Nach Gewittern rollen die Züge im Norden wieder, doch Verspätungen bleiben

RE 2 und RE 42 Richtung Münster von Teilausfällen betroffen
Foto: Thomas

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Hamburg. Zugausfälle Hamburg Hannover Bremen haben am Freitagmorgen den Bahnverkehr im Norden deutlich beeinträchtigt. Nach heftigen Gewittern kam es auf den Verbindungen zwischen Hamburg, Hannover und Bremen zu massiven Störungen im Fern- und Nahverkehr. Inzwischen ist die Strecke nach Angaben der Bahn wieder frei. Reisende müssen aber weiter mit Verspätungen und einzelnen Einschränkungen rechnen, bis sich der Verkehr wieder vollständig eingependelt hat. Betroffen waren unter anderem ICE-Verbindungen sowie Regionalzüge der Metronom-Linien RE4 und RB41.

Zugausfälle Hamburg Hannover Bremen treffen Pendlerverkehr am Morgen

Die Störungen machten sich ausgerechnet im Berufsverkehr bemerkbar. Mehrere Züge fielen aus, andere waren deutlich langsamer unterwegs. Nach Angaben einer Bahnsprecherin hatte eine Stellwerksstörung zwischen Hamburg und Bremen den Zugverkehr im Norden beeinträchtigt. Seit kurz nach 9 Uhr sei die Strecke wieder voll befahrbar, sagte die Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur. Gleichzeitig hieß es, es könne noch dauern, bis der Bahnverkehr wieder planmäßig läuft. Für Reisende bedeutet das: Auch nach der technischen Freigabe können Verspätungen, Anschlussverluste und einzelne Ausfälle weiterhin auftreten.

Gewitterschäden Bahn Norden: Signale und Weichen betroffen

Als Ursache wurden zunächst Unwetterschäden genannt. Beim Betreiber der Metronom-Regionalzüge hieß es, witterungsbedingte Einflüsse wie Blitzeinschlag hätten zu Störungen bei Signalen und Weichen geführt. Der Zugverkehr sei nach und nach mit angeordneter Langsamfahrt möglich gewesen. Der NDR berichtet allerdings, dass die Bahn einen zuvor genannten Blitzeinschlag im Stellwerk Buchholz in der Nordheide am Freitagvormittag auf Nachfrage nicht mehr bestätigen wollte. Belastbar ist damit: Es gab wetterbedingte Störungen an der Bahninfrastruktur. Ein konkreter Blitzeinschlag im Stellwerk Buchholz ist nach aktuellem Stand nicht gesichert.

Fernverkehr zwischen Hamburg, Hannover und Bremen stark betroffen

Besonders spürbar waren die Folgen im Fernverkehr. Am Morgen fielen nach vorliegenden Angaben fast alle ICE-Züge zwischen Hamburg und Hannover beziehungsweise Hamburg und Bremen aus. Fernzüge auf der Verbindung Hamburg, Hannover, Kassel, Frankfurt am Main, Karlsruhe und Schweiz wurden zwischen Hamburg und Hannover umgeleitet. Dadurch entstanden Verspätungen von etwa 90 Minuten. Auch im Nahverkehr mussten Fahrgäste mit deutlichen Verzögerungen rechnen. Betroffen waren nach NDR-Angaben unter anderem die Metronom-Züge der Linien RE4 und RB41 zwischen Hamburg, Rotenburg und Bremen.

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Bahnverkehr Hamburg Bremen bleibt durch Baustellen zusätzlich belastet

Die aktuelle Störung trifft ein ohnehin angespanntes Bahnnetz im Norden. Zwischen Hamburg und Hannover läuft seit dem 1. Mai die sogenannte Qualitätsoffensive 2026. Bis zum 10. Juli kommt es auf dem Streckenabschnitt Hamburg, Lüneburg und Hannover zu starken Einschränkungen. Die Strecke gehört zu den wichtigsten Bahnverbindungen Deutschlands und ist auch für den Fern- und Güterverkehr zentral. Metronom weist darauf hin, dass während der Arbeiten ein umfangreicher Ersatzverkehr mit Bussen eingerichtet ist. Auch die Strecke Hamburg und Bremen ist durch Umleitungen im Rahmen der Bauarbeiten zusätzlich belastet.

Reisende sollen Verbindung vor Fahrtantritt prüfen

Die Deutsche Bahn empfiehlt Reisenden, sich vor Fahrtantritt über ihre konkrete Verbindung zu informieren. Auf bahn.de und im DB Navigator werden auch ausfallende Verbindungen, Hinweise und mögliche Alternativen angezeigt. Das ist besonders wichtig, weil die Strecke zwar wieder freigegeben ist, sich Verspätungen aber noch längere Zeit im Netz fortsetzen können. Wer am Freitag über Hamburg, Bremen oder Hannover reist, sollte deshalb zusätzliche Zeit einplanen und Anschlüsse prüfen. Auch kurzfristige Änderungen im Regionalverkehr bleiben möglich.

Weitere Gewitter im Norden möglich

Die Wetterlage bleibt angespannt. Für Norddeutschland waren am Freitagvormittag stellenweise starke Gewitter mit Starkregen und stürmischen Böen möglich. In der Nacht zu Samstag können in Niedersachsen, Hamburg und Schleswig-Holstein erneut starke und lokal auch schwere Gewitter aufziehen. Dabei sind heftiger Starkregen, Hagel und schwere Sturmböen möglich. Für den Bahnverkehr bedeutet das keine automatische neue Störung, aber ein erhöhtes Risiko für weitere wetterbedingte Einschränkungen, etwa durch Schäden an Signalen, Weichen, Oberleitungen oder Hindernisse im Gleisbereich.

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