
Zwei kleine Kinder aus Frankreich sind in Portugal allein an einer Landstraße gefunden worden. Die Jungen im Alter von drei und fünf Jahren wurden am Dienstagabend nahe Monte Novo do Sul im Kreis Alcácer do Sal entdeckt. Der Ort liegt im Distrikt Setúbal, an der Strecke zwischen Alcácer do Sal und Comporta. Nach portugiesischen Angaben wurden die Kinder zunächst geschützt, medizinisch untersucht und anschließend in die Obhut zuständiger Stellen gebracht.
Die portugiesische Nationalgarde GNR nahm am Donnerstag in Fátima eine 41 Jahre alte Frau und einen 55 Jahre alten Mann fest. Es handelt sich nach den vorliegenden Angaben um die Mutter der Kinder und deren Lebensgefährten. Die beiden stehen im Verdacht, mit dem Fall in Verbindung zu stehen. Die GNR führte als Verdachtsmomente häusliche Gewalt sowie Aussetzung und Verlassen an. Über Schuld oder strafrechtliche Verantwortlichkeit ist damit noch nicht entschieden.
Die beiden Jungen wurden nach portugiesischen Angaben gegen 19 Uhr allein in der Nähe der Nationalstraße EN253 gefunden. Sie hatten keine Ausweisdokumente bei sich. Zunächst ging es für die Einsatzkräfte darum, die Kinder zu sichern, ihre Identität zu klären und die zuständigen Kinderschutzstellen einzuschalten. Die GNR brachte die Kinder zunächst in Sicherheit, bevor sie in eine medizinische Einrichtung kamen.
Mehrere portugiesische Berichte schilderten, die Kinder hätten angegeben, zuvor mit verbundenen Augen in einem Waldstück zurückgelassen worden zu sein. Eine unabhängige Bestätigung jedes einzelnen Ablaufs lag zunächst nicht vor. Offiziell bestätigt war zunächst, dass zwei französische Kinder allein an der Straße gefunden wurden und dass Mutter und Stiefvater später festgenommen wurden.
Die mutmaßlich beteiligten Erwachsenen wurden in Fátima lokalisiert. Nach portugiesischen Angaben befanden sie sich dort an einem Café, in der Nähe stand ein Fahrzeug mit französischem Kennzeichen. Die Festnahme erfolgte durch die GNR. Für Freitag war eine Vorführung vor Gericht vorgesehen.
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