
Der Immobilienmarkt in Münster hat 2025 deutlich mehr Umsatz erzielt als im Vorjahr. Das zeigt der neue Grundstücksmarktbericht 2026. Dahinter steht jedoch nicht automatisch eine positive Entwicklung für Kaufinteressierte, denn in wichtigen Segmenten sind die Preise weiter gestiegen. Vor allem Eigentumswohnungen sowie gebrauchte Ein- und Zweifamilienhäuser wurden teurer, sodass Wohneigentum in Münster für viele weiterhin schwer erreichbar bleibt.
Besonders auffällig ist der Anstieg bei der Zahl der Kaufverträge. Rund 2.900 Abschlüsse wertete der Gutachterausschuss für das Jahr 2025 aus. Damit erreichte Münster den höchsten Stand der vergangenen zehn Jahre. Auch das Umsatzvolumen legte deutlich zu. Nachdem 2024 Immobilien für rund 1,2 Milliarden Euro verkauft worden waren, stieg der Gesamtwert im vergangenen Jahr auf knapp 1,5 Milliarden Euro. Das deutet auf eine insgesamt wieder belebtere Marktlage hin.
Bei Eigentumswohnungen setzte sich in Münster zuletzt ein moderater Preisanstieg fort. Laut Grundstücksmarktbericht lag der durchschnittliche Quadratmeterpreis 2025 bei rund 4.000 Euro. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht das einem Plus von etwa vier Prozent. 2024 hatte der Wert noch bei rund 3.800 Euro gelegen. Damit bewegen sich Eigentumswohnungen inzwischen fast auf dem Preisniveau freistehender Einfamilienhäuser, die im Durchschnitt bei etwa 4.100 Euro pro Quadratmeter liegen.
Während Eigentumswohnungen teurer wurden, zeigt sich bei Häusern ein differenzierteres Bild. Gebrauchte Ein- und Zweifamilienhäuser legten leicht zu. Besonders deutlich wird das bei einer typischen Doppelhaushälfte mit einer Grundstücksgröße zwischen 200 und 600 Quadratmetern. Hier stieg der durchschnittliche Quadratmeterpreis von 3.870 Euro im Jahr 2024 auf 4.260 Euro im Jahr 2025.
Anders verlief die Entwicklung bei Mehrfamilienhäusern. In diesem Segment gingen die Preise zurück. Für ein typisches Mehrfamilienhaus mit Baujahr 1960 sank der durchschnittliche Quadratmeterpreis von 3.450 Euro auf 3.200 Euro. Der Münsteraner Immobilienmarkt zeigt damit keine einheitliche Preisrichtung, sondern reagiert je nach Objektart unterschiedlich.
Auch bei Baugrundstücken zeigt sich ein gemischtes Bild. Grundstücke für den Geschosswohnungsbau verteuerten sich im Jahresvergleich um rund acht Prozent. Dagegen blieben die Preise für Baugrundstücke, die für Ein- und Zweifamilienhäuser vorgesehen sind, weitgehend stabil. Gerade dieser Unterschied zeigt, dass vor allem Flächen für dichtere Wohnformen stärker gefragt oder knapper geworden sein könnten.
Hinter dem Bericht steht der Gutachterausschuss für Grundstückswerte, ein unabhängiges Gremium des Landes. Die Mitglieder werden von der Bezirksregierung bestellt und arbeiten ehrenamtlich. Vertreten sind Fachleute aus Architektur, Bauingenieurwesen, Vermessung, Bankwesen und dem Bereich der Immobilienbewertung. Ihre Auswertungen gelten als wichtige Grundlage für die Einschätzung des lokalen Grundstücks- und Immobilienmarktes.
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