Brandstiftung Köln 2018: Zwei neue Festnahmen nach Mordbrand

Brand Mühlhausen Symbolbild
Symbolbild Feuerwehreinsatz

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Im Fall der Brandstiftung Köln 2018 hat die Polizei Köln am Dienstag, 12. Mai 2026, zwei weitere Tatverdächtige festgenommen. Wie die Behörden in einer offiziellen Pressemitteilung bekannt gaben, stehen ein 31-jähriger und ein 46-jähriger Mann im Verdacht, an dem tödlichen Feuer im Kölner Severinsviertel beteiligt gewesen zu sein, bei dem ein Ehepaar ums Leben kam. Die Soko Magda ermittelt weiterhin zu möglichen Hintermännern des Verbrechens.

Brandstiftung Köln 2018: Ehepaar stirbt bei Feuer im Severinsviertel

In der Nacht zum 24. Oktober 2018 brach in einem Mehrfamilienhaus an der Straße „An St. Magdalenen“ im Kölner Severinsviertel ein verheerendes Feuer aus. Ein Ehepaar — eine 68-jährige Frau und ihr 66-jähriger Mann — starben an den Folgen einer Rauchgasvergiftung. Sie wurden in ihrer Wohnung von den Flammen überrascht und konnten sich nicht mehr rechtzeitig in Sicherheit bringen. Das Feuer richtete erheblichen Sachschaden am Gebäude an und erschütterte die Anwohner des dicht besiedelten Stadtteils tief.

Nach Einschätzung der Ermittler soll es sich bei dem Anschlag um ein gezieltes Verbrechen gehandelt haben. Laut Polizei Köln deuten die Spuren darauf hin, dass das eigentliche Ziel des Anschlags zum Tatzeitpunkt möglicherweise gar nicht in der Wohnung anwesend war. Das Ehepaar könnte demnach ungewollt Opfer eines Anschlags auf jemand anderen geworden sein. Trotz intensiver Ermittlungen unmittelbar nach der Tat blieb der Fall jahrelang unaufgeklärt.

Zwei neue Festnahmen im Fall Brandstiftung Köln 2018

Am 12. Mai 2026 vollzog die Polizei Köln in einer koordinierten Aktion zwei weitere Verhaftungen. Ein 31-jähriger Tatverdächtiger steht im Verdacht, gemeinschaftlich Mord begangen zu haben. Ein 46-jähriger Mann soll dem Haupttäter nach Erkenntnissen der Ermittler im Vorfeld der Tat Brandbeschleuniger zur Verfügung gestellt haben — ihm wird Beihilfe zum Mord vorgeworfen. Die Festnahmen erfolgten im Rahmen von Durchsuchungen in Köln-Mülheim, der Kölner Innenstadt sowie in Frechen.

Bei den Durchsuchungen stellten die Ermittler rund 20 Mobiltelefone sowie weitere Beweismittel sicher, die nun ausgewertet werden. Auf Anfrage der Redaktion blieb eine Stellungnahme der Beschuldigten unbeantwortet. Die Staatsanwaltschaft Köln ist in das Verfahren eingebunden und beantragte Haftbefehle.

Soko Magda: Aktenzeichen XY brachte den entscheidenden Durchbruch

Die eigens für den Fall eingerichtete Soko Magda — benannt nach der Straße des Tatorts — hatte seit 2018 kontinuierlich ermittelt. Jahrelang fehlte der entscheidende Hinweis. Im Herbst 2025 wandte sich die Soko an die Öffentlichkeit und präsentierte den Fall in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY … ungelöst“. Ein Zuschauerhinweis führte daraufhin zur Identifizierung des mutmaßlichen Haupttäters, der noch im Oktober 2025 festgenommen worden war. Er soll nach Angaben der Polizei zum Tatzeitpunkt 31 Jahre alt gewesen sein.

Mit den aktuellen Festnahmen befinden sich nun insgesamt drei Personen in Untersuchungshaft, die im Zusammenhang mit dem Brandanschlag von 2018 stehen. Ob weitere Beteiligte noch ermittelt werden, ist nach aktuellem Stand noch offen.

Ermittlungen dauern an — Auftraggeber noch unklar

Die Polizei Köln betonte in ihrer Pressemitteilung, dass die Arbeit der Soko Magda noch nicht abgeschlossen ist. Besonderes Augenmerk gilt möglichen Auftraggebern des Verbrechens. Ob und welche weiteren Personen an der Planung oder Durchführung der Brandstiftung beteiligt waren, soll im Rahmen weiterer Ermittlungen geklärt werden. Hinweise nimmt die Polizei Köln weiterhin entgegen.

Der Fall gilt als einer der aufsehenerregendsten Mordbrandverfahren der jüngeren Kölner Kriminalgeschichte. Das Schicksal des Ehepaares, das einem gezielten Anschlag zum Opfer fiel, hatte 2018 bundesweit große Anteilnahme ausgelöst. Die Behörden zeigten sich zuversichtlich, die vollständige Wahrheit ans Licht bringen zu können.

Quellen: Polizei Köln (POL-K: 260512-3-K), Presseportal.de

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