
Der Kreis Coesfeld wird an diesem Wochenende zum Übungsraum für den Katastrophenschutz. Von Donnerstag, 14. Mai, bis Sonntag, 17. Mai 2026, trainiert die DLRG Westfalen dort mit allen elf westfälischen Wasserrettungszügen den Einsatz bei Starkregen, Hochwasser und überfluteten Gebieten.
Mehr als 500 Einsatzkräfte sind an der mehrtägigen Übung beteiligt. Damit gehört sie zu den größeren Trainingslagen im Bereich Wasserrettung und Katastrophenschutz in Westfalen. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Rettung, Evakuierung, Schutzmaßnahmen und Zusammenarbeit funktionieren, wenn eine größere Wasserlage mehrere Einsatzkräfte gleichzeitig fordert.
Bei der DLRG-Übung im Kreis Coesfeld geht es nicht um eine normale Vereinsausbildung, sondern um den Ernstfall im Katastrophenschutz. Die Einsatzkräfte trainieren Szenarien, wie sie nach Starkregen, bei Hochwasser oder nach einer Flutlage entstehen können. Dazu zählt die Rettung von Menschen aus überfluteten Bereichen. Außerdem wird geübt, wie eingeschlossene Personen aus gefährdeten Gebäuden gebracht werden können.
An der Übung nehmen alle elf westfälischen Wasserrettungszüge teil. Diese Einheiten kommen zum Einsatz, wenn normale Rettungsstrukturen bei einer größeren Wasserlage nicht mehr ausreichen. Deshalb stehen nicht nur Boote und Rettungskräfte im Mittelpunkt. Auch Führung, Kommunikation, Logistik und die Zusammenarbeit mehrerer Einheiten müssen unter möglichst realistischen Bedingungen funktionieren.
Geübt wird an verschiedenen Gewässern im Kreis Coesfeld. Dabei werden unter anderem Situationen nachgestellt, in denen Menschen durch Wasser eingeschlossen sind. Außerdem geht es um den Schutz wichtiger Einrichtungen. Dazu können etwa Altenheime oder Krankenhäuser gehören, die im Hochwasserfall mit Sandsäcken gesichert werden müssten.
Die Übung hat auch über den Kreis Coesfeld hinaus Bedeutung. Denn Starkregen und Hochwasserlagen können Orte im Münsterland innerhalb kurzer Zeit vor erhebliche Probleme stellen. Gerade kleinere Flüsse, Bäche und tieferliegende Straßen können bei extremen Regenmengen schnell zu Gefahrenpunkten werden. Deshalb braucht es eingespielte Strukturen, wenn Menschen evakuiert, Gebäude geschützt oder Einsatzstellen über längere Zeit versorgt werden müssen.
Wasserrettungseinheiten sind ein wichtiger Teil der öffentlichen Gefahrenabwehr. Ihre Aufgaben reichen von der Suche nach vermissten Personen im Wasser über Rettungen bei Badeunfällen bis zu Einsätzen bei Umweltgefahren, Eisrettung und Katastrophenlagen. In größeren Schadenslagen können einzelne Gruppen zu einem Wasserrettungszug zusammengeführt werden. Genau dieses Zusammenspiel wird bei der Übung im Kreis Coesfeld überprüft.
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