Christopher Nolan schickt Matt Damon auf die große Odyssee

Helen Dorn Verdammte Familie – ZDF Krimi heute Abend
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Christopher Nolans neuer Kinofilm „Die Odyssee“ kommt am Donnerstag, 16. Juli 2026, in die deutschen Kinos. Der Regisseur überträgt Homers antikes Epos auf die große Leinwand und setzt dabei auf ein umfangreiches internationales Ensemble. Matt Damon übernimmt die Rolle des Odysseus. Einen Tag vor dem deutschen Kinostart sind auch die ersten ausführlichen Kritiken erschienen.

Kinostart am Donnerstag

Universal Pictures bestätigt den deutschen Kinostart von „Die Odyssee“ für den 16. Juli 2026. In den USA und mehreren weiteren Märkten beginnt die reguläre Auswertung am 17. Juli. Damit erreicht der Film Deutschland einen Tag vor dem offiziellen US-Start.

Der Zeitpunkt macht den Film zu einem der großen internationalen Kinostarts des Sommers. Nolan kehrt damit drei Jahre nach „Oppenheimer“ auf die Leinwand zurück. Das historische Drama wurde 2024 unter anderem als bester Film ausgezeichnet. Nolan erhielt zudem den Oscar für die beste Regie.

„Die Odyssee“ hat eine Laufzeit von 172 Minuten. Damit bleibt Nolan seinem Ansatz treu, große Stoffe ohne starke zeitliche Verkürzung zu erzählen. Die US-Altersfreigabe nennt Gewalt und einzelne Kraftausdrücke als Gründe für das dortige R-Rating. Die deutsche Einstufung fällt davon unabhängig nach den Kriterien der Freiwilligen Selbstkontrolle der Filmwirtschaft aus.

Homers Epos

Grundlage des Films ist die Homer zugeschriebene „Odyssee“, eines der einflussreichsten Werke der europäischen Literaturgeschichte. Die Handlung setzt nach dem Trojanischen Krieg ein. Odysseus, König von Ithaka, versucht nach jahrelangen Kämpfen zu seiner Familie zurückzukehren.

Seine Heimreise wird durch Stürme, übernatürliche Kräfte und Begegnungen mit Gestalten wie dem Zyklopen Polyphem, Circe und Calypso erschwert. Gleichzeitig wartet Penelope in Ithaka auf die Rückkehr ihres Mannes. Zahlreiche Bewerber drängen darauf, seinen Platz einzunehmen. Der gemeinsame Sohn Telemachos beginnt schließlich mit der Suche nach seinem Vater.

Nolan orientiert sich an den zentralen Stationen der literarischen Vorlage, ordnet die Erzählung aber als eigenständigen Kinofilm. Nach den veröffentlichten Kritiken verbindet er die Reise des Odysseus mit Themen wie den Folgen des Krieges, Schuld, Treue und der schwierigen Rückkehr in ein früheres Leben.

Große Besetzung

Matt Damon spielt Odysseus. Für den Schauspieler ist es nach „Interstellar“ und „Oppenheimer“ die dritte Zusammenarbeit mit Nolan. Anne Hathaway übernimmt die Rolle der Penelope, während Tom Holland als Telemachos zu sehen ist.

Robert Pattinson verkörpert Antinoos, einen der führenden Bewerber um Penelope. Zendaya spielt die Göttin Athene. Charlize Theron ist als Calypso zu sehen, Samantha Morton als Circe. Zum weiteren Ensemble gehören Lupita Nyong’o, Benny Safdie, Himesh Patel, John Leguizamo und Elliot Page.

Die Vielzahl bekannter Darsteller spiegelt den Umfang des Stoffes wider. Anders als ein klassischer Abenteuerfilm konzentriert sich die Geschichte nicht ausschließlich auf die Reise der Hauptfigur. Auch die Situation in Ithaka, die Kriegserfahrungen der Beteiligten und die unterschiedlichen Interessen der Götter und Menschen spielen eine wesentliche Rolle.

Gedreht für IMAX

Universal und IMAX stellen besonders die Aufnahmetechnik heraus. Nach Angaben der offiziellen Filmseite wurde „Die Odyssee“ vollständig mit IMAX-Filmkameras aufgenommen. Es handelt sich damit nicht nur um einen Film, der nachträglich für große Leinwände angepasst wurde. Das Bildformat war bereits während der Produktion ein zentraler Bestandteil des Konzepts.

Nolan arbeitet erneut mit Kameramann Hoyte van Hoytema zusammen. Das Team hatte bereits bei „Interstellar“, „Dunkirk“, „Tenet“ und „Oppenheimer“ großformatiges Filmmaterial eingesetzt. Bei „Die Odyssee“ wurde dieser Ansatz auf die gesamte Produktion ausgeweitet.

IMAX hatte schon Monate vor dem Kinostart von außergewöhnlich frühen Ticketverkäufen für einzelne Vorstellungen berichtet. Nach Unternehmensangaben waren ausgewählte Säle teilweise bis zu ein Jahr vor der Veröffentlichung ausverkauft. Diese Angaben betreffen vor allem spezielle IMAX-Vorführungen und lassen noch keine verlässliche Aussage über den späteren weltweiten Gesamterfolg zu.

Erste Kritiken

Am 15. Juli sind die ersten ausführlichen Rezensionen erschienen. Die bisherigen Einschätzungen fallen überwiegend positiv aus, unterscheiden sich aber in einzelnen Punkten.

Die Nachrichtenagentur Associated Press bewertet den Film mit dreieinhalb von vier Sternen. Hervorgehoben werden die Bildgestaltung, Matt Damons Darstellung und Nolans Versuch, den Mythos als menschliche Geschichte über Schuld und Heimkehr zu erzählen. Zugleich beschreibt die Kritik einzelne Übergänge als etwas schwerfällig und verweist auf die episodische Struktur der Vorlage.

Der britische „Guardian“ lobt ebenfalls die visuelle Größe, die Kampfszenen und die ernsthafte Auseinandersetzung mit den Folgen des Krieges. Kritisch erwähnt werden einzelne vereinfachte Dialogpassagen. Beide Kritiken sehen in dem Film jedoch mehr als eine reine Aneinanderreihung spektakulärer Begegnungen mit Göttern und Monstern.

Wie das breite Kinopublikum Nolans Interpretation aufnimmt, wird sich erst nach dem internationalen Start zeigen. Gesichert ist bislang, dass „Die Odyssee“ einen der ältesten überlieferten Erzählstoffe mit moderner Großformattechnik, einer langen Laufzeit und einem international bekannten Ensemble verbindet.

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