
Vermisste Anna Wilska auf Mallorca gefunden: Die 33-Jährige hat sich nach wochenlangem Kontaktabbruch telefonisch bei ihrer Familie gemeldet. Damit ist klar: Anna Wilska lebt. Genau das war über Wochen ungewiss gewesen. Angehörige, private Ermittler und Medien hatten nach ihr gesucht, nachdem der Kontakt zu ihr im April abgebrochen war. Ihr Verschwinden hatte in Polen, auf Mallorca und auch in deutschen Medien Aufmerksamkeit ausgelöst.
Nach Angaben mehrerer polnischer Medien wurde Anna Wilska auf Mallorca in einem Geschäft erkannt. Anschließend kam der Kontakt zur Familie zustande. Die 33-Jährige erklärte demnach, ihr seien Telefon und Dokumente gestohlen worden. Deshalb habe sie keine Telefonnummern ihrer Angehörigen mehr gehabt. Diese Darstellung passt zu früheren Berichten, wonach sie Mitte April bei der spanischen Polizei den Verlust von Handy und Ausweispapieren gemeldet haben soll.
Nach dem aktuellen Stand gibt es keine Hinweise darauf, dass Anna Wilska körperlich verletzt ist. In dem bekannt gewordenen Telefonkontakt soll sie gesagt haben, dass es ihr gut gehe. Ein privater Ermittler erklärte laut polnischen Medien, Anna habe sich bei ihrer Schwester gemeldet und mitgeteilt, sie sei gesund.
Trotzdem bleiben wichtige Punkte offen. Nach Angaben aus dem Umfeld der Suche soll Anna Wilska ihren genauen Aufenthaltsort zunächst nicht genannt haben. Auch ist nicht eindeutig bestätigt, dass die zuständigen Behörden die Suche offiziell beendet haben.
Anna Wilska war zuletzt als 33-jährige Polin beschrieben worden, die zuvor lange in Hamburg gelebt hatte und im Herbst 2025 nach Mallorca gegangen sein soll. Der Kontakt zu ihrer Familie brach im April ab. Zuvor soll sie ihren Angehörigen mitgeteilt haben, sie sei am Strand Can Pere Antoni in Palma bestohlen worden. Dabei seien ihr Handy, Reisepass, Geld und weitere Gegenstände verschwunden.
Besonders beunruhigend wirkte eine Nachricht, die nach früheren Medienberichten über einen unbekannten Instagram-Account an die Familie gelangt sein soll. Darin soll Anna Wilska um Hilfe gebeten und erklärt haben, sie habe keinen Zugriff mehr auf ihr Telefon und ihre Dokumente. Anschließend riss der Kontakt erneut ab. Suchaufrufe wurden verbreitet, polnische Medien berichteten ausführlich.
Unklar bleibt, wo genau sie sich während der vergangenen Wochen aufhielt. Ebenso offen ist, warum sie trotz angeblicher Kontakte zur spanischen Polizei nicht früher wieder mit ihrer Familie kommunizieren konnte. Medienberichten zufolge soll sie erklärt haben, sie habe wegen des gestohlenen Telefons keine Nummern ihrer Angehörigen mehr gehabt. Diese Angaben stammen jedoch aus Telefonaten und Medienberichten, nicht aus einer amtlichen Darstellung.
Die Geschichte von Anna Wilska zeigt, wie schnell ein Vermisstenfall im Ausland entstehen kann. Ein gestohlenes Telefon, fehlende Dokumente, Sprachbarrieren und fehlender Zugriff auf gespeicherte Kontakte können dazu führen, dass Angehörige über Wochen keine gesicherte Nachricht erhalten. Für die Familie bedeutete die Ungewissheit eine enorme Belastung.
Journalistisch belastbar ist derzeit: Anna Wilska wurde nach wochenlanger Suche auf Mallorca lebend angetroffen. Sie sprach mit ihrer Familie und erklärte, ihr seien Telefon und Dokumente gestohlen worden. Nach Angaben aus ihrem Umfeld soll sie gesund sein.
Nicht gesichert ist dagegen, dass alle Umstände ihres Verschwindens vollständig aufgeklärt sind. Die präziseste Formulierung lautet: Anna Wilska ist nach Wochen ohne Kontakt wieder aufgetaucht und lebt. Die Ermittlungen der Behörden können nach aktuellem Medienstand aber noch nicht als abgeschlossen gelten.
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