Streit im ICE bringt 38-Jährigen am Hauptbahnhof Münster ins Gefängnis

Am Hauptbahnhof Münster ist Alkohol ab sofort verboten
Symbolbild: David Olef

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Münster. Am Pfingstsamstag führte ein Streit in einem ICE von Hamburg nach Münster für einen 38-jährigen Reisenden direkt in die Justizvollzugsanstalt. Als Einsatzkräfte der Bundespolizei den Mann am Hauptbahnhof Münster kontrollierten, stellten sie fest, dass die Staatsanwaltschaft Hamburg gleich zwei Haftbefehle gegen ihn erlassen hatte. Es blieb nicht der einzige Fahndungstreffer an diesem Tag: Insgesamt vollstreckte die Bundespolizei am Hauptbahnhof vier Haftbefehle und nahm zusätzlich einen ausreisepflichtigen Mann vorläufig fest.

Streitigkeiten im ICE führen zu Kontrolle

Ein erster Einsatz ergab sich nach Streitigkeiten in einem ICE auf der Strecke von Hamburg nach Münster. Die Bundespolizei kontrollierte daraufhin einen 38-jährigen Mann aus Hamburg. Beim Abgleich seiner Personalien mit dem polizeilichen Fahndungssystem stellte sich heraus, dass die Staatsanwaltschaft Hamburg gleich zwei Haftbefehle gegen ihn erlassen hatte.

Hintergrund waren zwei Verurteilungen wegen Betruges sowie ein Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz. Nach Angaben der Bundespolizei hatte der deutsche Staatsangehörige noch eine Restfreiheitsstrafe von insgesamt 113 Tagen zu verbüßen. Die Beamten nahmen den Mann fest und brachten ihn anschließend in eine Justizvollzugsanstalt.

Gesuchter Mann zahlt Geldstrafen bei der Bundespolizei

Auch am Abend kam es am Hauptbahnhof Münster zu einem weiteren Fahndungstreffer. Einsatzkräfte kontrollierten einen 39-jährigen Mann, gegen den ebenfalls zwei Haftbefehle vorlagen. Der Mann war wegen Verstößen gegen das Waffengesetz in den Jahren 2023 und 2025 zu Geldstrafen verurteilt worden.

Die Geldstrafen beliefen sich nach Angaben der Bundespolizei auf 900 Euro und 600 Euro. Da der Verurteilte die Zahlungen nicht geleistet hatte, wurden Haftbefehle ausgestellt. Um eine Ersatzfreiheitsstrafe von 105 Tagen abzuwenden, zahlte der bosnisch-herzegowinische Staatsangehörige die geforderte Summe bei der Bundespolizei. Danach durfte er die Wache wieder verlassen.

Ausreisepflichtiger Mann vorläufig festgenommen

Neben den vollstreckten Haftbefehlen stellten die Beamten am Pfingstsamstag auch einen 38-jährigen Mann aus Vietnam fest. Laut Bundespolizei hielt er sich unerlaubt im Bundesgebiet auf und war einer Aufforderung zur freiwilligen Ausreise nicht nachgekommen.

Die Einsatzkräfte nahmen den Mann vorläufig fest. Zur Einleitung aufenthaltsbeendender Maßnahmen übergaben sie ihn anschließend an das Polizeipräsidium Münster.

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