100 Jahre Preußenstadion: Münsters Innenstadt wird zur Jubiläumsausstellung

Zum Jubiläum des Preußenstadions zeigt Münster eine Ausstellung in Schaufenstern der Innenstadt.
Eines der größten Schaufenster kann bei Geers in der Salzstraße bestaunt werden. Foto: LSM/SCP

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Münster. Zum 100-jährigen Bestehen des Preußenstadions wird die Geschichte der Spielstätte in der Innenstadt sichtbar. Ab dem 1. Juni zeigen elf Schaufenster und vier Geschäftsfassaden rund um den Prinzipalmarkt und die Lambertikirche Stationen aus der Geschichte des Stadions an der Hammer Straße. Der frei zugängliche Rundgang trägt den Titel „100 Jahre Preußenstadion“ und verbindet Vereinsgeschichte, Stadtgeschichte und künstlerische Illustrationen.

Die Ausstellung reicht von der Einweihung des Stadions im Jahr 1926 über sportliche und kulturelle Ereignisse bis zum aktuellen Umbau des LVM-Preußenstadions. Während an der Hammer Straße derzeit Teile der alten Gegengerade abgerissen werden und die neue Stehtribüne im Osten fast fertiggestellt ist, richtet der Rundgang den Blick auf die Entwicklung des Stadions über mehrere Jahrzehnte.

Robert Nippoldt gestaltet die Geschichte des Stadions

Die Illustrationen stammen vom Münsteraner Zeichner und Buchkünstler Robert Nippoldt. Seine Arbeiten bereiten zentrale Ereignisse und Entwicklungen rund um das Preußenstadion grafisch auf. Die Ausstellung ist bewusst nicht auf einen klassischen Museumsraum beschränkt, sondern wird in Schaufenstern und an Fassaden im Innenstadtbereich gezeigt.

Der Rundgang ist ungeführt. Besucherinnen und Besucher können die Stationen entlang einer Route ablaufen oder einzelne Schaufenster beim Gang durch die Innenstadt entdecken. Damit richtet sich die Ausstellung nicht nur an Fans des SC Preußen Münster, sondern auch an Menschen, die sich für Stadtgeschichte interessieren oder zufällig auf die Darstellungen stoßen.

Projekt entstand aus einer Initiative der Fangemeinschaft

Die Idee zur Ausstellung geht auf die Fangemeinschaft Preußen Münster zurück. Unterstützt wird das Projekt von der LVM-Versicherung, dem Namenspartner des LVM-Preußenstadions. An der Umsetzung waren außerdem der SC Preußen Münster, die Stadt Münster, die Kaufmannschaft und der Künstler beteiligt. Die Vorbereitung begann nach Angaben des Vereins bereits vor rund zweieinhalb Jahren.

Ein Schwerpunkt der Arbeit lag auf der historischen Recherche. Besonders schwierig war demnach die Aufarbeitung der frühen Stadiongeschichte aus den 1920er und 1930er Jahren. Auch die NS-Zeit wird in der Ausstellung thematisiert. Am Stadtmuseum greift eine Station unter dem Titel „Kriegsjahre – Missbrauch des Stadions“ dieses Kapitel der Stadiongeschichte auf.

Stationen führen durch die Innenstadt

Der Rundgang umfasst unterschiedliche Themen. Dazu gehören unter anderem die Vorgeschichte des Stadions, die Einweihung, die Entwicklung bis 1970, spätere Umbauten, legendäre Spiele, Fankultur sowie Ereignisse aus Kunst, Kultur und Musik. Auch der aktuelle Umbau zum LVM-Preußenstadion ist Teil der Ausstellung.

Zu den Stationen gehören unter anderem der Westfälische Nachrichten Shop am Picassoplatz, das LWL-Museum am Domplatz, die Galerie Nettels am Spiegelturm, das Stadtmuseum an der Salzstraße, das Modehaus Schnitzler am Prinzipalmarkt, der Rathausinnenhof, das Stadthaus und der Fanshop des SC Preußen Münster an der Klemensstraße.

Ausstellung läuft bis zum 4. Juli

Die Ausstellung „100 Jahre Preußenstadion“ ist vom 1. Juni bis zum 4. Juli in der Innenstadt zu sehen. Der Rundgang trägt zusätzlich den Titel „11 Fenster müsst ihr sein!“ und besteht aus elf Hauptstationen sowie mehreren ergänzenden Punkten.

Für Münster bietet die Ausstellung einen Überblick über ein Stadion, das seit 1926 Teil der Stadt ist und derzeit grundlegend umgebaut wird. Der Rundgang zeigt historische Abschnitte, sportliche Höhepunkte und weniger bekannte Kapitel. Zugleich macht er deutlich, wie eng die Entwicklung des Stadions mit der Geschichte des SC Preußen Münster und der Stadt verbunden ist.

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