
Citroën will eines seiner bekanntesten Modelle in die Elektroära übertragen. Der 2CV, in Deutschland als Ente bekannt, soll als kleines, einfaches und bezahlbares Elektroauto zurückkehren. Citroën-Chef Xavier Chardon kündigte beim Investorentag des Mutterkonzerns Stellantis an, die Neuauflage solle vollelektrisch, in Europa produziert und unterhalb von 15.000 Euro positioniert werden.
Der Schritt ist Teil einer größeren Stellantis-Strategie für erschwingliche Elektroautos. Der Konzern hatte Mitte Mai 2026 ein neues E-Car-Projekt vorgestellt. Die Produktion soll 2028 im Werk Pomigliano d’Arco in Italien beginnen. Dort wird derzeit der Fiat Panda gebaut. Stellantis spricht von kleinen, erschwinglichen Elektroautos für mehrere Marken des Konzerns.
Die geplante Rückkehr des 2CV ist nicht als teures Retro-Modell angekündigt, sondern als bewusst einfaches Stadtauto. Chardon stellte die Neuauflage in die Tradition des Originals, das ab 1948 Mobilität für breite Bevölkerungsschichten ermöglichen sollte. Die neue Version soll diesen Anspruch auf elektrische Mobilität übertragen.
Damit unterscheidet sich das Projekt von vielen elektrischen Kleinwagen, die trotz kompakter Abmessungen häufig deutlich oberhalb früherer Einstiegspreise liegen. Stellantis reagiert mit dem E-Car-Projekt auf ein Problem des europäischen Automarkts: Günstige Neuwagen sind seltener geworden, während Batterietechnik, Sicherheitsvorgaben und Produktionskosten die Preise steigen lassen. Reuters berichtete zum Stellantis-Projekt von einem Zielpreis um 15.000 Euro.
Der neue Citroën 2CV Elektro soll in das E-Car-Programm von Stellantis eingebunden werden. Offiziell bestätigt ist, dass die ersten Fahrzeuge dieses Programms ab 2028 im italienischen Werk Pomigliano d’Arco entstehen sollen. Stellantis verbindet das Projekt mit dem Ziel, erschwingliche Elektromobilität in Europa zu produzieren und die Auslastung europäischer Werke zu stärken.
Unklar blieb zunächst, welche technischen Daten der neue 2CV erhalten wird. Zu Batteriegröße, Reichweite, Ladeleistung, Innenraumkonzept und Sicherheitsausstattung gab es zunächst keine gesicherten Angaben. Auch der endgültige Serienname und die genaue Modellpalette wurden noch nicht im Detail benannt.
Der Citroën 2CV wurde 1948 auf dem Pariser Autosalon vorgestellt und entwickelte sich zu einem der bekanntesten europäischen Volksautos. Seine Stärke lag nicht in Leistung oder Komfort, sondern in Einfachheit, niedrigem Preis, Robustheit und Alltagstauglichkeit. Gebaut wurde das Modell bis 1990.
Diese Geschichte macht den Namen für Citroën besonders wertvoll. Eine elektrische Neuauflage kann an ein Modell anknüpfen, das nicht nur nostalgisch aufgeladen ist, sondern auch eine klare Produktidee verkörpert: möglichst einfache Mobilität zu möglichst niedrigen Kosten. Genau dieser Ansatz passt zur aktuellen Debatte um bezahlbare Elektroautos in Europa.
Der angekündigte Zielpreis unter 15.000 Euro ist der zentrale Teil der Nachricht. Sollte Citroën diesen Wert tatsächlich halten, würde das Modell deutlich unter vielen heutigen Elektroautos liegen. Gerade im Kleinwagensegment ist der Preis für viele Käufer entscheidend, weil die Fahrzeuge häufig als Stadtwagen, Zweitwagen oder erstes eigenes Auto genutzt werden.
Noch ist jedoch offen, ob der genannte Preis für alle Märkte gilt, ob er inklusive Steuern gemeint ist und wie sich mögliche Förderprogramme auswirken. Auch Wechselkurse, Rohstoffkosten und EU-Regeln können bis zum Produktionsstart 2028 Einfluss auf den tatsächlichen Verkaufspreis haben.
Der Elektro-2CV steht nicht allein. Stellantis plant nach eigenen Angaben mehrere kleine E-Car-Modelle für verschiedene Marken. Zum Konzern gehören unter anderem Citroën, Fiat, Opel, Peugeot, Jeep und Ram. Die technische Entwicklung soll mit ausgewählten Partnern erfolgen, um Kosten zu senken und die Entwicklung zu beschleunigen.
Damit will Stellantis ein Segment zurückgewinnen, das in Europa stark unter Druck geraten ist. Viele Hersteller haben günstige Kleinstwagen eingestellt oder deutlich verteuert. Gleichzeitig sollen Elektroautos für mehr Käufer erreichbar werden, wenn die EU ihre Klimaziele im Verkehr erreichen will.
Eine Version des neuen 2CV wird für den Pariser Autosalon im Oktober erwartet. Offiziell bestätigt war zunächst vor allem die strategische Richtung: klein, elektrisch, erschwinglich und europäisch produziert.
Für Citroën ist das Projekt deshalb mehr als eine Modellneuheit. Die Marke versucht, eine historische Produktidee in einen Markt zu übertragen, der bezahlbare Elektroautos dringend braucht. Ob die neue Ente tatsächlich an den Erfolg des Originals anknüpfen kann, entscheidet sich aber erst, wenn Preis, Reichweite, Ausstattung und Serienstart konkret feststehen.
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