Großkontrolle in Duisburg: Betrieb geschlossen und Haftbefehl vollstreckt

Großkontrolle in Duisburg: Betrieb geschlossen und Haftbefehl vollstreckt
Symbolfoto: Caroline Muffert

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Beim Schwerpunkteinsatz Duisburg haben Polizei und weitere Behörden am Freitagabend und in der Nacht zum Samstag insgesamt 156 Personen sowie 24 Gewerbeobjekte kontrolliert. Die Maßnahmen richteten sich nach Angaben der Polizei unter anderem auf das sogenannte Clanmilieu, das Gastronomiegewerbe und die Waffen- und Messerverbotszone in Hamborn. Die Einsatzkräfte vollstreckten einen offenen Haftbefehl, schlossen einen Betrieb und stellten unter anderem ein Messer, unversteuerte Zigaretten und illegale Vapes sicher.

Clan-Kontrollen in Duisburg mit mehreren Behörden

Der Einsatz begann am Freitagabend, 31. Juli, und dauerte bis in die frühen Morgenstunden des 1. August. Neben der Polizei Duisburg beteiligten sich die Staatsanwaltschaft, das Hauptzollamt, städtische Ordnungsbehörden, die Bezirksregierung Düsseldorf und das Landesamt zur Bekämpfung der Finanzkriminalität. Ziel der gemeinsamen Kontrollen war laut Polizei die Bekämpfung krimineller Clanstrukturen sowie von Verstößen im Gastronomiegewerbe und der Gewaltkriminalität. Die Beamten und Behördenmitarbeiter überprüften dafür Betriebe und Personen in mehreren Teilen des Duisburger Stadtgebiets.

Behörden kontrollieren 24 Gewerbeobjekte

Bei den Gewerbekontrollen in Duisburg stellten die beteiligten Behörden unterschiedliche Verstöße fest. Dazu gehörten nach Polizeiangaben arbeitsrechtliche Mängel, Verstöße gegen Pfandvorschriften sowie unvollständige Stundenaufzeichnungen und Preisangaben. Vier Geldspielgeräte wurden versiegelt. Ein Gastronomiebetrieb musste geschlossen werden. Außerdem registrierten die Einsatzkräfte mehrere Verstöße gegen das Jugendschutzgesetz. In einem Fall ließen die Behörden wegen bestehender Steuerrückstände einen BMW pfänden und abschleppen. Insgesamt fertigten die Kontrollteams 27 Berichte zu ihren Feststellungen an.

Unversteuerte Zigaretten und illegale Vapes sichergestellt

In einem bereits zuvor auffällig gewordenen Gewerbebetrieb fanden die Einsatzkräfte erneut unversteuerte Zigaretten. Die Staatsanwaltschaft Duisburg ordnete daraufhin die Durchsuchung einer Privatwohnung an. Dort wurden nach Angaben der Polizei jedoch keine weiteren Gegenstände gefunden. Zu den insgesamt fünf Sicherstellungen während des Einsatzes gehörten neben den Zigaretten auch illegale Vapes und ein Einhandmesser. Eine Person hatte während der Maßnahmen einen Polizeibeamten beleidigt. Gegen sie wurde ein Strafverfahren eingeleitet. Mehrere kontrollierte Personen konnten zudem keine Ausweispapiere vorzeigen.

Haftbefehl bei Personenkontrolle vollstreckt

Bei einer der 156 Personenkontrollen stellten die Beamten fest, dass gegen einen Mann ein offener Haftbefehl vorlag. Die Polizei nahm ihn fest und brachte ihn in das Polizeigewahrsam. Insgesamt wurden bei dem Schwerpunkteinsatz Duisburg fünf Strafanzeigen aufgenommen. Sie betreffen unter anderem den Verdacht der Beleidigung, einen Verstoß gegen das Pflichtversicherungsgesetz und eine Trunkenheitsfahrt. Hinzu kamen 17 Ordnungswidrigkeitenanzeigen wegen möglicher Verstöße gegen das Waffenrecht, gewerberechtlicher Vorschriften und verschiedener Verkehrsregeln.

Kontrollen an der Waffen- und Messerverbotszone Hamborn

Ein weiterer Schwerpunkt der Großkontrolle lag im Umfeld der Waffen- und Messerverbotszone Hamborn. Neben dem sichergestellten Einhandmesser meldete die Polizei insgesamt 30 erhobene Verwarngelder. Die verschiedenen Behörden wollen nach eigenen Angaben durch gemeinsame und wiederkehrende Kontrollen gegen Gewaltkriminalität, illegale Beschäftigung, steuerrechtliche Verstöße und weitere Regelverletzungen vorgehen. Polizeidirektorin Livia Degner verwies auf die langjährige Zusammenarbeit der Netzwerkpartner und bezeichnete solche behördenübergreifenden Einsätze als wichtigen Bestandteil einer nachhaltigen Kriminalitätsbekämpfung.

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