Sprickmannplatz in Münster: BV Nord soll Alkoholverbot prüfen

Eine Petition kritisiert massive Verzögerungen bei Einbürgerungen in Münster. Tausende Anträge liegen demnach unbearbeitet vor. Forderung nach Transparenz.
Foto: Caroline Muffert

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Münster. Ein mögliches Alkoholverbot am Sprickmannplatz in Münster beschäftigt die Bezirksvertretung Nord. Ein Antrag von Grünen, SPD, Volt und Linken sieht vor, dass die Verwaltung die rechtlichen Voraussetzungen prüft und bei positivem Ergebnis weitere Schritte einleitet.

Antrag verweist auf Aufenthaltsqualität und Familienfreundlichkeit

Der Sprickmannplatz soll nach dem Willen der Antragsteller stärker als familienfreundlicher Aufenthaltsort wahrgenommen werden. In den vergangenen zwei Jahren seien bereits mehrere Maßnahmen umgesetzt worden, darunter bessere Beleuchtung, zusätzliche Bänke, Blumenampeln und ein neugestalteter Spielplatz. Dadurch habe sich die Aufenthaltsqualität auf dem Platz spürbar verbessert.

Als Problem nennt der Antrag regelmäßig alkoholtrinkende Männer auf dem Platz. Dieses Thema sei auch bei einem Quartiersspaziergang am 5. Februar 2026 angesprochen worden, der von der Polizeipräsidentin organisiert wurde. Engagierte Akteure vor Ort hätten dabei den Wunsch nach einer Handhabe durch ein Alkoholverbot deutlich gemacht.

Rechtliche Prüfung entscheidet über weiteres Vorgehen

Der Antrag fordert kein sofortiges Verbot, sondern zunächst eine Prüfung durch die Verwaltung. Dabei dürfte es vor allem darum gehen, ob ein Alkoholverbot rechtlich verhältnismäßig und praktisch umsetzbar wäre. Die Antragsteller räumen selbst ein, dass ein Verbot zu einer Verdrängung führen kann und auch die betroffene Personengruppe ein Recht auf öffentliche Plätze hat.

Gleichzeitig verweisen sie darauf, dass es in fußläufiger Entfernung Ausweichmöglichkeiten gebe. Deshalb halten sie ein Alkoholverbot am Sprickmannplatz grundsätzlich für verhältnismäßig, sofern die Verwaltung die rechtliche Grundlage bestätigt. Ob es tatsächlich zu einem Verbot kommt, hängt nun vom weiteren Verfahren in der Bezirksvertretung Nord und der Bewertung durch die Stadt ab.

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