Wöhrl-Vorstand tauscht Chefetage gegen Verkaufsfläche

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Die RTL-Sendung „Undercover Boss“ läuft am Montag, 27. Juli 2026, um 22.15 Uhr bei RTL und endet um 23.15 Uhr. Im Mittelpunkt der einstündigen Ausgabe steht das fränkisch-bayerische Modeunternehmen Rudolf Wöhrl SE mit Hauptsitz in Nürnberg. Bei der Folge handelt es sich um eine Wiederholung.

Thomas Weckerlein geht als Patrick undercover

Für die Folge „Undercover Boss Wöhrl“ verlässt Thomas Weckerlein seinen Arbeitsplatz in der Unternehmensführung. Zum Zeitpunkt der Dreharbeiten war er 50 Jahre alt und seit Oktober 2017 Mitglied des Vorstands der Rudolf Wöhrl SE. Zuvor hatte er bereits mehrere Jahre für das Unternehmen gearbeitet, unter anderem in leitender Funktion im Personalbereich.

Damit ihn die Beschäftigten nicht erkennen, wird Weckerlein umfassend umgestylt. Graue Haarverlängerungen, ein auffälliger Vollbart und rockige Kleidung verwandeln ihn in den vermeintlichen Showteilnehmer Patrick. Den Mitarbeitenden wird erklärt, dass der neue Kollege an der fiktiven Fernsehsendung „Deutschlands härteste Anpacker“ teilnimmt. So soll auch die ständige Begleitung durch das Kamerateam plausibel wirken.

Einsätze im Verkauf und in der Änderungsschneiderei

Seinen ersten Einsatz absolviert Patrick im Verkauf. Dort muss er Kleidungsstücke vorbereiten, Kunden ansprechen und bei der Auswahl passender Mode beraten. Der Vorstand erlebt unmittelbar, wie viel Fachwissen, Geduld und Sicherheit im Umgang mit Kunden für die Arbeit auf der Verkaufsfläche erforderlich sind.

In einer Würzburger Filiale arbeitet Weckerlein anschließend in der Änderungsschneiderei. Mitarbeiterin Edeltraud weist ihn in die Arbeit an der Nähmaschine ein. Ein weiterer Betriebsteil führt ihn nach Ulm. Dort soll er als Dekorateur ein Outfit zusammenstellen und eine Schaufensterpuppe ansprechend präsentieren. In Coburg übernimmt er erneut Aufgaben in der Kundenberatung. Eine Mitarbeiterin erkennt allerdings, wer sich tatsächlich hinter der Verkleidung verbirgt, sodass dieser Einsatz vorzeitig beendet wird.

Das passiert bei der Auflösung

Am Ende der Folge werden die beteiligten Beschäftigten in die Unternehmenszentrale eingeladen. Dort tritt Thomas Weckerlein wieder in seinem gewohnten Erscheinungsbild auf und erklärt, dass der vermeintliche Praktikant Patrick in Wirklichkeit ein Vorstandsmitglied des Unternehmens war. Gemeinsam sprechen sie über die Erlebnisse während der Einsätze und über die persönlichen Geschichten der Mitarbeitenden.

Die Beschäftigten erhalten anschließend Anerkennungen und individuelle Unterstützungen. Zwei der Beteiligten werden mit Reisen nach London beziehungsweise New York überrascht. Ein Nachwuchsmitarbeiter erhält zudem eine langfristige berufliche Perspektive im Unternehmen. Die Folge wurde erstmals am 11. Februar 2019 bei RTL ausgestrahlt.

So funktioniert Undercover Boss

Das Konzept der Sendung folgt einem festen Ablauf. Führungskräfte großer Unternehmen werden mit Perücken, Bärten, Kontaktlinsen, veränderter Kleidung und professioneller Maske möglichst unkenntlich gemacht. Anschließend arbeiten sie mehrere Tage an unterschiedlichen Standorten und übernehmen Aufgaben, die sonst von Beschäftigten an der Basis erledigt werden.

Dabei lernen die Manager nicht nur die praktischen Arbeitsabläufe kennen. Die ausgewählten Mitarbeiter berichten häufig auch von Problemen am Arbeitsplatz, Verbesserungsvorschlägen oder persönlichen Herausforderungen. Nach der Enttarnung reagieren die Unternehmen oftmals mit Investitionen, Weiterbildungen, Beförderungen oder individuellen Unterstützungsangeboten. Die deutsche Ausgabe startete am 28. März 2011 bei RTL. RTL+ führt inzwischen 16 Staffeln und 73 Folgen. Die reguläre Nettolaufzeit einer Episode beträgt etwa 44 bis 45 Minuten, im linearen Fernsehen sind einschließlich Werbung längere Sendeplätze vorgesehen.

Britisches Original und Stream bei RTL+

Die Idee stammt aus Großbritannien. Das Original „Undercover Boss“ startete am 18. Juni 2009 beim Sender Channel 4. Bereits in der ersten Ausgabe arbeitete ein Manager unerkannt im eigenen Unternehmen, um den Alltag der Beschäftigten aus einer neuen Perspektive kennenzulernen. Das Format wurde später in zahlreiche Länder exportiert, darunter Deutschland, die USA, Kanada, Australien und die Schweiz.

Die Wöhrl-Folge und zahlreiche weitere Ausgaben stehen bei RTL+ zum Abruf bereit. Dort werden die einzelnen Sendungen nach Unternehmen sortiert angeboten. Zusätzlich kann das laufende RTL-Programm über den Livestream des Streamingdienstes verfolgt werden.

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