
Der Krieg im Iran wirkt sich zunehmend auch auf wirtschaftliche Bereiche in Deutschland aus. Wie der Industrieverband Garten mitteilt, steigen derzeit insbesondere die Transportkosten deutlich an. Diese Entwicklung könnte nach Einschätzung der Branche auch im Gartenmarkt spürbar werden.
Besonders betroffen sind Hersteller von Blumenerden und Substraten. Sie befürchten, dass die steigenden Logistikkosten kurzfristige Preisanpassungen im Handel erforderlich machen könnten.
Nach Angaben des Industrieverbandes Garten hängen die aktuellen Entwicklungen vor allem mit den stark gestiegenen Kraftstoffkosten zusammen. Diesel hat in Deutschland zuletzt im Durchschnitt rund 2,086 Euro pro Liter gekostet. Dadurch verteuern sich Transporte, weil viele Speditionen ihre Preise an die Entwicklung der Kraftstoffkosten koppeln.
Wie der Verband erläutert, enthalten zahlreiche Transportverträge sogenannte Dieselgleitklauseln. Diese Mechanismen sorgen dafür, dass steigende Kraftstoffpreise automatisch zu höheren Frachtkosten führen. Unternehmen müssen dadurch kurzfristig höhere Transportkosten einplanen.
Diese Entwicklung trifft die gesamte sogenannte „Grüne Branche“. Dazu gehören Hersteller von Pflanzen, Gartengeräten oder Pflegeprodukten. Weil jedoch viele Produkte über weite Strecken transportiert werden müssen, wirken sich Veränderungen bei den Logistikkosten besonders schnell auf die Produktionskosten aus.
Nach Einschätzung des Verbandes wächst dadurch der wirtschaftliche Druck auf Unternehmen der Branche. Wenn Transportkosten über das ursprünglich kalkulierte Niveau steigen, geraten Produktions- und Lieferketten schneller unter Druck.
Besonders deutlich spüren laut Verband Hersteller von Blumenerden und Substraten die steigenden Logistikkosten. Diese Produkte sind vergleichsweise schwer, gleichzeitig aber relativ preisgünstig. Dadurch spielt der Anteil der Transportkosten eine größere Rolle als bei anderen Waren.
Wenn sich die Frachtpreise erhöhen, wirkt sich das schneller auf den Gesamtpreis aus. Hersteller stehen deshalb vor der Frage, wie sie die zusätzlichen Kosten ausgleichen können. Nach Einschätzung des Industrieverbandes könnte es notwendig werden, diese Mehrkosten teilweise über den Handel weiterzugeben.
Damit könnte sich die Entwicklung auch für Verbraucher bemerkbar machen. Blumenerde oder ähnliche Gartenprodukte könnten in der kommenden Gartensaison teurer werden. Der Verband betont jedoch, dass Unternehmen versuchen müssten, weiterhin wirtschaftlich zu produzieren und gleichzeitig die Versorgung sicherzustellen.
Zugleich wird aus der Branche der Wunsch nach politischen Maßnahmen geäußert, die steigende Kraftstoffkosten abfedern könnten. Solche Schritte könnten helfen, zusätzliche Belastungen für Unternehmen und Verbraucher zu begrenzen.
Der Industrieverband Garten mit Sitz in Düsseldorf vertritt Hersteller aus verschiedenen Bereichen der Gartenbranche. Dazu gehören Produzenten von Pflanzen, Garten- und Forsttechnik sowie Anbieter von Produkten zur Pflanzenpflege und -ernährung.
Auch Hersteller von Substraten, Blumenerden und Rohstoffen für den Erwerbsgartenbau sind im Verband organisiert. Nach Angaben des IVG gehören aktuell rund 150 Unternehmen zur Organisation.
Der Verband versteht sich vor allem als Interessenvertretung und Netzwerk der Branche. Gleichzeitig informiert er regelmäßig über wirtschaftliche Entwicklungen, die Hersteller und Händler im Gartenmarkt betreffen.
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