
Münster/Warendorf/Beckum. Nach dem Tod eines 50-jährigen Mannes in Beckum befindet sich ein 26 Jahre alter Beschuldigter in Untersuchungshaft. Eine Richterin des Amtsgerichts Münster erließ auf Antrag der Staatsanwaltschaft Münster Haftbefehl wegen des dringenden Verdachts der Körperverletzung mit Todesfolge. Der Mann hat sich bislang nicht zu den Vorwürfen geäußert.
Nach dem derzeitigen Ermittlungsstand kam es am Mittwoch, 15. Juli 2026, gegen 0.20 Uhr in der Nähe des Beckumer Rathauses zunächst zu einem verbalen Streit. Der 50-Jährige soll angekündigt haben, wegen einer aus seiner Sicht bestehenden Lärmbelästigung die Polizei zu rufen. Anschließend soll sich zwischen ihm und dem 26-Jährigen eine körperliche Auseinandersetzung entwickelt haben.
Dabei soll der 50-Jährige zu Boden gefallen sein. Der Beschuldigte soll ihm anschließend mehrere erhebliche Faustschläge gegen den Bauch versetzt haben. Nach Angaben der Ermittler starb der Mann an den dadurch verursachten inneren Verletzungen. Eine Obduktion hatte zuvor ergeben, dass Gewalteinwirkung für seinen Tod ursächlich war.
Der Tatverdacht gegen den 26-jährigen Beckumer ergab sich nach Angaben von Staatsanwaltschaft und Polizei aus den bisherigen Ermittlungen der Mordkommission sowie der Vernehmung eines 28-jährigen Zeugen. Der Beschuldigte war am Freitag, 17. Juli, vorläufig festgenommen worden. Er besitzt die deutsche Staatsangehörigkeit und befindet sich nun in Untersuchungshaft.
Zu den Vorwürfen äußerte sich der Mann bislang nicht. Gegen seinen 28 Jahre alten Begleiter besteht nach aktuellem Ermittlungsstand kein Tatverdacht. Die Ermittlungen der Mordkommission der Polizei Münster dauern an. Bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung gilt für den Beschuldigten die Unschuldsvermutung.
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