
Bei Facebook und Instagram sind am Sonntagmorgen, 19. Juli 2026, zahlreiche technische Probleme aufgetreten. Nutzer aus Deutschland und weiteren Ländern berichteten, dass sie sich nicht anmelden, Inhalte nicht laden oder keine Beiträge veröffentlichen konnten. Besonders stark betroffen waren zeitweise die Facebook-Webseite sowie der Feed und die Upload-Funktion von Instagram. Gegen Mittag gab es erste Hinweise auf eine teilweise Erholung. Vollständig beendet war die Störung zu diesem Zeitpunkt jedoch noch nicht.
Der deutliche Anstieg der Meldungen setzte am Sonntag gegen 10 Uhr deutscher Zeit ein. Der Störungsdienst Downdetector meldete Probleme mit Facebook seit etwa 9.55 Uhr und mit Instagram seit ungefähr 10.05 Uhr. Einzelne Nutzer hatten bereits zuvor Einschränkungen gemeldet. Innerhalb kurzer Zeit stiegen die Zahlen dann deutlich an.
Beim deutschen Portal Netzwelt erreichte die Zahl der Facebook-Meldungen in einem Stundenabschnitt einen Spitzenwert von 20.543. Im zuletzt dargestellten, noch laufenden Abschnitt wurden 7.493 Meldungen angezeigt. Bei Instagram lag der höchste Stundenwert bei 11.109 Meldungen. Der jüngste Wert betrug 7.755. Da sich die Zahlen fortlaufend ändern und der jeweils letzte Zeitraum noch nicht abgeschlossen sein kann, sind sie lediglich als Momentaufnahme zu verstehen.
Ein weiterer Medienbericht nannte für 10.40 Uhr mehr als 12.000 Facebook-Meldungen und rund 4.000 Instagram-Meldungen. Die Unterschiede zwischen den Zahlen ergeben sich unter anderem aus unterschiedlichen Erhebungszeitpunkten und der Methodik der jeweiligen Störungsportale.
Bei Facebook betrafen die Beschwerden vor allem die Webseite. Nach Angaben von Netzwelt entfielen 49 Prozent der dort abgegebenen Meldungen auf Probleme mit der Webversion. 31 Prozent der Nutzer meldeten Schwierigkeiten beim Login. Weitere Berichte bezogen sich auf Verbindungsprobleme, die App und das Veröffentlichen von Beiträgen.
Betroffene Nutzer sahen beim Aufruf von Facebook unter anderem den Hinweis, dass ihr Konto wegen eines Problems mit der Seite vorübergehend nicht verfügbar sei. Sie sollten es nach einigen Minuten erneut versuchen. Andere Nutzer berichteten, dass die App auf dem Smartphone noch funktionierte, während Facebook über einen Browser am Computer nicht erreichbar war.
Bei Instagram standen Probleme mit dem Feed im Vordergrund. Rund 52 Prozent der bei Netzwelt erfassten Meldungen bezogen sich darauf. 23 Prozent meldeten Schwierigkeiten beim Hochladen von Inhalten. Weitere Beschwerden betrafen die App, die Webseite sowie die Nutzung unter iOS. Beim Versuch, Storys zu veröffentlichen, wurde Nutzern teilweise die Meldung „Warte auf Verbindung“ angezeigt.
Die Störung war nicht auf eine bestimmte Region in Deutschland begrenzt. Besonders viele Facebook-Meldungen wurden aus Berlin, Frankfurt am Main, Hamburg, München, Stuttgart, Hannover, Essen und Köln registriert. Auch aus kleineren Orten wie Forchheim, Aldenhoven, Pfofeld und Fürstenwalde gingen am späten Vormittag Beschwerden ein.
Bei Instagram stammten zahlreiche Meldungen ebenfalls aus Berlin, Stuttgart, Frankfurt, München, Hannover, Hamburg, Köln und Essen. Nutzer aus Waltrop, Nürnberg, Kaiserslautern, Paderborn und Dachau berichteten unter anderem über Probleme mit dem Feed und dem Upload.
Auch außerhalb Deutschlands gab es eine deutliche Zunahme der Beschwerden. In den USA waren bis 9.46 Uhr deutscher Zeit 4.808 Meldungen zu Facebook bei Downdetector eingegangen. 63 Prozent davon bezogen sich auf die Webseite. Für Instagram wurden bis 10.18 Uhr deutscher Zeit 2.829 Meldungen aus den USA registriert.
In Singapur erreichten die Facebook-Meldungen einen Spitzenwert von 396. Später sank die Zahl auf 196. Für Instagram wurden dort am Vormittag deutscher Zeit 425 Meldungen erfasst. Auch aus Pakistan kamen Berichte über Einschränkungen. Dort lagen die Spitzenwerte zunächst bei 191 Meldungen für Facebook und 173 für Instagram. Diese Zahlen bilden nur die Nutzer ab, die eine Störung aktiv bei einem Portal gemeldet haben. Die tatsächliche Zahl der Betroffenen kann deshalb erheblich höher sein.
Neben Facebook und Instagram wurden auch mögliche Probleme beim Facebook Messenger angezeigt. Allestörungen stufte die Lage am Sonntagvormittag als mögliche Störung ein. 47 Prozent der dort erfassten Beschwerden bezogen sich auf Sprachanrufe. Jeweils 20 Prozent meldeten Schwierigkeiten beim Login oder mit der App.
Bei WhatsApp zeigte Allestörungen zwar ebenfalls erhöhte Nutzermeldungen an. Es gab jedoch zunächst keine belastbaren Hinweise darauf, dass der Messenger im gleichen Umfang wie Facebook und Instagram von der internationalen Störungswelle betroffen war. Aktuelle Beschwerden verteilten sich auf die App, Nachrichten und den Login. Eine direkte Verbindung zur Facebook- und Instagram-Störung war nicht offiziell bestätigt.
Für Threads wurden dagegen keine aktuellen Probleme angezeigt. Das Portal meldete für den Kurznachrichtendienst am Sonntagvormittag einen normalen Betrieb.
Eine offizielle Erklärung von Meta zur Ursache der Störung lag bis zum Stand der Recherche gegen Mittag nicht vor. Der Konzern reagierte zunächst auch nicht auf eine Anfrage der Nachrichtenagentur Reuters. Deshalb ist weiterhin unklar, wodurch die Probleme ausgelöst wurden. Hinweise auf einen Hackerangriff oder eine andere konkrete Ursache gibt es bislang nicht.
Die offizielle Statusseite von Meta erfasst in erster Linie Produkte für Unternehmen und Werbekunden. Dort waren keine aktuellen Ausfälle bei Diensten wie dem Werbeanzeigenmanager oder der Meta Business Suite verzeichnet. Daraus lässt sich jedoch nicht ableiten, dass die Verbraucherangebote Facebook und Instagram störungsfrei liefen.
Gegen Mittag berichteten einzelne Nutzer auf Allestörungen, dass Facebook wieder funktioniere. Gleichzeitig gingen bei den Störungsportalen weiterhin aktuelle Meldungen über Login-, Website-, Feed- und Upload-Probleme ein. Bei Facebook wurden noch gegen 11.48 Uhr neue Einschränkungen gemeldet. Bei Instagram kamen gegen 11.27 Uhr weiterhin Beschwerden aus verschiedenen deutschen Städten hinzu.
Damit deutete sich zwar eine schrittweise Normalisierung an. Eine vollständige Behebung der internationalen Störung war zu diesem Zeitpunkt aber weder durch Meta bestätigt noch anhand der Nutzermeldungen eindeutig erkennbar.
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