
Münster. Der Klimastadt-Vertrag in Münster ist um 24 neue Beiträge aus der Stadtgesellschaft erweitert worden. Unternehmen, Vereine, Initiativen, Bildungseinrichtungen und Privatpersonen haben am Montag, 11. Mai 2026, im Stadthaus 1 weitere Selbstverpflichtungen vorgestellt und unterzeichnet. Nach Angaben der Stadt umfasst der Vertrag damit inzwischen rund 130 Beiträge aus der Stadtgesellschaft. Hinzu kommen 60 Beiträge aus dem Stadtkonzern.
Mit dem Klimastadt-Vertrag bündelt Münster Maßnahmen, die zur klimaneutralen und klimaangepassten Stadt beitragen sollen. Die Beiträge reichen von technischen Lösungen über Veränderungen im Alltag bis zu Projekten in Bildung, Sport, Kultur und sozialer Infrastruktur.
Oberbürgermeister Tilman Fuchs würdigte bei der Unterzeichnung das Engagement der Beteiligten. Entscheidend sei nicht allein die Zielsetzung, sondern die konkrete Umsetzung. Die neuen Beiträge sollen zeigen, dass verschiedene Akteure in Münster Verantwortung übernehmen und eigene Maßnahmen einbringen.
Der Klimastadt-Vertrag ist dabei nicht als abgeschlossenes Dokument angelegt. Er soll laufend erweitert werden. Weitere Unternehmen, Organisationen und Privatpersonen können eigene Beiträge online einreichen.
Die neu unterzeichneten Beiträge zeigen, wie unterschiedlich Klimaschutz in der Praxis aussehen kann. Genannt wurden unter anderem solarbetriebene Fütterungsautomaten in der Pferdehaltung. Eine mobile Kochstation auf einem Lastenrad soll Catering-Angebote flexibler und klimafreundlicher machen. Außerdem setzen erste Speditionen in Münster auf Elektro-Lkw.
Damit geht es nicht nur um große Infrastrukturprojekte, sondern auch um kleinere Veränderungen in Betrieben, Vereinen und privaten Initiativen. Entscheidend ist, dass die Maßnahmen freiwillig eingebracht und öffentlich sichtbar gemacht werden.
Zu den neuen Unterzeichnenden gehören unter anderem ANNA GbR, Biolee, Bürgerwald Münsterland e.V., Café Neon, der Caritasverband für die Diözese Münster, der DRK-Kreisverband Münster, FIEGE Logistik, die FH Münster, Münsterland e.V., das placebotheater Münster, das Theater im Pumpenhaus sowie mehrere Sportvereine.
Auch Architekturbüros, Ingenieurgesellschaften, Bildungsangebote, Initiativen aus dem Gesundheitsbereich und Privatpersonen sind vertreten. Die Bandbreite macht deutlich, dass der Klimastadt-Vertrag nicht nur kommunale Einrichtungen betrifft, sondern sehr unterschiedliche Bereiche der Stadtgesellschaft einbeziehen soll.
Münster wurde 2024 von der EU-Kommission mit dem EU-Mission-Label für den Weg zur Klimaneutralität ausgezeichnet. Der Klimastadt-Vertrag ist ein zentraler Bestandteil dieses Prozesses. Er soll dokumentieren, welche Beiträge aus Verwaltung, städtischen Unternehmen und Stadtgesellschaft zur Transformation geleistet werden.
Ob die einzelnen Maßnahmen in der Summe ausreichen, um Münsters Klimaziele zu erreichen, bleibt eine Frage der weiteren Umsetzung. Die aktuelle Erweiterung zeigt jedoch, dass der Vertrag weiter wächst und zusätzliche Akteure eingebunden werden.
Die Stadt will mit den neuen Beiträgen weitere Akteurinnen und Akteure motivieren, eigene Möglichkeiten für Klimaschutz und Klimaanpassung zu prüfen. Der aktuelle Stand des Klimastadt-Vertrags ist online einsehbar. Dort können auch weitere Beiträge eingereicht werden.
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