CDU macht Druck für Wassercontainer an Münsters Straßenbäumen

CDU fordert Erhalt der Wassercontainer für Münsters Straßenbäume
Symbolbild mit KI erstellt

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Münster. Die CDU im Rat der Stadt Münster fordert, die mobilen Wassercontainer für die Bewässerung von Straßenbäumen weiter einzusetzen. Hintergrund ist die Neuausrichtung der Aktion „Münster schenkt aus“, bei der die Stadt in diesem Sommer stärker auf kostenlose Gießkannen und Wassersäcke setzt.

CDU sieht Wassercontainer als Hilfe für Gießpaten

Nach Angaben der CDU-Ratsfraktion hat sie einen Antrag eingebracht, um die 1.000-Liter-Wassercontainer der Aktion „Münster schenkt aus“ zu erhalten. Die Behälter wurden nach Darstellung der Fraktion in den vergangenen fünf Jahren im Stadtgebiet verteilt und halfen ehrenamtlichen Gießpaten dabei, rund 400 Straßenbäume in Trockenphasen mit Wasser zu versorgen.

Ratsfrau Babette Lichtenstein van Lengerich bezeichnet die Container laut CDU-Mitteilung als praktischen Klimaschutz durch bürgerschaftliches Engagement. Die Fraktion argumentiert, dass viele Gießpaten ohne die Wasserstellen ihre freiwillige Hilfe nicht zuverlässig leisten könnten. Denn wer Wasser mit Eimern oder Gießkannen über mehrere Etagen tragen müsse, stoße schnell an praktische Grenzen.

Die CDU verweist außerdem auf die Kosten. Nach Angaben der Fraktion gehe es um rund 20.000 Euro für die Befüllung von 60 Wassercontainern. Dem stellt sie die Kosten einer beschlossenen Baumumpflanzung am Schulzentrum in Wolbeck gegenüber. Dafür nennt die CDU 400.000 Euro für 24 Bäume. Lichtenstein van Lengerich kritisiert laut Mitteilung, dass aus ihrer Sicht finanzielle und ökologische Maßstäbe nicht zusammenpassten.

Stadt setzt 2026 auf Gießkannen und Wassersäcke

Die Kritik der CDU bezieht sich auf eine Änderung bei „Münster schenkt aus“. Die Stadt Münster hatte die Aktion für den Sommer 2026 neu aufgestellt. Seit Dienstag, 2. Juni, können Bürgerinnen und Bürger kostenlose Gießkannen und Wassersäcke im Haus der Nachhaltigkeit an der Hammer Straße 1 abholen. Die bisher eingesetzten mobilen Wassertanks werden nach Angaben der Stadt in dieser Form zunächst nicht weitergeführt.

Als Gründe nannte die Stadt einen hohen Aufwand für Aufbau, Standortwahl und Verkehrssicherheit. Außerdem habe es wiederholt Vandalismus gegeben. Teilweise seien Tanks mutwillig entleert worden, sodass Wasser verloren gegangen sei, ohne den Bäumen zu helfen. Mehr Hintergründe zur neuen Ausrichtung der Aktion stehen im Artikel „Münster stärkt Straßenbäume mit mehr Gießkannen und Wassersäcken“: https://ms-aktuell.de/muenster/muenster-staerkt-strassenbaeume-mit-mehr/

Damit stehen sich zwei unterschiedliche Ansätze gegenüber. Die Stadt will die Unterstützung für Baumpaten über flexiblere Ausgaben von Wassersäcken und Gießkannen stärken. Die CDU hält dagegen die mobilen Wassercontainer für notwendig, weil sie aus ihrer Sicht eine niedrigschwellige Voraussetzung für regelmäßiges Gießen im direkten Umfeld der Straßenbäume sind.

Fraktion warnt vor möglichen Folgekosten

Die CDU hält einen Verzicht auf die Container auch wirtschaftlich für riskant. Wenn die Stadt bei längerer Trockenheit selbst Notwässerungen übernehmen müsse oder ein Teil der betroffenen Bäume Schaden nehme, könnten nach Einschätzung der Fraktion höhere Kosten entstehen als für die Befüllung der Wassercontainer. Konkrete Zahlen zu möglichen Folgekosten nennt die CDU-Mitteilung allerdings nicht.

Aus Sicht der Fraktion geht es deshalb nicht nur um eine einzelne Maßnahme, sondern um die Frage, wie Münster ehrenamtliche Baumbewässerung organisiert. Die Stadt betont in ihrer eigenen Darstellung, dass sie weiterhin auf die Hilfe von Bürgerinnen und Bürgern setzt. Zugleich verändert sie die praktische Umsetzung, weil die Containerlösung aus ihrer Sicht mit zu hohem Aufwand und Problemen verbunden war.

Ob der Antrag der CDU zu einer Fortführung der Wassertanks führt, ist zunächst offen. Fest steht, dass die Bewässerung von Straßenbäumen in Münster auch in diesem Sommer ein wichtiges Thema bleibt. Gerade junge oder geschwächte Bäume sind bei längeren Trockenphasen auf zusätzliche Wassergaben angewiesen.

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