
Das Kreispokalfinale in Ahlen zwischen Rot-Weiß Ahlen und der Beckumer Spielvereinigung soll ohne Zuschauer stattfinden. Die Begegnung ist als Risikospiel eingestuft worden. Damit bleiben die Ränge im Wersestadion leer, obwohl das Finale sportlich für beide Vereine und ihre Anhänger eine besondere Bedeutung hat.
Die Entscheidung betrifft das Pokalfinale im Fußballkreis Warendorf. Nach den vorliegenden Angaben waren Vertreter der Stadt Ahlen, des Fußball- und Leichtathletik-Verbands Westfalen, der Polizei, der Feuerwehr sowie beider Vereine in die Bewertung eingebunden. Ziel ist es, mögliche Konflikte rund um die Partie zu verhindern und den organisatorischen Aufwand zu begrenzen.
Hintergrund der Maßnahme ist die angespannte Sicherheitslage. Nach Medienberichten gelten Teile der Fanszenen beider Vereine als konfliktträchtig. Zudem gab es erst Ende März einen Vorfall bei einem Spiel von Rot-Weiß Ahlen gegen die SG Wattenscheid 09. Die Partie wurde damals abgebrochen, nachdem im Fanbereich Pyrotechnik gezündet worden war. Im Anschluss kam es nach Berichten zu Auseinandersetzungen mit Polizei und gegnerischen Anhängern.
Das Finale soll trotz des Zuschauerausschlusses regulär ausgetragen werden. Für Fans bedeutet die Entscheidung jedoch, dass sie die Partie nicht im Stadion verfolgen können. Sie werden aufgerufen, dem Wersestadion fernzubleiben.
Die Polizei soll am Spieltag dennoch vor Ort präsent sein. Damit soll verhindert werden, dass sich Fangruppen außerhalb des Stadions versammeln oder es im Umfeld der Partie zu Zwischenfällen kommt. Neben der Sicherheitsfrage spielte laut den vorliegenden Angaben auch der finanzielle Aufwand eine Rolle. Ein Spiel mit Publikum hätte offenbar deutlich umfangreichere Schutzmaßnahmen erforderlich gemacht.
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