Daniel Stendel kehrt nach Barnsley zurück

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Daniel Stendel Barnsley: Der bisherige U23-Trainer von Hannover 96 verlässt die Niedersachsen und übernimmt zur neuen Saison erneut den FC Barnsley. Damit kehrt er zu dem englischen Drittligisten zurück, den er bereits in der Saison 2018/19 betreut hatte. Für Hannover 96 endet damit eine lange Verbindung mit einem früheren Profi, Nachwuchstrainer und Cheftrainer der ersten Mannschaft.

Der Wechsel ist offiziell bestätigt. Stendel hatte bei Hannover 96 noch einen Vertrag bis 2027. Der Verein gab ihn für die Aufgabe in England frei. Die Nachfolge für die U23 soll neu geregelt werden.

Rückkehr an eine bekannte Wirkungsstätte

Für Stendel ist Barnsley keine unbekannte Station. Er arbeitete bereits von 2018 bis 2019 für den Klub aus South Yorkshire. In seiner ersten Amtszeit führte er die Mannschaft aus der drittklassigen League One in die Championship, die zweithöchste englische Spielklasse.

Nun übernimmt der 52-Jährige Barnsley erneut als Cheftrainer. Der Klub spielt in der League One. Für Stendel bedeutet der Schritt die Rückkehr in einen Fußballmarkt, in dem er bereits sportlich erfolgreich gearbeitet hat. Zugleich verlässt er Hannover 96 in einer Phase, in der die Akademie nach mehreren bewegten Jahren neu aufgestellt werden muss.

Hannover verliert eine prägende Figur der Akademie

Stendel war seit Juli 2022 wieder als U23-Trainer in der 96-Akademie tätig. Zuvor hatte er bereits viele Jahre im Nachwuchsbereich von Hannover 96 gearbeitet. Als U19-Trainer erreichte er 2014 das Endspiel um die Deutsche Meisterschaft. 2016 gewann er mit Hannovers Nachwuchs den DFB-Juniorenpokal.

Auch als Spieler ist Stendel eng mit Hannover 96 verbunden. Er gehörte zur Aufstiegsmannschaft von 2002. Später betreute er auch die Lizenzmannschaft des Vereins. Insgesamt steht sein Name bei Hannover 96 für mehrere Rollen: Profi, Nachwuchstrainer, U23-Coach und zwischenzeitlich Cheftrainer der ersten Mannschaft.

U23-Aufstieg bleibt ein wichtiger Erfolg

Ein sportlicher Höhepunkt seiner jüngeren Zeit in Hannover war der Aufstieg der U23 in die 3. Liga im Jahr 2024. Die zweite Mannschaft spielte damit wieder überregional deutlich sichtbarer. Auch einzelne Spieler aus dem Nachwuchs rückten in dieser Phase näher an den Profibereich heran.

Hannover 96 hatte Stendel nach seiner Rückkehr 2022 bewusst wieder in der Akademie eingesetzt. Dort sollte er junge Spieler entwickeln und die zweite Mannschaft stabilisieren. Nach seinem Abschied muss der Verein nun eine Position neu besetzen, die für den Übergang zwischen Nachwuchs und Profibereich wichtig bleibt.

Keine Auswirkungen auf die Profimannschaft

Der Wechsel Stendels betrifft die U23 und die Akademie, nicht den Cheftrainerposten der Profimannschaft. Christian Titz bleibt bei Hannover 96 weiter Teil der Planungen für die kommende Zweitliga-Saison. Nach dem verpassten Bundesliga-Aufstieg hatte Sportdirektor Ralf Becker eine Trainerdiskussion ausgeschlossen.

Hannover 96 beendete die Saison 2025/26 auf Platz vier der 2. Bundesliga. Der direkte Aufstieg und auch die Relegation wurden verpasst. In der sportlichen Leitung arbeitet der Verein inzwischen mit Geschäftsführer Sport Jonas Boldt, Sportdirektor Ralf Becker und Cheftrainer Christian Titz an der Planung für die Saison 2026/27.

Barnsley setzt auf bekannte Erfahrung

Barnsley holt mit Stendel einen Trainer zurück, der den Klub bereits kennt und dort einen Aufstieg gefeiert hat. Für den englischen Drittligisten ist die Verpflichtung deshalb mehr als eine Personalie mit Deutschlandbezug. Sie knüpft an eine frühere erfolgreiche Phase an.

Für Hannover 96 ist der Wechsel dagegen ein Einschnitt in der Akademie. Stendel verlässt den Verein nach einer langen gemeinsamen Geschichte. Seine neue Aufgabe beginnt in England, während Hannover intern die Nachfolge bei der U23 klären muss.

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