
Münster. Schwarze Zylinder, traditionelle Arbeitskleidung und kleine Glücksbringer: In Münsters Innenstadt hat der „Glücksgang in den Mai“ zum dritten Mal für Aufmerksamkeit gesorgt. Rund 80 Schornsteinfegerinnen und Schornsteinfeger zogen am 21. Mai durch die Altstadt bis zum Aasee. Begleitet wurden sie von Regierungspräsident Andreas Bothe. Die Aktion verband Brauchtum mit Öffentlichkeitsarbeit und machte zugleich auf ein Handwerk aufmerksam, das im Alltag vieler Menschen zwar wichtig ist, aber oft erst bei Prüfungen, Kehrterminen oder Feuerstättenschauen sichtbar wird.
Während des Zuges verteilten die Teilnehmenden kleine Glücksbringer an Münsteranerinnen und Münsteraner. Der Auftritt knüpfte an die traditionelle Rolle des Schornsteinfegers als Glückssymbol an. Zugleich nutzte das Handwerk die Gelegenheit, sich in der Innenstadt präsent zu zeigen und für seine Aufgaben zu werben.
Der „Glücksgang in den Mai“ führte durch zentrale Bereiche der Münsteraner Innenstadt und weiter bis zum Aasee. Die Schornsteinfegerinnen und Schornsteinfeger prägten mit ihrer traditionellen Kleidung das Stadtbild und kamen mit vielen Menschen ins Gespräch. Nach Angaben der Bezirksregierung Münster fand die Aktion bereits zum dritten Mal statt.
Für die Beteiligten ging es dabei nicht nur um Folklore. Der Glücksgang ist auch ein sichtbares Zeichen für ein Handwerk, das sich in den vergangenen Jahren verändert hat. Neben klassischen Kehrarbeiten gehören heute auch Aufgaben rund um Brandschutz, Energieeffizienz, Abgaswege, Heizungsanlagen und Sicherheit im Gebäude dazu.
Begleitet wurde der Zug von Regierungspräsident Andreas Bothe. Das ist auch deshalb naheliegend, weil die Bezirksregierungen in Nordrhein-Westfalen eine wichtige Rolle im Schornsteinfegerwesen übernehmen. Sie sind für die Bestellung der bevollmächtigten Bezirksschornsteinfegerinnen und Bezirksschornsteinfeger zuständig.
Im Regierungsbezirk Münster gibt es 231 Kehrbezirke. Diese werden jeweils für einen Zeitraum von sieben Jahren vergeben. Damit ist die Organisation des Schornsteinfegerwesens eng mit der öffentlichen Verwaltung verbunden. Die bevollmächtigten Bezirksschornsteinfeger übernehmen hoheitliche Aufgaben und sind damit mehr als reine Dienstleister.
Der Glücksgang verbindet mehrere Ebenen. Für viele Menschen steht der Schornsteinfeger bis heute symbolisch für Glück. Dieses Brauchtum griffen die Teilnehmenden auf, indem sie kleine Glücksbringer verteilten. Gleichzeitig diente der Zug als Gelegenheit, das eigene Handwerk sichtbarer zu machen.
Gerade in einer wachsenden Stadt wie Münster bleibt das Thema Gebäudesicherheit relevant. Schornsteinfegerinnen und Schornsteinfeger kontrollieren Anlagen, prüfen Abgaswege und tragen dazu bei, Gefahren durch Feuerstätten frühzeitig zu erkennen. Die öffentliche Aktion in der Innenstadt machte diese Aufgaben niedrigschwellig sichtbar.
Texte werden mit Unterstützung von KI-Tools erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Mehr dazu