Rückruf bei Kaufland: Dieses Paprika-Gewürz sollte nicht mehr verwendet werden

Ein Schild zeigt Warnung
Symbolbild mit KI erstellt

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Ein bei Kaufland verkauftes Paprika-Gewürz wird zurückgerufen. Betroffen ist die Paprika-Gewürzzubereitung Pul Biber der Marke Suntat im 100-Gramm-Beutel. Grund für den Rückruf sind erhöhte Aflatoxingehalte, die bei einer Kontrolle festgestellt wurden. Verbraucherinnen und Verbraucher sollen das betroffene Produkt nicht verzehren.

Welche Paprika-Gewürzzubereitung betroffen ist

Zurückgerufen wird Suntat Paprika-Gewürzzubereitung Pul Biber in der Verpackungseinheit 100 Gramm. Betroffen ist ausschließlich Ware mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 30.10.2027 und der Chargennummer L A06. Hersteller beziehungsweise Inverkehrbringer ist die BLG Kardesler Lebensmittel-Handelsgesellschaft mbH.

Die Angabe der Charge ist entscheidend, weil Rückrufe bei Lebensmitteln in der Regel nicht automatisch alle Produkte einer Marke betreffen. Wer das Gewürz zu Hause hat, sollte deshalb Verpackung, Mindesthaltbarkeitsdatum und Loskennzeichnung prüfen.

Was Kunden jetzt tun sollten

Vom Verzehr der betroffenen Paprika-Gewürzzubereitung wird abgeraten. Kundinnen und Kunden können das Produkt in den Verkaufsstellen zurückgeben. Der Kaufpreis wird erstattet. Nach den veröffentlichten Rückrufinformationen ist die Rückgabe auch ohne Kassenbon möglich.

Wichtig ist: Das Gewürz sollte nicht weiter zum Kochen verwendet werden. Aflatoxine gehören zu den Schimmelpilzgiften, die durch Erhitzen in der Regel nicht zuverlässig unschädlich gemacht werden. Kochen, Braten oder Backen ist daher keine geeignete Maßnahme, um ein belastetes Produkt sicher zu machen.

Warum Aflatoxine gefährlich sind

Aflatoxine sind natürlich vorkommende Schimmelpilzgifte. Sie werden von bestimmten Schimmelpilzarten gebildet und können in pflanzlichen Lebensmitteln vorkommen. Das Bundesinstitut für Risikobewertung nennt Aflatoxine ein besonders bekanntes Beispiel für Mykotoxine. Sie gelten als stark lebertoxisch und krebserregend.

Das gesundheitliche Risiko hängt unter anderem von der aufgenommenen Menge und der Dauer der Aufnahme ab. Besonders problematisch ist eine wiederholte oder längerfristige Belastung. Aflatoxine können die Leber schädigen und das Krebsrisiko erhöhen. Weil die Stoffe mit bloßem Auge nicht erkennbar sind, lässt sich eine Belastung am Aussehen oder Geruch eines Lebensmittels nicht zuverlässig feststellen.

Warum Gewürze betroffen sein können

Schimmelpilzgifte können in unterschiedlichen Lebensmitteln vorkommen. Dazu zählen unter anderem Getreide, Nüsse, Paprika und daraus hergestellte Produkte. Entscheidend sind unter anderem Bedingungen bei Anbau, Ernte, Trocknung, Transport und Lagerung. Feuchtigkeit und Wärme können die Bildung bestimmter Schimmelpilze begünstigen.

Gerade bei getrockneten Gewürzen ist für Verbraucherinnen und Verbraucher kaum erkennbar, ob ein Produkt belastet ist. Deshalb sind Kontrollen entlang der Lieferkette und behördliche Lebensmittelwarnungen wichtig. Im aktuellen Fall wurde der Rückruf wegen erhöhter Aflatoxingehalte veröffentlicht.

Rückruf betrifft nicht alle Paprika-Produkte

Der Rückruf bezieht sich auf eine konkret benannte Paprika-Gewürzzubereitung der Marke Suntat. Nach den veröffentlichten Informationen geht es um den 100-Gramm-Beutel mit der Charge L A06 und dem Mindesthaltbarkeitsdatum 30.10.2027. Andere Chargen oder andere Paprika-Gewürze sind in der Rückrufmeldung nicht genannt.

Wer unsicher ist, sollte das Produkt anhand der Angaben auf der Verpackung prüfen. Stimmen Marke, Produktbezeichnung, Gewicht, Mindesthaltbarkeitsdatum und Chargennummer überein, sollte das Gewürz nicht mehr verwendet und zurückgegeben werden.

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