
Der FC Schalke 04 würde offenbar gerne weiter mit Moussa Ndiaye zusammenarbeiten. Auch der 24 Jahre alte Linksverteidiger soll sich eine Rückkehr nach Gelsenkirchen vorstellen können. Dennoch zeichnet sich derzeit keine schnelle Einigung ab. Nach einem Bericht des Kicker vom Mittwoch, 15. Juli 2026, sind die finanziellen Forderungen des RSC Anderlecht für Schalke zu hoch. Eine Rückkehr in den Ruhrpott gilt deshalb in diesem Sommer als eher unwahrscheinlich.
Ndiaye spielte in der Rückrunde der Saison 2025/26 auf Leihbasis für den FC Schalke 04. Der Verein hatte ihn Anfang Februar verpflichtet, um die linke Defensivseite zu verstärken. Die Zusammenarbeit war von Beginn an zeitlich begrenzt. Anderlecht stellte bei der Bekanntgabe ausdrücklich klar, dass die Leihe nur bis zum Saisonende lief und keine Kaufoption enthielt. Damit konnte Schalke den Spieler nicht zu bereits festgelegten Konditionen übernehmen, sondern musste nach Ablauf der Leihe neu mit dem belgischen Klub verhandeln.
Genau an diesem Punkt scheint sich die Fortsetzung nun zu erschweren. Laut Kicker wollen Ndiaye und Schalke zwar weiterhin zusammenfinden. Anderlecht soll jedoch Bedingungen aufrufen, die Schalke derzeit nicht erfüllen möchte oder wirtschaftlich nicht darstellen kann. Eine konkrete Ablösesumme geht aus der vorliegenden Kicker-Meldung nicht hervor.
Eine offizielle Bestätigung zu den derzeitigen Forderungen oder einem endgültigen Scheitern gibt es bislang weder vom FC Schalke 04 noch vom RSC Anderlecht. Die Einschätzung zur möglichen Rückkehr beruht daher auf dem Bericht des Fachmagazins und ist noch keine amtliche Transferentscheidung.
Der RSC Anderlecht befindet sich in einer vergleichsweise starken Verhandlungsposition. Der belgische Verein hatte Ndiayes Vertrag bereits im September 2023 bis zum Sommer 2027 verlängert. Der Linksverteidiger kann daher nicht ablösefrei wechseln. Möchte Schalke ihn fest verpflichten oder erneut ausleihen, muss eine neue Vereinbarung mit seinem Stammklub getroffen werden.
Ndiaye war im Februar als Linksfuß und Verstärkung für die linke Abwehrseite nach Gelsenkirchen gekommen. Schalke verwies bei seiner Verpflichtung darauf, dass der Senegalese zuvor bereits 102 Partien für Anderlecht absolviert hatte. Dabei waren ihm nach Angaben des Vereins zwei Treffer und sechs Vorlagen gelungen. Der Verteidiger brachte somit trotz seines vergleichsweise jungen Alters bereits umfangreiche Erfahrung aus dem belgischen Profifußball mit.
Seine Rückkehr nach Anderlecht nach dem Ende der Spielzeit war allerdings unabhängig von seinen Leistungen vertraglich vorgesehen. Ohne Kaufoption besaß Schalke keine Möglichkeit, den Wechsel einseitig zu vollziehen.
Für Schalke geht es bei der Entscheidung nicht allein um die sportliche Bewertung des Linksverteidigers. Der Klub muss auch berücksichtigen, wie viel Geld für diese Position zur Verfügung steht und welche weiteren Aufgaben bei der Zusammenstellung des Kaders zu lösen sind. Dass Spieler und Verein grundsätzlich weiter zusammenarbeiten wollen, kann mögliche Gespräche erleichtern, ersetzt aber keine Einigung mit Anderlecht.
Aus dem Kicker-Bericht lässt sich deshalb vor allem ein finanzielles Hindernis ableiten. Solange der belgische Stammklub seine Forderungen nicht reduziert oder einem für Schalke tragbaren Modell zustimmt, bleibt eine Rückkehr schwierig. Grundsätzlich wären unterschiedliche Transferkonstruktionen denkbar, etwa eine erneute Leihe oder ein späterer fester Wechsel. Dass eine solche Lösung bereits vereinbart wurde oder unmittelbar bevorsteht, ist jedoch nicht bestätigt.
Anderlecht muss seinerseits keinem schnellen Kompromiss zustimmen. Durch Ndiayes Vertrag bis 2027 kann der Klub zunächst abwarten, ob weitere Interessenten auftreten oder sich die finanziellen Bedingungen im Verlauf der Transferperiode verändern.
Die Einschätzung des Kicker, Ndiaye werde wahrscheinlich in diesem Sommer nicht nach Schalke zurückkehren, ist keine endgültige Transfermeldung. Die Ausgangslage kann sich während der laufenden Wechselperiode noch verändern. Nach dem derzeitigen Stand spricht aufgrund der finanziellen Differenzen jedoch mehr gegen als für eine schnelle Rückkehr nach Gelsenkirchen.
Für Schalke bedeutet das, dass der Verein auf der linken Abwehrseite möglicherweise andere Lösungen vorbereiten muss. Gleichzeitig dürfte Ndiaye zunächst wieder als Vertragsspieler des RSC Anderlecht geführt werden. Erst wenn sich die finanziellen Vorstellungen annähern, könnte die Personalie erneut konkret werden. Bis dahin bleibt der gemeinsame Wunsch laut Kicker offenbar bestehen, während der Preis die entscheidende Hürde bildet.
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