ZDF zeigt Wohnprojekt Grüner Weiler in Münster bei „Terra Xplore“

Mit Architekturprofessorin Susanne Dürr spricht Leon Windscheid über den Nutzen von gemeinschaftlichen Wohnformen
Foto: ZDF/Marius Fuchtmann

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Münster. Eine neue Folge von „Terra Xplore“ rückt auch Münster in den Mittelpunkt. Für die ZDF-Sendung „Villa oder WG, wie Wohnen uns prägt“ besucht Leon Windscheid den Grünen Weiler in Münster und geht der Frage nach, wie Wohnformen das Wohlbefinden, das Sicherheitsgefühl und das Zusammenleben beeinflussen. Die Folge ist bereits im ZDF-Streaming abrufbar und wird am Sonntag, 14. Juni 2026, um 17.15 Uhr im ZDF ausgestrahlt. Das geht aus einer Mitteilung des Senders hervor.

ZDF Terra Xplore fragt, wie Wohnen Menschen prägt

Die Sendung beschäftigt sich mit einem Thema, das weit über Einrichtung, Architektur und Wohnfläche hinausgeht. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Wohnräume auf Menschen wirken und was ein Zuhause aus psychologischer Sicht leisten kann. Leon Windscheid spricht dafür mit verschiedenen Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartnern, darunter der Immobilien-Influencer Mr. Unreal Estate, Wohnpsychologin Melanie Fritze und Architekturprofessorin Susanne Dürr.

Nach Angaben des ZDF geht es in der Folge nicht nur um besonders große oder auffällige Immobilien, sondern vor allem um Bedürfnisse, Geborgenheit und persönliche Lebensphasen. Der Hamburger Unternehmer Simon Schäfer zeigt, welche Bedeutung natürliche Materialien, Tageslicht und ein Blick ins Grüne für sein Wohngefühl haben. Die Mode-Influencerin Lena Lademann beschreibt außerdem, welche Rolle Wohnen nach einer Trennung für sie bekommen hat.

Eingeordnet wird das Thema durch die Wohnpsychologin Melanie Fritze. Sie erläutert, welche Aspekte für das psychische Erleben wichtig sind und weshalb schon kleinere Veränderungen im eigenen Zuhause das Wohlbefinden beeinflussen können. Damit verbindet „Terra Xplore“ Alltagserfahrungen mit wissenschaftlicher Einordnung. Zugleich zeigt die Sendung, dass Wohnen nicht nur eine private Frage ist, sondern auch soziale Sicherheit, Identität und Lebensqualität berührt.

Grüner Weiler Münster steht für gemeinschaftliches Wohnen

Der lokale Bezug entsteht durch den Besuch im Grünen Weiler in Münster. Die Genossenschaft umfasst nach ZDF-Angaben mehr als 100 Wohnungen für rund 250 Menschen. Dazu kommen gemeinschaftlich genutzte Bereiche wie Werkstätten, Co-Working-Flächen und Veranstaltungsräume. Damit steht das Projekt für eine Wohnform, die nicht allein auf private Wohnfläche setzt, sondern Begegnung und geteilte Infrastruktur stärker einbezieht.

In der Sendung ordnet Prof. Susanne Dürr, Vizepräsidentin der Architektenkammer Baden-Württemberg, ein, warum gemeinschaftliches Wohnen zunehmend an Bedeutung gewinnt. Dabei geht es nach Angaben des Senders sowohl um soziale als auch um nachhaltige Aspekte. Gerade in Städten, in denen Wohnraum knapp und teuer ist, können solche Modelle neue Antworten auf die Frage geben, wie Menschen künftig zusammenleben wollen.

Ein weiterer Teil der Folge widmet sich der Psychologie des Wohnstils. Eine Studie legt laut ZDF nahe, dass sich bestimmte Persönlichkeitsmerkmale häufig bereits anhand eines Zuhauses einschätzen lassen. Leon Windscheid greift diese Frage in einem Studioexperiment auf, bei dem Teilnehmende anhand von Wohnungsfotos Rückschlüsse auf die Menschen dahinter ziehen sollen.

Für Münster ist die ZDF-Folge deshalb mehr als ein Fernsehtipp. Der Grüne Weiler wird als Beispiel für gemeinschaftliches Wohnen Münster bundesweit sichtbar. Gleichzeitig passt das Thema in eine breitere Debatte darüber, wie Wohnraum gestaltet sein muss, damit er nicht nur funktional ist, sondern auch soziale Nähe, Sicherheit und Wohlbefinden unterstützt.

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