
Bei einer Kollision zwischen einem Schulbus und einem Zug sind am Dienstagmorgen im belgischen Buggenhout vier Menschen ums Leben gekommen. Unter den Toten sind nach Angaben des belgischen Mobilitätsministers Jean-Luc Crucke zwei Kinder, der Fahrer des Busses und eine weitere erwachsene Person. Zwei weitere Menschen wurden schwer verletzt.
Der Zusammenstoß ereignete sich an einem Bahnübergang in Buggenhout in der Provinz Ostflandern. Der Ort liegt nordwestlich von Brüssel. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters geschah der Unfall am Dienstagmorgen an einem Bahnübergang etwa einen Kilometer vom Bahnhof Buggenhout entfernt.
Reuters
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In dem Kleinbus befanden sich nach den vorliegenden Angaben sieben Kinder, der Fahrer und eine Begleitperson. Der Bus wurde an dem Übergang von einem Zug erfasst. Im Zug befanden sich rund 100 Fahrgäste. Verletzte im Zug wurden zunächst nicht gemeldet.
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Nach Angaben des belgischen Bahninfrastrukturbetreibers Infrabel zeigen erste Aufnahmen, dass die Schranken am Bahnübergang geschlossen waren und die roten Warnsignale leuchteten. Der Zug habe bereits gebremst, der Zusammenstoß habe jedoch nicht verhindert werden können. Warum der Bus dennoch auf die Gleise geriet, blieb zunächst unklar.
Die genauen Umstände des Unfalls werden untersucht. Ermittler, Spurensicherung und Verkehrsexperten wurden an den Unfallort geschickt. Offiziell gesicherte Angaben zu einem möglichen Ablauf oder zu einer Ursache lagen zunächst nicht vor.
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Belgiens Innenminister Bernard Quintin äußerte sich betroffen über den Unfall in Buggenhout und sprach den Angehörigen der Betroffenen sein Mitgefühl aus. Auch auf europäischer Ebene löste der Unfall Anteilnahme aus.
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Für Buggenhout bedeutete der Unfall einen Großeinsatz von Rettungskräften und Polizei. Der Bahnverkehr in der Umgebung war nach dem Zusammenstoß beeinträchtigt. Die zuständigen Stellen richteten vor Ort Strukturen für Information und Betreuung ein.
Unfälle an Bahnübergängen gehören in Belgien seit Jahren zu den wiederkehrenden Risiken im Bahnverkehr. Reuters verwies unter Bezug auf Infrabel darauf, dass im Jahr 2025 fünf Menschen bei Unfällen an Bahnübergängen starben. Infrabel weist in Sicherheitshinweisen für Schulbusse darauf hin, dass Fahrzeuge einen Bahnübergang nur befahren sollen, wenn auf der anderen Seite genügend Platz ist, und dass Insassen bei einer Panne oder einem Zwischenfall sofort aus dem Gefahrenbereich gebracht werden müssen.
Reuters
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Der Fall von Buggenhout zeigt erneut, wie schwer die Folgen an Bahnübergängen sein können. Die Ermittlungen sollen klären, wie der Schulbus trotz geschlossener Schranken und roter Warnsignale in den Gleisbereich gelangte.
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