Betrug in Münster: Falscher Bankmitarbeiter bringt Seniorin um hohen Geldbetrag

Bankkartenbetrüger in Münster
Symbolfoto

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In Münster ist eine 76-jährige Frau auf eine perfide Betrugsmasche hereingefallen. Ein Täter gab sich als Mitarbeiter ihrer Bank aus und brachte die Seniorin dazu, persönliche Daten und eine TAN preiszugeben. Erst später bemerkte die Frau, dass ein höherer Geldbetrag von ihrem Konto abgebucht worden war. Die Polizei Münster warnt nun erneut vor dem Vorgehen der Täter und ruft zu besonderer Vorsicht bei E-Mails, Links und Anrufen auf.

So lief der Betrug mit dem falschen Bankmitarbeiter ab

Nach Angaben der Polizei begann der Fall am Mittwoch, 15. April, bereits am Vormittag. Die 76-Jährige erhielt im Verlauf des Tages mehrere E-Mails, die angeblich von ihrer Bank stammten. Darin wurde sie aufgefordert, über einen Link persönliche Daten einzugeben. Begründet wurde das unter anderem mit der Einrichtung eines mobilen Bezahldienstes und einem Sicherheitsupdate. Später folgte zudem eine weitere Nachricht, mit der sie eine Newsletter-Anmeldung bestätigen sollte.

Am Abend meldete sich dann ein angeblicher Bankmitarbeiter per Videoanruf über einen Messengerdienst. Der Mann war dabei nicht erkennbar, behauptete jedoch, von dem Konto der Seniorin sei ein größerer Betrag abgebucht worden. Er bot an, die Buchung rückgängig zu machen. Um das angeblich zu veranlassen, verlangte er eine TAN und weitere persönliche Informationen. Die Frau kam der Aufforderung nach. Kurz darauf stellte sich heraus, dass das Geld tatsächlich von ihrem Konto verschwunden war.

Polizei in Münster warnt vor Links, Datenabfragen und falschen Anrufen

Für die Polizei zeigt der Fall erneut, wie gezielt Betrüger ihre Opfer unter Druck setzen. Die Täter kombinieren dabei gefälschte E-Mails mit anschließendem direktem Kontakt, um Vertrauen aufzubauen und an sensible Daten zu gelangen. Besonders gefährlich wird es, wenn Opfer glauben, im Gespräch mit einem echten Bankmitarbeiter zu stehen und deshalb Sicherheitscodes oder Kontodaten weitergeben.

Die Polizei rät deshalb, bei E-Mails genau auf den Absender zu achten und keine Links aus Nachrichten anzuklicken. Wer Zweifel an einer Mitteilung seiner Bank hat, sollte sich immer direkt über die bekannte Internetseite des Online-Bankings oder über die offizielle Telefonnummer des Instituts informieren. Persönliche Daten, TANs oder Bankinformationen sollten grundsätzlich nicht an unbekannte Personen weitergegeben werden. Im Verdachtsfall kann es sinnvoll sein, Angehörige oder direkt die Polizei über bekannte Rufnummern einzuschalten.

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