
Ein lange ungeklärter Kriminalfall aus Hessen ist nach fast 25 Jahren gelöst worden. Das als Mädchen aus dem Main identifiziert bekannte Opfer ist Diana S., eine 16-jährige Jugendliche aus Offenbach, die am 31. Juli 2001 tot im Main in Frankfurt entdeckt wurde. Über viele Jahre blieb ungeklärt, wer die Jugendliche war und unter welchen Umständen sie ums Leben gekommen war.
Der Fall war in der Öffentlichkeit als Mädchen aus dem Main bekannt. Nun teilten die Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main und das Hessische Landeskriminalamt mit, dass ein 67 Jahre alter deutscher Staatsangehöriger festgenommen wurde. Es handelt sich nach Behördenangaben um den Vater der getöteten Jugendlichen. Er sitzt wegen des Verdachts des Mordes in Untersuchungshaft.
Die Festnahme erfolgte laut Hessischem Landeskriminalamt am 12. Mai 2026 auf Veranlassung der Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main. Der Beschuldigte wurde noch am selben Tag einer Ermittlungsrichterin des Amtsgerichts Frankfurt am Main vorgeführt. Diese ordnete Untersuchungshaft wegen des Verdachts des Mordes an.
Nach Angaben der Ermittler besteht der dringende Verdacht, dass der Mann seine Tochter zwischen dem 28. und 31. Juli 2001 in der damaligen Familienwohnung in Offenbach getötet haben soll. Laut Behörden soll er den Leichnam anschließend in ein Bettlaken gewickelt, verschnürt, an einem Sonnenschirmständer befestigt und in Frankfurt in den Main geworfen haben. Diese Darstellung ist ein Tatvorwurf der Ermittlungsbehörden. Der Beschuldigte gilt bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung als unschuldig.
Der entscheidende Fortschritt gelang im Zusammenhang mit der internationalen Fahndungskampagne Identify Me. Im Oktober 2024 war der Fall erneut öffentlich gemacht worden, um Hinweise zur Identität der Toten und zu möglichen Tätern zu erhalten. Nach Angaben der Behörden gingen mehrere Hinweise aus der Bevölkerung ein. Diese Hinweise führten zu neuen Ermittlungsansätzen und schließlich zur Festnahme des Tatverdächtigen.
INTERPOL teilte mit, der Fall sei Teil einer Kampagne, die gemeinsam mit mehreren europäischen Ländern läuft. Ziel ist es, unbekannte tote Frauen zu identifizieren, deren Fälle teils seit Jahrzehnten ungeklärt sind. Die Kampagne nutzt unter anderem öffentlich geteilte Fallinformationen, Gesichtsrekonstruktionen und Angaben zu persönlichen Gegenständen.
Der Fall zeigt, welche Bedeutung internationale Fahndung, moderne Ermittlungsansätze und öffentliche Hinweise bei ungeklärten Altfällen haben können. INTERPOL bezeichnet die Identifizierung von Diana S. als sechsten erfolgreichen Identifizierungsfall im Rahmen von Identify Me. Zugleich sind nach Angaben der Organisation weiterhin zahlreiche Fälle offen.
Für die Ermittler ist der Fall trotz der Festnahme nicht abgeschlossen. Das Hessische Landeskriminalamt teilte mit, die Ermittlungen dauerten weiter an. Damit bleibt offen, welche weiteren Beweise ausgewertet werden und wie sich der Tatverdacht im weiteren Verfahren konkretisiert.
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