Hinter der Initiative stehen unter anderem die IHK Nord Westfalen und die Handwerkskammern. Kern des Konzepts ist eine digitale Plattform, die Schulen mit Expertinnen und Experten aus der Praxis vernetzt.
„Fit For Life“ ist Teil einer landesweiten Kooperation in Nordrhein-Westfalen. Beteiligt sind neben dem Schulministerium auch die IHK Nord Westfalen, der Westdeutsche Handwerkskammertag sowie weitere Kammern und Partner. Als Pilotregion dient zunächst der Regierungsbezirk Münster.
Das Programm richtet sich an alle Schulen im Münsterland. Eingeladen sind zugleich Unternehmen, Selbstständige und Privatpersonen, die ihr Wissen ehrenamtlich weitergeben möchten. Ziel ist es, junge Menschen nicht nur fachlich, sondern auch in Alltagskompetenzen zu stärken.
Inhaltlich geht es um praxisnahe Themen, die im klassischen Lehrplan oft nur am Rande vorkommen. Dazu zählen unter anderem Fragen rund um Versicherungen, das Ausfüllen einer Steuererklärung oder das Schreiben einer Bewerbung. Auch Aspekte wie Kommunikation, Konfliktlösung, soziales Verhalten sowie Umwelt- und Nachhaltigkeitsthemen spielen eine Rolle.
Die Idee dahinter: Erfahrene Menschen aus unterschiedlichen Berufs- und Lebensbereichen kommen als sogenannte „Life-Teacher“ in den Unterricht oder gestalten Projekttage. Sie berichten aus eigener Erfahrung und vermitteln lebenspraktisches Wissen direkt aus dem Alltag.
Organisatorisches Herzstück ist eine App, die in Zusammenarbeit mit der Bildungsinitiative LifeTeachUs eingesetzt wird. Schulen können dort ihren Bedarf anmelden und gezielt nach passenden Expertinnen und Experten suchen. Die Plattform gleicht Anfragen in Echtzeit mit registrierten Life-Teachern ab und vermittelt automatisch.
LifeTeachUs ist sowohl als Web-App als auch als mobile Anwendung verfügbar. Interessierte melden sich mit ihren Themengebieten an und können anschließend von Schulen angefragt werden.
Die Coaches arbeiten ehrenamtlich. Vor ihrem Einsatz werden sie in kurzen Workshops auf ihre Rolle vorbereitet. Zudem ist die Vorlage eines polizeilichen Führungszeugnisses erforderlich. So soll sichergestellt werden, dass der Einsatz im schulischen Umfeld verantwortungsvoll erfolgt.
Nach Angaben der beteiligten Organisationen laufen seit rund zwei Jahren erste Erprobungen in der Region. Die Rückmeldungen von Lehrkräften seien positiv. Besonders hervorgehoben werde die hohe Aufmerksamkeit der Schülerinnen und Schüler sowie die Praxisnähe der Inhalte.
Für Schulen eröffnet das Projekt die Möglichkeit, auf einen breiten Pool an Fachleuten zuzugreifen und Unterrichtsinhalte durch reale Erfahrungen zu ergänzen. Unternehmen wiederum erhalten einen direkten Zugang zu jungen Menschen und können frühzeitig Einblicke in Berufsfelder geben. Damit verbindet „Fit For Life“ Berufsorientierung mit alltagsrelevantem Lernen.
Weitere Informationen zum Projekt sind auf der Website der IHK Nord Westfalen abrufbar.
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