
Der Deutsche Bahn Netzzustandsbericht 2025 zeichnet ein nüchternes Bild: DB InfraGO vergab die Gesamtnote 3,0 für das deutsche Schienennetz – exakt gleich wie im Vorjahr. Trotz erheblicher Investitionen in die Schieneninfrastruktur bleibt die Lage in zentralen Bereichen wie Stellwerken und Aufzügen angespannt. Der Bericht dokumentiert, wo das Netz dringend erneuert werden muss.
Das größte Sorgenkind im Netzzustandsbericht 2025 sind die Stellwerke. DB InfraGO vergab für diesen Bereich die Note 4,02 – ein Wert, der deutlichen Handlungsbedarf signalisiert. Rund 50 Prozent aller 4.000 Stellwerke im deutschen Streckennetz gelten als erneuerungsbedürftig. Diese veralteten Anlagen sorgen immer wieder für Ausfälle und Verspätungen im Betrieb. Die Modernisierung der Stellwerkstechnik ist technisch komplex und kostspielig, da viele Systeme aus den 1960er- und 1970er-Jahren stammen. DB InfraGO hat entsprechende Erneuerungsprogramme aufgelegt, doch die Umsetzung erfordert noch viele Jahre. Wie eng dieser Zustand mit der anhaltenden Unpünktlichkeit zusammenhängt, zeigt auch ein früherer Bericht über die Pünktlichkeitsprobleme der Deutschen Bahn.
Auch der Zustand der Aufzüge bereitet DB InfraGO Sorgen. Die Gesamtnote für Aufzüge liegt bei 3,56. DB InfraGO stufte 489 von 1.025 bewerteten Aufzügen als erneuerungsbedürftig ein – das entspricht knapp der Hälfte aller untersuchten Anlagen. Fehlende oder defekte Aufzüge beeinträchtigen besonders die Barrierefreiheit an Bahnhöfen erheblich und treffen Fahrgäste mit eingeschränkter Mobilität unmittelbar. Etwas positiver fällt die Beurteilung der Bahnhöfe insgesamt aus: Nach Angaben von lok-report.de soll die Note für Bahnhöfe auf 2,96 gestiegen sein, nachdem sie im Vorjahr noch bei 3,03 gelegen haben soll. Das ist ein kleiner, aber spürbarer Fortschritt. Maßnahmen zur Verbesserung der Bahnhofsqualität werden auch in Münster umgesetzt – mehr dazu im Bericht über mehr Ordnung am Bahnhof Münster.
Einen der wenigen klar positiven Werte liefert der Bereich Gleise und Weichen. Nach Angaben der Quellen soll sich der Durchschnittswert um 0,10 auf 2,59 verbessert haben. Modernisierte Gleisabschnitte und der Einsatz neuer Weichentechnik zahlen sich nach und nach aus. Dennoch mahnen Experten und Medien wie T-Online und WirtschaftsWoche, dass trotz der Milliardeninvestitionen kein Durchbruch bei der Pünktlichkeit erzielt worden sei. Das Schienennetz bleibt in weiten Teilen ein Sanierungsfall. Die DB-Führung hat zwar ambitionierte Pläne kommuniziert – doch der Netzzustandsbericht 2025 zeigt, wie weit der Weg noch ist. Zuletzt hatte auch Bahnchefin Palla stabile Ticketpreise garantiert – der Zustand des Netzes bleibt die eigentliche Herausforderung.
Der Deutsche Bahn Netzzustandsbericht 2025 dokumentiert den aktuellen Stand eines Netzes im Transformationsprozess. Der Bund hat in den vergangenen Jahren erhebliche Mittel bereitgestellt, um das marode Schienennetz zu modernisieren. DB InfraGO arbeitet an der Erneuerung besonders belasteter Strecken und Knotenpunkte. Doch die Gesamtnote 3,0 zeigt: Die strukturellen Defizite sind tiefgreifend und lassen sich nicht innerhalb weniger Jahre beheben. Für Fahrgäste bedeutet das kurzfristig weiter Geduld – besonders in Bereichen, die mit veralteter Stellwerks- und Aufzugstechnik ausgestattet sind. Langfristig setzt DB InfraGO auf eine vollständige Digitalisierung des Stellwerksnetzes, die bis Mitte der 2030er-Jahre wesentliche Teile des alten Systems ersetzen soll.
Quellen: DB InfraGO, lok-report.de, T-Online, WirtschaftsWoche, epochtimes.de
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