Vor dem Derby gegen Bielefeld: Preußen Münster unter Zugzwang

SC Preußen Münster äußert sich zu Vorfällen beim Spiel gegen Eintracht Braunschweig
Foto: SC Preußen Münster

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Preußen Münster steht vor einem der wichtigsten Spiele der Saison. Am Samstag empfängt der SCP Arminia Bielefeld zum Derby im LVM-Preußenstadion – und die Ausgangslage könnte kaum brisanter sein. Als Tabellenletzter mit 28 Punkten ist Münster im Abstiegskampf unter Zugzwang, während Bielefeld nur vier Zähler davor liegt. Für beide Teams geht es um weit mehr als Prestige: Es könnte eine Vorentscheidung im Abstiegskampf sein.

Preußen braucht nach siegloser Serie dringend ein Zeichen

Die vergangenen Wochen haben die Lage an der Hammer Straße verschärft. Die Mannschaft von Alois Schwartz wartet seit mehreren Spielen auf einen Sieg und musste zuletzt beim 1:4 gegen Schalke 04 eine deutliche Niederlage hinnehmen. Nun kommt mit Arminia Bielefeld ein Gegner, der selbst tief im Tabellenkeller steckt, aber noch über dem Strich steht. Eine Niederlage könnte die ohnehin schwierige Lage der Adlerträger weiter zuspitzen.

Alois Schwartz fordert Zweikämpfe, Laufstärke und klare Köpfe

Preußen-Trainer Alois Schwartz geht in sein viertes Spiel als SCP-Coach und weiß um die besondere Bedeutung des Duells. „Es ist Derby, es ist Brisanz“, sagte Schwartz vor der Partie. Die sportliche Rechnung ist dabei einfach: „Es spielt der 18. gegen den 15., uns trennen vier Punkte. Wir wollen das Spiel unbedingt gewinnen und an die Nichtabstiegsplätze heranrücken.“

Gleichzeitig warnt Schwartz davor, die emotionale Bedeutung des Spiels mit kopfloser Hektik zu verwechseln. Münster müsse alles investieren, aber strukturiert bleiben. Seine Vorgabe lautet: „Wir müssen alles raushauen und vor allem die Basics beherrschen: Zweikampfstärke, Laufstärke, zweite Bälle. Gleichzeitig dürfen wir nicht den Kopf verlieren.“

Bielefeld kommt mit Tempo und Revanchegedanken

Arminia Bielefeld reist ebenfalls unter Druck nach Münster. Das Team von Trainer Mitch Kniat spielte zuletzt 1:1 gegen Nürnberg und will sich mit einem Sieg Luft im Tabellenkeller verschaffen. Zudem dürfte das Hinspiel noch präsent sein: Preußen gewann im November in Bielefeld mit 2:1, obwohl Arminia früh geführt hatte.

Kniat erwartet in Münster ein intensives Spiel. „Ich erwarte ein körperbetontes Derby, in dem kein Zweikampf gescheut wird“, sagte der Arminia-Trainer. Er rechnet mit einem kompakten SCP, gegen den seine Mannschaft bessere Lösungen finden müsse als zuletzt gegen Nürnberg. Bielefeld will mit hohem Tempo, Spielverlagerungen und zielstrebigen Aktionen nach vorne gefährlich werden.

Personallage: Amenyido fehlt, Rückkehrer machen Hoffnung

Bei Preußen Münster fallen Oscar Vilhelmsson und Etienne Amenyido mit Oberschenkelverletzungen aus. Gerade der Ausfall von Amenyido wiegt schwer, weil er mit seiner Dynamik und seinen Toren ein wichtiger Faktor in der Offensive ist. Hoffnung machen dagegen Luca Bolay und Joshua Mees, die nach Blessuren wieder voll mittrainieren konnten. Auch Rico Preißinger konnte trotz ausgerenktem kleinen Finger mit Schiene trainieren.

Bielefeld hofft seinerseits auf mehrere Rückkehrer. Arne Sicker und Robin Knoche sind wieder ins Training eingestiegen, ob sie im Derby einsatzfähig sind, blieb zunächst offen. Marius Wörl und Taddel Momuluh stehen wieder zur Verfügung.

Ausverkauftes Stadion und große Derby-Kulisse

Das LVM-Preußenstadion ist für das Derby ausverkauft. Rund 1.800 Fans aus Bielefeld werden erwartet. Für Münster kann die Atmosphäre ein wichtiger Faktor werden, denn der SCP braucht nach der schwierigen Serie nicht nur Punkte, sondern auch ein Signal an Mannschaft, Umfeld und Tabelle. Die Partie gegen Arminia ist deshalb mehr als ein Derby. Sie ist ein Belastungstest für die Nerven und möglicherweise eine der letzten Gelegenheiten, im Abstiegskampf noch einmal echten Glauben zu entwickeln.

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