Nach CSD-Anschlag in Berlin: LWL hilft Betroffenen aus Westfalen

Der LWL bietet Betroffenen des Berliner CSD-Anschlags kostenlose Hilfe in Traumaambulanzen an.
LWL-Sozialdezernent Takis Mehmet Ali. Foto: LWL/Nikolaus Urban

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Westfalen-Lippe (lwl). Menschen aus Westfalen-Lippe, die den Anschlag im Umfeld des Berliner Christopher Street Days am 25. Juli 2026 miterlebt haben, können kurzfristig Unterstützung erhalten. Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) richtet sein Angebot nicht nur an unmittelbar Verletzte, sondern auch an Augenzeugen und andere Teilnehmende, die durch das Geschehen psychisch belastet sind.

Kostenlose Hilfe in Traumaambulanzen

In Westfalen-Lippe arbeiten 21 Traumaambulanzen mit dem LWL zusammen. Dort erhalten Opfer und Zeugen von Gewalttaten schnelle psychologische oder psychotherapeutische Hilfe. Die Behandlung ist kostenlos und soll möglichst unbürokratisch zugänglich sein.

Erwachsene können bis zu 15 Sitzungen erhalten, Kinder und Jugendliche bis zu 18 Sitzungen. Der Antrag muss nicht vor dem ersten Termin vorliegen, sondern spätestens nach der zweiten Sitzung gestellt werden. Grundsätzlich sollte die Traumaambulanz innerhalb von zwölf Monaten nach dem Ereignis aufgesucht werden.

Beratungstelefon des LWL

Zentrale Anlaufstelle ist das kostenlose LWL-Beratungstelefon für Opfer von Gewalttaten unter 0800 654 654 6. Es ist montags bis donnerstags von 8.30 bis 12.30 Uhr sowie von 14 bis 15.30 Uhr erreichbar. Freitags ist die Beratung von 8.30 bis 12.30 Uhr besetzt.

Weitere Leistungen für Betroffene

Neben der akuten psychologischen Hilfe können weitere Leistungen nach dem Sozialen Entschädigungsrecht infrage kommen. Ein Fallmanagement kann Betroffene beim Antrag unterstützen, den persönlichen Hilfebedarf klären und auf weitere Sozialleistungen hinweisen.

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